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Rdg Pruefung Chatbot

ASecurity

Workflow-Skill zu rdg pruefung chatbot. Nutzt Normtext, Nutzerangaben und verifizierte Quellen; Rechtsprechung nur nach Live-Pruefung mit Gericht, Datum und Aktenzeichen.

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ai-agentsgit

Security analysis

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Scanned June 8, 2026

npx -y skills add ThomasMoreAI/legal-skills-open --skill rdg-pruefung-chatbot --agent claude-code

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name: rdg-pruefung-chatbot
title: RDG-Prüfung Chatbot
description: Workflow-Skill zu rdg pruefung chatbot. Nutzt Normtext, Nutzerangaben und verifizierte Quellen; Rechtsprechung nur nach Live-Pruefung mit Gericht, Datum und Aktenzeichen.
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/ki-richtlinie-kanzleien/skills/rdg-pruefung-chatbot
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: de
practice: regulatory
language: de
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# RDG-Prüfung Chatbot

Die Frage, ob ein KI-Chatbot "Rechtsdienstleistungen" im Sinne des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG) erbringt, ist für Kanzleien in mehrfacher Hinsicht relevant: für die eigene Nutzung durch anwaltliche und nicht-anwaltliche Mitarbeitende sowie für die Beratung von Mandanten, die KI-gestützte Rechtsservices anbieten oder nutzen.

## Rechtlicher Hintergrund

Rechtsprechung live prüfen: Keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über amtliche oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.

## Vorgehen

1. **Nutzerperspektive bestimmen**: Wer nutzt den Chatbot — ein Anwalt als Werkzeug oder ein Laie als Rechtsberater?
2. **Einzelfall-Bezug prüfen**: Liegt ein konkreter fremder Rechtsfall vor, der einer rechtlichen Einzelfallprüfung unterzogen wird? Allgemeine Rechtsinformationen (§ 2 Abs. 3 Nr. 2 RDG) und Schreibhilfen sind keine Rechtsdienstleistung.
3. **Anwaltliche Nutzung**: Ein Rechtsanwalt, der einen Chatbot als Werkzeug zur Erstellung eigener Schriftsätze nutzt und das Ergebnis eigenverantwortlich prüft und freigibt, erbringt selbst die Rechtsdienstleistung — nicht der Chatbot.
4. **Nicht-anwaltliche Nutzung**: Gibt ein nicht-anwaltlicher Mitarbeiter KI-Output ungeprüft als Rechtsberatung weiter, kann ein RDG-Verstoß vorliegen — sowohl durch den Mitarbeiter als auch ggf. durch den Chatbot-Anbieter.
5. **Disclaimer-Wirkung**: Selbst wenn ein Chatbot-Anbieter erklärt, keine Rechtsberatung zu erbringen, ist dies bei objektiver Betrachtung möglicherweise unbeachtlich — auf die tatsächliche Funktion kommt es an.
6. **Mandantenberatung**: Mandanten, die eigene KI-gestützte Rechtsservices entwickeln oder anbieten wollen, sind auf die RDG-Anforderungen und die BGH-Rechtsprechung hinzuweisen.

## Vorlagentext / Bausteine

**Baustein RDG-Abgrenzung für Mitarbeitende:**
Mitarbeitende ohne Rechtsanwaltszulassung dürfen KI-generierten Output zu rechtlichen Fragen nicht als Rechtsberatung an Mandanten oder sonstige Dritte weitergeben. Die unkritische Weitergabe von KI-generierten Rechtsaussagen an Dritte ohne anwaltliche Prüfung und Freigabe kann als unerlaubte Rechtsdienstleistung nach § 3 RDG qualifizieren. Dies gilt ungeachtet etwaiger Disclaimer des KI-Anbieters.

**Baustein RDG-Konformität bei anwaltlicher Nutzung:**
Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, die KI-Systeme als Hilfsmittel zur Erstellung von Schriftsätzen, Gutachten oder Beratungsschreiben nutzen und das Ergebnis eigenverantwortlich prüfen und freigeben, verstoßen nicht gegen das RDG. Die Rechtsdienstleistung erbringt in diesem Fall der Anwalt — der Chatbot ist lediglich ein unterstützendes Werkzeug.

Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Rechtsprechung live prüfen: Keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über amtliche oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.

## Hinweise zur Aktualisierung

Die Rechtsprechung zum RDG im Kontext von KI-Systemen ist noch im Entstehen. Nach neuen BGH-Entscheidungen oder Entscheidungen der Oberlandesgerichte zur Qualifikation von KI-Diensten als Rechtsdienstleistung ist dieser Baustein zu aktualisieren. Auch Gesetzgebungsvorhaben zur Anpassung des RDG an die KI-Realität sind zu beobachten.

## Aktuelle Rechtsprechung (v14.2)
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.

## Zentrale Normen (Paragrafenkette)
- § 2 RDG — Rechtsdienstleistung (Begriff)
- § 3 RDG — Erlaubte Rechtsdienstleistungen (nur Anwaelte, bestimmte Ausnahmen)
- § 5 RDG — Erlaubte Nebenleistungen
- Art. 50 Abs. 1 KI-VO — Chatbot-Offenlegungspflicht
- § 43 BRAO — Sorgfaltspflicht bei KI-gestuetzter Rechtsberatung

## Triage zu Beginn
1. Gibt der Chatbot rechtliche Einschatzungen oder nur allgemeine Informationen?
2. Basiert die Chatbot-Antwort auf dem konkreten Einzelfall des Nutzers — Subsumtion?
3. Ist ein Rechtsanwalt als Verantwortlicher fuer die Chatbot-Antworten benannt?
4. Wird der Chatbot-Charakter nach Art. 50 Abs. 1 KI-VO offengelegt?
5. Gibt es einen Hinweis, dass der Chatbot keine anwaltliche Beratung ersetzt?

## Output-Template — RDG-Pruefprotokoll Chatbot
**Adressat:** Kanzlei / Compliance — Tonfall: rechtlich, praezise
```
RDG-PRUEFPROTOKOLL — CHATBOT
[DATUM] — Chatbot: [NAME] — Anwendungsfall: [BESCHREIBUNG]

§ 2 RDG — Rechtsdienstleistung:
Chatbot-Funktion: [INFORMATIONSERTEILUNG / SUBSUMTION EINZELFALL / BERATUNG]
Rechtliche Einschaetzung im Einzelfall: [JA — RDG-Pruefung erforderlich / NEIN]
RDG-Risiko: [KEIN / NIEDRIG / HOCH]

Falls RDG anwendbar — Erlaubnisgrundlage:
☑/☐ § 3 RDG: Anwalt als Betreiber/Verantwortlicher
☑/☐ § 5 RDG: Nebenleistung zu erlaubter Hauptleistung
☑/☐ NEIN — Einsatz als Rechtsdienstleistung unzulaessig

Art. 50 Abs. 1 KI-VO — Chatbot-Offenlegung:
☑/☐ Nutzer wird informiert, dass er mit KI-System interagiert

Disclaimer vorhanden: [JA: TEXT / NEIN — NACHRUESTEERFORDERLICH]

Ergebnis: [ZULASSIG / BEDINGT ZULASSIG / UNZULAESSIG]
Auflagen: [BESCHREIBUNG]
Geprueft von: [NAME RA/RAin], [DATUM]
```

Attribution

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