Skip to content
Back to skills

Mittelstand Ma Aktenanlage

ASecurity

Kanzlei eroeffnet neue Deal-Akte für M&A-Mandat: Aktenzeichen Parteienregister Ordnerstruktur Datenraumspiegel Vertraulichkeitsstufen Closing-Bible-Grundgeruest. Normen BRAO §§ 43 50 Aktenaufbewahrungspflicht DSGVO. Prüfraster Vollständigkeit Akte Vertraulichkeitseinstufung Zugriffskontrolle. Output Aktenstruktur-Template Aktenzeichen-Schema Zugriffsmatrix. Abgrenzung zu matter-file (Workspace) und mittelstand-ma-tabellenreview (Daten).

  • 16 stars
  • 0 votes
  • 0 copies
  • 1 view
  • Added June 7, 2026
ai-agentsgogitapi

Works with

  • api

Security analysis

A100/100

Scanned June 7, 2026

npx -y skills add ThomasMoreAI/legal-skills-open --skill mittelstand-ma-aktenanlage --agent claude-code

Installs into .claude/skills of the current project.

Are you the author of Mittelstand Ma Aktenanlage?

Add the live security badge to your README. It updates with every re-scan.

Security grade badge for Mittelstand Ma Aktenanlage
[![Security: A — Skills Directory](https://www.skillsdirectory.com/api/skills/thomasmoreai-mittelstand-ma-aktenanlage/badge)](https://www.skillsdirectory.com/skills/thomasmoreai-mittelstand-ma-aktenanlage)

More formats (shields.io, HTML) on the badges page. Keep it an A: scan every change in CI with Pro.

Download with Pro
SKILL.md
---
name: mittelstand-ma-aktenanlage
title: Freistehende M&A-Aktenanlage (Mittelstand)
description: 'Kanzlei eroeffnet neue Deal-Akte für M&A-Mandat: Aktenzeichen Parteienregister Ordnerstruktur Datenraumspiegel Vertraulichkeitsstufen Closing-Bible-Grundgeruest. Normen BRAO §§ 43 50 Aktenaufbewahrungspflicht DSGVO. Prüfraster Vollständigkeit Akte Vertraulichkeitseinstufung Zugriffskontrolle. Output Aktenstruktur-Template Aktenzeichen-Schema Zugriffsmatrix. Abgrenzung zu matter-file (Workspace) und mittelstand-ma-tabellenreview (Daten).'
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/mittelstand-corporate-ma/skills/mittelstand-ma-aktenanlage
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: de
practice: corporate
language: de
---

# Freistehende M&A-Aktenanlage (Mittelstand)

## Kernsachverhalt

Im Mittelstands-M&A sind die Transaktionen häufig vom Gesellschafter-Geschäftsführer geprägt: Familienunternehmen, Nachfolgelösungen, Gesellschafterwechsel, Management-Buy-out oder -in (MBO/MBI) und strategische Zukäufe mittelständischer Käufer. Die Aktenanlage muss diese besonderen Strukturmerkmale abbilden — fehlende externe DD-Teams, begrenzte Ressourcen auf Verkäuferseite, häufig keine W&I-Versicherung und oft kürzere Zeitpläne. Dennoch gelten dieselben Dokumentationspflichten des Anwalts (§ 50 BRAO, GwG) und dieselben berufsrechtlichen Sorgfaltspflichten. Der Skill strukturiert die Mittelstands-Transaktion von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Closing Bible, angepasst an schlanke Prozesse ohne Großkanzlei-Infrastruktur.

## Kaltstart-Rückfragen

1. Wer ist der Mandant — Verkäufer (Gesellschafter, Gesellschafter-GF), Käufer (strategisch, MBO/MBI), Finanzierungspartner?
2. Handelt es sich um eine Unternehmensnachfolge? Gibt es familiäre oder erbrechtliche Aspekte (Testament, vorweggenommene Erbfolge, Pflichtteil)?
3. Wie lautet der vorläufige Deal-Code? Welche Zielgesellschaft — GmbH, GmbH & Co. KG, Einzelkaufmann (e.K.)?
4. Welche Deadline ist realistisch — häufig 3–6 Monate im Mittelstand statt 12–18 Monate in Large-Cap?
5. Gibt es existierende Gesellschafterverträge, Stimmbindungsverträge, Erbverträge oder Testamente, die die Transaktion beeinflussen?
6. Ist eine externe Finanzierung (Hausbank, KfW, Beteiligungsgesellschaft) vorgesehen?
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)

