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[](https://www.skillsdirectory.com/skills/thomasmoreai-servituten-und-dienstbarkeiten)
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name: servituten-und-dienstbarkeiten
title: Servituten Und Dienstbarkeiten
description: 'Für Servituten und Dienstbarkeiten: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.'
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/roemisches-recht/skills/servituten-und-dienstbarkeiten
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: general
practice: general
language: de
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# Servituten Und Dienstbarkeiten
## Quellenanker
- **D. 8.1.1 (Marcian)** — servitutes: aut personarum aut rerum
- **D. 8.2.1 (Paulus)** — Prädialservituten setzen Nachbarschaft der Grundstücke voraus (vicinitas)
- **D. 8.1.8 pr.** — servitus in faciendo consistere nequit — keine Dienstbarkeit auf positives Tun
- **D. 7.1.1 (Paulus)** — usus fructus: ius alienis rebus utendi fruendi salva rerum substantia
## Kernregeln
Servituten teilen sich in Prädialservituten (Wege-, Wasser-, Licht-Rechte zugunsten des jeweils herrschenden Grundstücks; Grundsätze: vicinitas, perpetua causa, servitus servitutis esse non potest) und Personalservituten (ususfructus, usus, habitatio — höchstpersönlich, endend mit dem Tod). Eiserne Regel: Eine Servitut kann nie auf ein Tun gerichtet sein, nur auf Dulden oder Unterlassen (Ausnahme: servitus oneris ferendi mit Unterhaltspflicht der Mauer).
## Moderne Parallele
BGB übernimmt die Zweiteilung fast wörtlich: Grunddienstbarkeiten §§ 1018 ff. BGB (mit demselben Dulden/Unterlassen-Grundsatz), Nießbrauch §§ 1030 ff. BGB (salva substantia in § 1036 II), beschränkte persönliche Dienstbarkeiten §§ 1090 ff. BGB.
## Typische Fehler
Nicht 'Dienstbarkeit auf Leistung' konstruieren — das verstößt gegen D. 8.1.8 pr. wie gegen § 1018 BGB gleichermaßen. Typenzwang des Sachenrechts beachten.
## Arbeitsweise
1. Quellen zuerst: einschlägige Stellen (Gaius, Digesten, Codex) mit Inskription benennen; Rekonstruktionsgrad und Interpolationsverdacht offenlegen.
2. Epochen trennen: vorklassisch — klassisch — justinianisch — Rezeption; nichts rückprojizieren.
3. Funktional vergleichen: erst die römische Funktion, dann die heutige Norm mit gleicher Aufgabe; Unterschiede ausdrücklich benennen.
4. Für Klausur/Lehre: Institutionensystem (personae — res — actiones) als Gliederungsraster nutzen; lateinische Begriffe beim ersten Auftreten übersetzen.