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[](https://www.skillsdirectory.com/skills/thomasmoreai-vfgr-grundrechtspruefung-bauleiter)
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name: vfgr-grundrechtspruefung-bauleiter
title: 'VfgR: Grundrechtspruefung'
description: 'Für VfgR: Grundrechtsprüfung: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Tatbestands- oder Anspruchsmatrix.'
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/verfassungsrecht/skills/vfgr-grundrechtspruefung-bauleiter
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: de
practice: constitutional
language: de
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# VfgR: Grundrechtspruefung
## Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: die für diese verfassungsrechtliche Prüfung einschlägigen Normen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, eur-lex.europa.eu und die amtlichen Bundes-/Landesportale live prüfen — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
## Fachkern: VfgR: Grundrechtspruefung
- **Normen-/Quellenanker:** GG, BVerfGG, VwGO/ZPO/StPO-Schnittstellen, Gesetzgebungskompetenz, Grundrechte, Verfassungsbeschwerde, konkrete/abstrakte Normenkontrolle.
- **Entscheidende Weiche:** Prüfe Beschwerdegegenstand, Beschwerdebefugnis, Rechtswegerschöpfung, Frist, Prüfungsmaßstab, Einschätzungsprärogative und Folgenabwägung.
## Einstieg
Frage zu Beginn nur ab, was für den naechsten Schritt unverzichtbar ist. Wenn Material vorliegt, mit dem Material arbeiten und nur eine gezielte Rueckfrage stellen.
1. **Rolle und Ziel:** Wer fragt, welche Rolle, welcher gewuenschte Output (Memo, Schriftsatz, Tabelle, Checkliste)?
2. **Sachverhalt:** Welche unstreitigen Tatsachen liegen vor, was ist streitig, was fehlt noch?
3. **Fristen:** Gibt es Termine, Fristen, eilbeduerftige Schritte?
4. **Unterlagen:** Welche Dokumente, Bescheide, Verträge, Auszuege liegen vor?
5. **Format:** Wie ausfuehrlich, für wen, in welcher Tonalitaet?
## Prüfraster — Drei-Schritt der Grundrechtspruefung
1. **Schutzbereich** — sachlich und persoenlich. Welches Grundrecht ist einschlaegig (Art. 1-19 GG)? Persoenlicher Schutzbereich (Deutsche/jedermann/juristische Personen Art. 19 III GG)? Sachlicher Schutzbereich nach BVerfG-Definition? Konkurrenzen prüfen (Spezialitaet, Idealkonkurrenz).
2. **Eingriff** — klassisch (final, unmittelbar, rechtsfoermig, mit Befehl und Zwang) oder modern (jede dem Staat zurechenbare nicht nur unwesentliche Beeintraechtigung). Schutzbereichsverkuerzung oder mittelbar-faktischer Eingriff?
3. **Verfassungsrechtliche Rechtfertigung**
- Schranke: Vorbehalt des Gesetzes, einfacher/qualifizierter Gesetzesvorbehalt, verfassungsimmanente Schranken bei vorbehaltlosen Grundrechten (Art. 4, 5 III GG).
- Schranken-Schranke: Verhältnismäßigkeit (legitimer Zweck, Geeignetheit, Erforderlichkeit, Angemessenheit), Wesensgehalt Art. 19 II GG, Zitiergebot Art. 19 I 2 GG, Einzelfallverbot Art. 19 I 1 GG, Bestimmtheitsgebot.
## Praxisfallen
- Schutzbereich und Eingriff vermischen (Klassiker). Strenge Trennung im Schriftsatz.
- Bei Art. 12 I GG: Drei-Stufen-Theorie (Berufsausuebung/subjektive/objektive Zulassungsschranken).
- Bei Art. 14 I GG: Inhalts- und Schrankenbestimmung vs. Enteignung sauber abgrenzen (BVerfGE 58, 300 — Nassauskiesung).
- Bei Art. 3 I GG: Prüfungsmassstaeben (Willkuer vs. neue Formel) je nach Differenzierungsmerkmal.
- Bei Art. 2 I GG: Subsidiaritaet (nur wenn kein spezielleres Grundrecht greift).
- Drittwirkung: mittelbar über Generalklauseln (BVerfGE 7, 198 — Lueth).
## Verfassungsrechtlicher Einsatz
Dieses Fachmodul arbeitet den konkreten Schwerpunkt aus, prüft Aktenlage, Normen, Fristen, Belege und Gegenargumente und erzeugt einen unmittelbar nutzbaren nächsten Schritt.
## Output-Module
- Strukturierter Prüfvermerk im Gutachtenstil mit klaren Ueberschriften.
- Tabellen und Checklisten, wo das die Lesbarkeit erhoeht.
- Anschreiben-, Antrags- oder Klageschriftsatz-Geruest, wenn die Aufgabe das verlangt.
- Quellenliste mit Gericht, Datum, Aktenzeichen, frei prüfbarem Link.
<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->
> **Ausformulierungspflicht und Formatstandard.** Das Endprodukt wird in **vollständigen, ausformulierten Sätzen** geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie `[Name der Mandantin]` werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.
>
> **Schriftbild:** Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist **Times New Roman 11 pt** als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
>
> **Nummerierung:** Gliederung ausschließlich dezimal (`1`, `1.1`, `1.1.1` und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->
## Was dieser Arbeitsgang nicht macht
- Kein Ersatz für eine vollstaendige Mandantenberatung.
- Keine Festlegung des Mandanten ohne dessen ausdrueckliche Entscheidung.
- Keine Bewertung von Tatsachen, die nicht durch Unterlagen oder klare Mandantenangaben gedeckt sind.
- Bei erkennbaren Interessenkonflikten oder Berufsrechtsfragen Hinweis an den fallfuehrenden Anwalt.