## Rechtsgrundlagen

### Relevante Normen

| Norm / Regel | Regelungsinhalt |
|---|---|
| § 50 BRAO | Pflicht zur Führung einer geordneten Handaktenführung; Aufbewahrungspflicht 5 Jahre |
| §§ 5, 6 GwG | Sorgfaltspflichten bei Mandatsannahme; KYC; Identifizierung des wirtschaftlich Berechtigten |
| § 40 GmbHG | Gesellschafterliste; aktuelle Version zwingend für Anteilsübertragung |
| § 15 GmbHG | Form der Anteilsübertragung: notarielle Beurkundung erforderlich |
| §§ 2032 ff. BGB | Erbengemeinschaft: gemeinschaftliche Verwaltung; Einzelner kann Anteil nicht allein übertragen |
| § 29 GmbHG | Gesellschafterbeschluss zur Veräußerung von Gesellschaftsanteilen; ggf. Zustimmungspflicht |
| § 43 GmbHG | Geschäftsführerhaftung; Handlungspflichten bei Transaktionen |
| §§ 1 ff. GmbHG, AktG | Gesellschaftsform-spezifische Regelungen |

### Leitentscheidungen

| Gericht | Az. | Datum | Leitsatz (kurz) |
|---|---|---|---|
| Rechtsprechung live prüfen | Live-Verifikation erforderlich | - | keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und Aussage protokollieren |

## Prüfschema / Anlage-Checkliste (Mittelstand-angepasst)


**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.

| Schritt | Prüfungspunkt | Inhalt | Status |
|---|---|---|---|
| 1 | KYC / Mandatsannahme | GwG-Identifikation; bei Familienunternehmen: wirtschaftlich Berechtigte (>25 %) identifizieren; Erbengemeinschaft prüfen | TODO / OK |
| 2 | Matter Opening Card | Deal-Code, Aktenzeichen, Mandant, Zielgesellschaft, Gegenseite, Vertraulichkeit, Deadline | Angelegt |
| 3 | Gesellschaftsrechtliche Grundstruktur | HRB/HRA, Gesellschafterliste (§ 40 GmbHG), Satzung, Gesellschaftervereinbarungen | Struktur klar |
| 4 | Nachfolgerechtliche Dimension | Testament, Erbvertrag, vorweggenommene Erbfolge, Pflichtteilsrechte; ggf. Steuerberater für Schenkungssteuer | Erbrecht geprüft |
| 5 | Zustimmungspflichten | Gesellschaftsvertrag: Zustimmung der Gesellschafterversammlung erforderlich? Vinkulierung? | Zustimmung gesichert |
| 6 | Ordnerstruktur anlegen | 00_Admin bis 90_Archive; angepasst an Mittelstand: ggf. ohne separate Regulatory/PMI-Folder | Struktur angelegt |
| 7 | Datenraumspiegel (ggf. vereinfacht) | Mittelstand nutzt oft USB-Stick, Dropbox, SharePoint — Dokumentation des Übergabemodus | Spiegel/Nachweis |
| 8 | Finanzierungsstruktur | Hausbank-Finanzierung, KfW-Förderung, Beteiligungsgesellschaft; Letter of Intent Bank vorhanden? | Finanzierung klar |
| 9 | Notar-Termin vormerken | § 15 GmbHG: notarielle Beurkundung; Notar frühzeitig kontaktieren; Wartezeiten einplanen | Notar-Termin |
| 10 | Fristen-Kalender | LOI, DD-Phase, Signing, Closing, Behördenfrist (bei Fusionskontrolle), Long-Stop-Date | Kalender angelegt |
| 11 | Closing-Bible-Index | SPA, Abtretungsurkunde, Gesellschafterliste (neu), Freigaben, Zahlungsnachweis | Index vorbereitet |
| 12 | Vertraulichkeitsregeln | NDA oder konkludente Vertraulichkeit; Datenschutz (DSGVO) für Mitarbeiterdaten | Regeln dokumentiert |
| 13 | Steuerberater einbinden | Unternehmensbewertung, steuerliche Strukturierung (§ 8b KStG, Schenkungsteuer, § 6b EStG) | Berater-Loop |
| 14 | Signing-Vorbereitung | Unterschriftenliste, Vollmachten, notarielle Formvorschriften; Clearing erforderlicher Zustimmungen | Signing-Plan |
| 15 | Archivierung | § 50 BRAO: 5 Jahre; DSGVO-konforme Archivierung; Originalurkunden beim Notar | Archivplan |

