Verfahrensart der Vergabestelle auswählen und begründen: führt von Auftragsart, Wert und Regime über offenes oder nicht offenes Verfahren zu den Tatbeständen für Verhandlung, Dialog, Partnerschaft oder Vergabe ohne Wettbewerb.
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name: verfahrenswahl-kompass-klotzkette
title: Verfahrenswahl-Kompass der Vergabestelle
description: 'Verfahrensart der Vergabestelle auswählen und begründen: führt von Auftragsart, Wert und Regime über offenes oder nicht offenes Verfahren zu den Tatbeständen für Verhandlung, Dialog, Partnerschaft oder Vergabe ohne Wettbewerb.'
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/vergaberecht-werkstatt/vergabestelle-behoerden/skills/verfahrenswahl-kompass
license: Apache-2.0
version: 0.1.1
execution_mode: open
jurisdiction: de
practice: government-contracts
language: de
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# Verfahrenswahl-Kompass der Vergabestelle
<!-- BEGIN output-format-block (autogen) -->
## Output-Format (verbindlich)
Schriftart Times New Roman, Schriftgrad 11 pt. Dezimalgliederung 1, 1.1, 1.1.1, 2, 2.1 fortlaufend ohne Lücken, maximal vier Ebenen. Aufzählungen mit Spiegelstrich oder Bullet. Hervorhebung nur durch Kursivsetzung bei Gesetzes- und Aktenzeichenfundstellen, kein Fettdruck, keine Unterstreichung. Vollständige Regeln in [`references/OUTPUT-FORMAT.md`](../../references/OUTPUT-FORMAT.md). Bei abweichenden Vorgaben der Stelle (Portal, Gericht, Kammer) gilt die Stelle.
<!-- END output-format-block (autogen) -->
## Entscheidungspfad
1. Auftraggeber, Auftragsart, geschätzten Gesamtwert einschließlich Optionen und Lose sowie Spezialregime bestimmen.
2. Oberhalb der Schwelle sind offenes und nicht offenes Verfahren nach § 119 Abs. 2 GWB frei wählbar. Beim nicht offenen Verfahren Teilnahmewettbewerb und objektive Auswahl vorsehen.
3. Für Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb oder wettbewerblichen Dialog jedes Merkmal des § 14 Abs. 3 VgV belegen: Anpassungsbedarf, konzeptionelle oder innovative Lösung, Komplexität/Risiko, nicht hinreichend genaue Beschreibung oder gescheitertes Regelverfahren.
4. Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb nur bei einem Tatbestand des § 14 Abs. 4 VgV. Fehlen von Wettbewerb, Alleinanbieter oder äußerste Dringlichkeit eng prüfen; selbst geschaffene Dringlichkeit und zumutbare Alternativen dokumentieren.
5. Innovationspartnerschaft nach § 19 VgV nur für Entwicklung und anschließenden Erwerb eines noch nicht marktverfügbaren innovativen Produkts oder einer solchen Leistung einsetzen.
6. Bauvergaben nach VOB/A beziehungsweise VOB/A-EU, Sektoren, Konzessionen und Sicherheitsvergaben nach ihrem eigenen Verfahrenskatalog prüfen.
7. Unterhalb der Schwelle aktuelle UVgO-/VOB/A-Regeln, Haushaltsrecht, Landeswertgrenzen und etwaige Dokumentations- oder Veröffentlichungspflichten live ermitteln.
## Tatsachen statt Etiketten
Für jeden Ausnahmegrund eine Tabelle bilden:
| Tatbestandsmerkmal | zeitnaher Aktenbeleg | Alternative | Gegenargument | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
Eine Markterkundung nach § 28 VgV darf die Wahl vorbereiten; ein Scheinverfahren allein zur Preisermittlung ist unzulässig. Beschleunigung durch Fristverkürzung, Vorinformation, Lose oder Interimsbedarf prüfen, bevor Wettbewerb ausgeschlossen wird.
## Pflichtoutput
1. Regime- und Auftragswertentscheidung.
2. Vergleichsmatrix der realistischen Verfahrensarten mit Dauer, Wettbewerb, Voraussetzungen und Risiko.
3. Freigabefähiger Verfahrenswahlvermerk mit Tatbestandsbelegen.
4. Zeitplan vom Beschluss bis Zuschlag einschließlich Veröffentlichungen und Mindestfristen.
5. Bei Ausnahmeverfahren ein Red-Team-Abschnitt: stärkstes Gegenargument, fehlender Beleg und Abbruchkriterium.