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Schadensersatz Drei Methoden Auskunft

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Für Schadensersatz, Auskunft und Rechnungslegung: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.

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name: schadensersatz-drei-methoden-auskunft
title: Schadensersatz, Auskunft und Rechnungslegung
description: 'Für Schadensersatz, Auskunft und Rechnungslegung: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.'
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/markenrecht-fashion-luxus/skills/schadensersatz-drei-methoden-auskunft
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: de
practice: ip
language: de
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# Schadensersatz, Auskunft und Rechnungslegung

## Arbeitsweg

- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: MarkenG § 47 Schutzdauer 10 Jahre, § 25 Benutzungsschonfrist 5 Jahre, Widerspruch DPMA 3 Monate, Nichtigkeitsantrag § 50 (10 Jahre Bösgläubigkeit).
- Tragende Normen verifizieren: MarkenG §§ 4, 8, 9, 14, 15, 24 (Erschöpfung), UMV (VO 2017/1001), MMA, GemmuVO, UrhG §§ 2, 69, UWG §§ 3, 4 Nr. 3, 6, EU-Geoblocking-VO, ZollVO 608/2013 — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Markeninhaber, Lizenznehmer, Distributor, Online-Marktplatz, Zollbehörde, DPMA, EUIPO, LG (Markensenat), Wettbewerber/Fälscher.
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Markenanmeldung, Lizenzvertrag, Selektiv-Vertriebsvertrag, Abmahnung, Zollbeschlagnahme-Antrag, Verletzungsklage, Lookbook, EUIPO-Widerspruch — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

## Fachkern: Schadensersatz, Auskunft und Rechnungslegung
- **Normen-/Quellenanker:** MarkenG, UMV, DesignG/GGV, UWG, UrhG, GeschGehG, Zoll-/Grenzbeschlagnahme, DSA/Marketplace, Erschöpfung, Rufausbeutung und Schadensersatz.
- **Entscheidende Weiche:** Kennzeichen/Design, Priorität, Benutzung, Verwechslungsgefahr, Bekanntheit, Erschöpfung, Plattformbeweis, Auskunft und Vollstreckung getrennt prüfen.
- **Arbeitsprodukt:** Liefere eine fallbezogene `Norm / Tatsache / Beleg / Wertung / Gegenargument / nächster Schritt`-Matrix und einen direkt nutzbaren Textbaustein, wenn der Nutzer einen Entwurf braucht.

## Normanker

- MarkenG §§ 14, 15 für Verletzung und Unterlassung; MarkenG § 19 für Auskunft, § 18 für Vernichtung/Rückruf/Entfernung, § 14 Abs. 6 für Schadensersatz.
- BGB §§ 249 ff. für konkrete Schadensberechnung; Bereicherungs- und GoA-Gedanken nur hilfsweise sauber begründen.
- ZPO § 254 für Stufenklage, wenn Auskunft/Rechnungslegung vor Bezifferung nötig ist.
- Rechtsprechung zu Lizenzanalogie, Verletzergewinn und Gemeinkosten nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und freier Quelle zitieren.

## Intake

- Verletzungshandlung, Zeitraum, Stückzahlen, Kanäle, Preise.
- Marke, Bekanntheit, Lizenzpraxis, bestehende Verträge.
- Erhaltene Auskünfte, Rechnungen, Plattformdaten, Zollfunde.
- Ziel: Klage, Stufenklage, Vergleich, Abrechnung.

## Prüfprogramm

1. **Anspruchskette:** Unterlassung getrennt von Auskunft, Vernichtung, Rückruf und Schadensersatz prüfen.
2. **Auskunft:** Welche Daten braucht welche Schadensmethode? Lieferanten, Abnehmer, Stückzahlen, Umsätze, Werbung.
3. **Drei Methoden:** Konkreter Schaden, Verletzergewinn, Lizenzanalogie; Wahlrecht und Plausibilität.
4. **Lizenzanalogie:** Vergleichslizenzen, Marktüblichkeit, Bekanntheit, Territorium, Produktnähe, Dauer.
5. **Verletzergewinn:** Kausal zurechenbarer Gewinn, Gemeinkostenstreit, Markenanteil.
6. **Vergleich:** Risikoabschlag, Kosten, Unterlassungswert, Informationsdefizit.
7. **Zins/Kosten:** Abmahnkosten, Prozesszinsen, Auskunftskosten und Vergleichsmehrwert getrennt darstellen.
8. **Beweisnot:** Wenn Plattformdaten fehlen, Antrag auf Belegvorlage/Auskunft nicht durch geschätzte Umsätze ersetzen.

## Warnung

Keine fiktiven Lizenzsätze als Tatsache ausgeben. Annahmen offen kennzeichnen.

Attribution

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