## Mittelstand-spezifische Besonderheiten

| Thema | Mittelstand | Großkanzlei |
|---|---|---|
| Datenraum | Oft USB-Stick, SharePoint, Dropbox — Protokoll anlegen | Professionelle VDR-Plattform (Intralinks, Datasite) |
| W&I-Versicherung | Selten; stattdessen höherer Garantiekatalog im SPA | Standard bei > EUR 10 Mio. Transaktionsvolumen |
| DD-Team | Oft nur 1–2 Anwälte + Steuerberater | Multi-Workstream, viele Berater |
| Zeitplan | 3–6 Monate | 6–18 Monate |
| Nachfolgerecht | Häufig relevant (Erbrecht, Testament, Familienstrategie) | Selten relevant |
| Kaufpreisfinanzierung | Hausbank + KfW + Eigenkapital Käufer | Leveraged Finance, PE-Strukturen |
| Fusionskontrolle | Selten (Umsatzschwellen oft unterschritten) | Häufig GWB/EU-FKVO |

## Beweislast / Dokumentationspflichten

| Anforderung | Norm | Konsequenz |
|---|---|---|
| Handaktenführung | § 50 BRAO | Beweislastumkehr im Regressfall |
| GwG-Identifikation | §§ 5, 6 GwG | Bußgeld; Meldepflicht |
| Notarielle Form | § 15 GmbHG | Nichtigkeit der Abtretung bei Formverstoß |
| Zustimmungspflicht | Gesellschaftsvertrag | Schwebende Unwirksamkeit; Anfechtbarkeit |

## Fristen und Aufbewahrung

| Fristtyp | Dauer | Norm |
|---|---|---|
| Handaktenaufbewahrung | 5 Jahre nach Mandatsabschluss | § 50 Abs. 2 BRAO |
| GwG-Aufbewahrung | 5 Jahre | § 8 GwG |
| Notarielle Urkunden | 30 Jahre beim Notar | § 51 BNotO |
| DSGVO-Aufbewahrung | So lange wie nötig; Löschung nach Zweckfortfall | Art. 5 DSGVO |

## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)

Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.

| Konstellation | Empfohlener Weg |
|---|---|
| Standard — M-and-A-Akte fuer Mittelstand anlegen | Aktenanlage nach Checkliste; Dokumentenvorlage unten |
| Variante A — Sehr kleines Unternehmen KMU einfache Akte | Vereinfachte Akte ohne alle Unterordner |
| Variante B — Familienunternehmen besondere Vertraulichkeit | Strikte Zugangskontrolle; separate Vertraulichkeits-Akte |
| Variante C — Mehrere parallele Interessenten parallel-Track | Parallel-Track-Aktenstruktur; Datenraum koordinieren |

Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.


## Schriftsatzbausteine

### Baustein 1 — Matter Opening Card (Mittelstand)

```
MATTER OPENING CARD — VERTRAULICH

Deal-Code: [PROJEKT-NACHFOLGE]
Aktenzeichen: [Kanzlei-AZ]
Datum: [TT.MM.JJJJ]

PARTEIEN
Mandant: [Name, Adresse] — Rolle: [Verkäufer / Käufer]
Zielgesellschaft: [Name, Sitz, HRB, Gesellschaftsform]
Gegenseite: [Name] — vertreten durch [Kanzlei / Steuerberater]

GESELLSCHAFTSRECHTLICHE DATEN
Gesellschafterliste: [Datum, Anlage]
Satzung: [Datum, Version]
Gesellschaftervereinbarungen: [Ja / Nein / TODO prüfen]
Vinkulierung: [Ja / Nein]

NACHFOLGE / ERBRECHT
Testament / Erbvertrag vorhanden: [Ja / Nein / TODO]
Vorweggenommene Erbfolge: [Ja / Nein]
Pflichtteilsberechtigte: [Namen / TODO]

FRISTEN
LOI-Unterzeichnung: [Datum]
Notar-Termin: [Datum]
Signing: [Datum]
Closing: [Datum]
Long-Stop-Date: [Datum]

BERATER
Notar: [Name, Ort]
Steuerberater: [Name]
Hausbank: [Name]

NÄCHSTE AKTION: [Beschreibung] — Owner: [Name] — bis: [Datum]
```

