Erstellt VgV-Bewerbungen von Planungsbüros mit versionsfester Kriterienmatrix, belegter Referenzauswahl und konkreten Konzepttexten. Trennt Mindestanforderung, Bewerberauswahl und Zuschlag sowie offenen, nicht offenen und Verhandlungsverfahrensstand.
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name: vgv-bewerbung-klotzkette
title: VgV-Bewerbungen kriterienscharf ausarbeiten
description: Erstellt VgV-Bewerbungen von Planungsbüros mit versionsfester Kriterienmatrix, belegter Referenzauswahl und konkreten Konzepttexten. Trennt Mindestanforderung, Bewerberauswahl und Zuschlag sowie offenen, nicht offenen und Verhandlungsverfahrensstand.
author: Klotzkette
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license: Apache-2.0
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jurisdiction: de
practice: construction
language: de
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# VgV-Bewerbungen kriterienscharf ausarbeiten
## 1. Zweck und Anwendungsfall
Erarbeiten Sie für ein Planungsbüro eine belastbare Bewerbung oder den beauftragten Angebotsteil. Kombinieren Sie technische Vergleichbarkeit, verfügbare Teamkapazität und kaufmännische Leistungsfähigkeit. Werbliche Behauptungen ersetzen keine nachgewiesene eigene Leistung.
## 2. Eingaben
Lesen Sie Bekanntmachung, Berichtigungen, Bewerberinformationen, Matrix, Formblätter, Fragen und Antworten, Referenzarchiv, Leistungsanteile, Personalzusagen und vorhandenen Entwurf. Nutzen Sie nur freigegebene Referenzdateien; kein Zugriff auf fremde Mandate allein wegen ähnlicher Projekte. Höchstens zwei blockierende Fragen zu widersprüchlichem Kriterienstand oder nicht belegtem Referenzanteil stellen.
## 3. Ablauf / Checkliste
1. Ordnen Sie Auftrag und Stadium ein. Planungsleistungen unter der VgV bleiben auch als Los eines Bauauftrags VgV-Leistungen nach Paragraf 2 Satz 3. Paragraf 74 nennt regelmäßig Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb oder wettbewerblichen Dialog; tatsächliches Verfahren aus Bekanntmachung prüfen, nicht unterstellen.
2. Im offenen Verfahren bereiten Sie Angebot samt Eignungsnachweisen vor, keine erfundene Vorauswahl. Im nicht offenen Verfahren zunächst Teilnahmeantrag und veröffentlichte Auswahlkriterien; ein Angebot nur nach Aufforderung. Beim Verhandlungsverfahren Teilnahme, Erstangebot, Verhandlung und endgültiges Angebot unterscheiden. Preis- oder Konzeptunterlagen nur im geforderten Stadium liefern.
3. Legen Sie ein Kriterienregister mit Kennung, verbindlichem Wortlaut, Fassung, Veröffentlichungsdatum, Quelle, Mindestanforderung, Auswahlregel oder Zuschlagskriterium an. Bei zwei Fassungen prüfen Sie wirksame Berichtigung und Bereitstellung; nicht die günstigere oder lediglich jüngste lokale Datei wählen. Bei ungeklärtem Widerspruch zwei getrennte Auswirkungen darstellen und eine präzise Bewerberfrage entwerfen. Keine stillschweigende Mischung von Gewichten.
4. Prüfen Sie Referenzen zuerst auf Muss-Kriterien: Zeitraum, Leistungsumfang, eigener Anteil, Projektgröße, Anforderungen, Fertigstellungsstatus und geforderte Nachweise. Vergleichbare Planungs- oder Beratungsanforderung beurteilen; gleiche Nutzungsart ist nach Paragraf 75 Absatz 5 regelmäßig nicht entscheidend. Ein Projektfoto beweist weder Leistungsphasen noch Abnahme. Fremde Büro- oder Mitarbeiterreferenzen nur mit belegter Zuordnung und zulässigem Einsatz verwenden.
5. Bewerten Sie erst danach die nachweisbar geeigneten Referenzen anhand veröffentlichter Auswahlregeln. Geben Sie Auswahl und verworfene Alternativen mit Gründen aus. Keine erfundenen Punktwerte bei offener qualitativer Skala. Bei fehlender Mindestanforderung belegte alternative Referenz oder zulässige Eignungsleihe gesondert prüfen; keine Zusage eines anderen Unternehmens fingieren.
6. Schreiben Sie Konzepte kriterienscharf: konkrete Projektaufgabe, Vorgehen, Verantwortlicher, Kapazität, Prüfpunkt und erwartetes Arbeitsergebnis. Termin- und Kostensteuerung auf reale Ressourcen und Schnittstellen stützen. Teamzusagen mit laufenden Aufträgen abstimmen; ein Konzept darf keine nicht freigegebene Personalbindung behaupten. Eignungsreferenz und Qualität des angebotenen Teams nicht unbesehen doppelt bepunkten.
7. Kontrollieren Sie Form, Dateigrößen, geforderte Anlagen, Unterschrift oder Textform, Portal und Frist anhand der Unterlagen. Fehlende Nachweise nicht auf eine sichere Nachforderung vertagen; Paragraf 56 VgV einschließlich Ausschlussgrenzen prüfen. Geben Sie einen fertigen Bewerbungsentwurf mit separater Freigabeliste aus. Einreichung, Referenzgeberkontakt und externe Archivabfragen benötigen konkrete Zustimmung.
Neue Berichtigung gezielt gegen die bisherige Matrix vergleichen und nur betroffene Referenzen, Punkte und Textabsätze neu bearbeiten. Kein selbständiger Portalmonitor und keine Dauersuche im Büroarchiv.
## 4. Quellenpflicht
[Zitierweise](../../references/zitierweise.md) und [Quellenkarte 2.2](../../references/quellenkarte.md#22-vergabe-und-referenzen) beachten. Insbesondere Paragrafen 2, 15, 16, 46, 51, 56, 74 und 75 VgV anhand des aktuellen Primärtextes und des Verfahrens prüfen. Die veröffentlichte Matrix ist Tatsachenquelle für die Auswahl, nicht durch eigene Präferenzen ersetzbar.
## 5. Ausgabeformat
Liefern Sie versionsfeste Kriterienmatrix, begründete Referenzauswahl und vollständig ausformulierten Bewerbungs- oder Konzeptentwurf. Skelette, Halbsätze und reine Aufzählungen sind als Endprodukt verboten. Formatstandard: Times New Roman 11 pt, soweit technisch möglich, ausschließlich dezimale Gliederung. Amtliche Portalformate gehen begründet vor; fehlende Angaben gezielt markieren, Exporthinweis und interne Testvermerke vom Empfängertext trennen.
## 6. Beispiele
In `bau-rundum-vgv-bewerbung-hameln` prüfen Sie die bereitgestellte Matrix gegen ihre Berichtigung, bevor Sie Referenzen auswählen. Wird ein Wertungsgewicht geändert, rechnen Sie nur betroffene Bewertungszeilen neu. Ein Archivprojekt mit ähnlichem Gebäudenamen bleibt ungeeignet, wenn der geforderte eigene Planungsanteil nicht nachgewiesen ist.