### Baustein 2 — Vereinfachtes Datenraum-Übergabeprotokoll

```
DATENRAUM-ÜBERGABEPROTOKOLL — Projekt [Deal-Code]
Stand: [Datum]

Übergabemodus: [USB-Stick / SharePoint / Dropbox / anderes]
Übergabe durch: [Name, Datum]
Empfang bestätigt durch: [Name, Datum]

ENTHALTENE DOKUMENTE (Inventar)
1. Jahresabschlüsse [Jahr1], [Jahr2], [Jahr3] — Vollständig: [Ja / Nein]
2. Gesellschafterliste (§ 40 GmbHG) — Datum: [Datum]
3. Gesellschaftsvertrag — Version: [Datum]
4. Arbeitsverträge Top-Management — Anzahl: [X]
5. Wesentliche Kundenverträge — Anzahl: [X]
6. Grundbuchauszüge — Anzahl: [X]

DATENLÜCKEN (TODO)
- Steuerbescheid [Jahr] fehlt → TODO [Owner] bis [Datum]
- Pensionsgutachten nicht übergeben → TODO [Owner] bis [Datum]

VERTRAULICHKEITSVERMERK: Alle übermittelten Unterlagen unterliegen dem
Vertraulichkeitsvertrag vom [Datum] (Anlage [X]).
```

--- vor Versand klaeren ---
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Durchsetzung des Anspruchs / Vergleich / Reputationsschutz / schnelle Loesung]
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestforderung / Zeitrahmen / Formerfordernis]
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgesprach / Einigung vor Fristablauf]

Schlussabsatz Variante A (kooperativ):
Wir regen eine guetliche Einigung an und stehen fuer ein klaerenden Gesprach zur Verfuegung. Eine einvernehmliche Loesung erspart beiden Seiten Zeit und Kosten.

Schlussabsatz Variante B (formal-streng):
Eine aussergerichtliche Einigung kommt nur in Betracht wenn die Gegenseite innerhalb von [X] Tagen einen akzeptablen Vorschlag unterbreitet. Anderenfalls werden wir alle rechtlichen Schritte einleiten.


## Strategische Empfehlung

| Akteur | Empfehlung |
|---|---|
| Anwalt (Mittelstand) | Gesellschaftsrechtliche Grundstruktur am Tag 1 prüfen; Vinkulierung und Zustimmungspflichten sofort klären; Nachfolgerecht frühzeitig einbeziehen |
| Käufer | Finanzierungsbestätigung vor DD-Phase einholen; KfW-Förderantrag frühzeitig prüfen; Eigenkapitalnachweis vorlegen |
| Verkäufer | Jahresabschlüsse mindestens 3 Jahre vorlegen; Gesellschafterliste aktualisieren (§ 40 GmbHG); Testament / Erbrecht klären |

## Anschluss-Skills

- `mittelstand-ma-tabellenreview` — Review-Matrix aufbauen
- `mittelstand-ma-liquiditaetsvorschau` — Liquiditätsanalyse starten
- `mittelstand-ma-insolvenzreife` — Insolvenzreife prüfen
- `mittelstand-ma-erechnung-gobd` — Abrechnung vorbereiten

## Quellen

- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
- § 50 BRAO; §§ 5, 6, 8 GwG; §§ 15, 40 GmbHG; §§ 2032 ff. BGB; Art. 5 DSGVO

## Ergaenzende Rechtsprechung (v14.2)

- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.

Attribution

Is this your skill, or is something wrong with this listing? Request removal or report an issue. Author removals are honored within 72 hours.

Comments

Loading comments…