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[](https://www.skillsdirectory.com/skills/thomasmoreai-leasing-in-sanierungsgutachten)
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name: leasing-in-sanierungsgutachten
title: Leasing im Sanierungsgutachten (IDW S6)
description: 'Für Leasing im Sanierungsgutachten (IDW S6): ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.'
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/leasingrecht-praxis/skills/leasing-in-sanierungsgutachten
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: de
practice: finance
language: de
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# Leasing im Sanierungsgutachten (IDW S6)
## Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: die im Plugin-Kontext einschlägigen Normen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, eur-lex.europa.eu und die amtlichen Bundes-/Landesportale live prüfen — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
## IDW S6: Grundstruktur des Sanierungsgutachtens
IDW S6 (Stand 2018) gliedert das Sanierungsgutachten in:
1. Auftragsumfang und Grundlagen
2. Beschreibung des Unternehmens
3. Analyse der Unternehmenskrise (Ursachen)
4. Leitbild des sanierten Unternehmens
5. Maßnahmenplan
6. Integrierter Sanierungsplan (GuV, Bilanz, Cashflow)
7. Fortführungsprognose
## Leasingverhältnisse in der Krisenanalyse
### Leasingkosten als Krisenursache
- Zu hohe Leasingverpflichtungen für Anlagegüter: Fixkostenblock in Krise
- Operating-Lease-Kosten (bei HGB-Bilanzierer): Nicht in Bilanz, aber in GuV
- IFRS 16 bilanzierende Unternehmen: Leasingverbindlichkeiten sichtbar in Bilanz
### Identifikation der Leasingverhältnisse
- Vollständige Liste aller Leasingverträge (Anlage zum Gutachten)
- Je Vertrag: Objekt, LG, Laufzeit, Rate, Restwert, Eigentümer
- Off-Balance-Verpflichtungen: Im Anhang des Jahresabschlusses (§ 285 Nr. 3a HGB)?
## Leasingkostenanalyse im Sanierungsplan
### Marktpreisvergleich
- Sind die aktuellen Leasingraten marktüblich?
- Wenn zu hoch (z.B. in Boomzeiten abgeschlossen): Neuverhandlung möglich?
### Kündbarkeit und Exit-Optionen
- Vorzeitige Kündigung: Schadensersatz nach BGH, Urteil vom 14.03.2007 - VIII ZR 68/06 (Abzinsungspflicht)
- Sale-and-Lease-Back: Rückgabe und Neuleasing zu günstigeren Konditionen?
- Rückgabe nicht mehr benötigter Anlagegüter: Fristige Kündigung bei Änderung des Leasinggegenstands
### IFRS-16-Effekte
- Leasingverbindlichkeit als Schuld: Zählmetriken für Kreditgeber (Debt/EBITDA)
- Restrukturierungsmaßnahme: Vorzeitige Kündigung → Entschuldung (aber Schadensersatz)
## Fortführungsprognose: Leasingverpflichtungen
### Cashflow-Projektion
- Leasingraten im Plan-Cashflow erfassen
- Endfällige Zahlungen (Restwert) besonders kritisch: Fälligkeitsprofil prüfen
### Sanierungsmaßnahmen mit Leasingbezug
1. Kündigung von Verträgen für nicht mehr benötigte Objekte
2. Ratenreduktion durch Verlängerung der Laufzeit
3. Sale-and-Lease-Back für neue Liquidität
4. Stundungsvereinbarungen mit LG
### Integrierter Plan
- GuV: Leasingaufwand (HGB) oder Zins + AfA (IFRS 16)
- Bilanz: IFRS 16 – RoU und Verbindlichkeiten
- Cashflow: Leasingzahlungen als Operating-/Financing-Cashflow
## Regulatorische Pflichten
### § 285 Nr. 3a HGB: Anhangspflicht
Außerbilanzielle Verpflichtungen (incl. Operating-Leasing bei HGB) müssen im Anhang ausgewiesen werden, wenn wesentlich.
### IFRS 16 Disclosure
Detaillierte Angaben zu RoU, Leasingverbindlichkeiten, Laufzeiten und Cash-Auswirkungen.
## Prüfprogramm
1. Alle Leasingverträge identifiziert? Liste mit LG, Objekt, Rate, Laufzeit?
2. Off-Balance-Verpflichtungen im Anhang § 285 HGB ausgewiesen?
3. Leasingkosten im Marktvergleich: Angemessen oder zu hoch?
4. Kündigungsoptionen: Vorzeitige Kündigung wirtschaftlich sinnvoll?
5. Sale-and-Lease-Back möglich für neue Liquidität?
6. Integrierter Plan: Leasingraten korrekt erfasst?
## Typische Fallen
- Off-Balance-Leasing vergessen → Cashflow-Plan unterschätzt Fixkostenblock
- Vorzeitige Kündigung ohne Schadensersatzkalkulation → Liquiditätslücke
- IFRS 16 Umstellung in Sanierungsphase → Bilanzkennzahlen verändern sich unerwartet
- LG kooperiert nicht bei Stundung → Kündigung; Restforderung als InsO-Verbindlichkeit
## Normen und Quellen
- IDW S6 (Sanierungsgutachten): https://www.idw.de
- § 285 Nr. 3a HGB (Anhang): https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__285.html
- IFRS 16: https://eur-lex.europa.eu
- §§ 217 ff. InsO (Insolvenzplan): https://www.gesetze-im-internet.de/inso/__217.html
- BGH, Urteil vom 14.03.2007 - VIII ZR 68/06 (Schadensersatz Kündigung): https://www.bgh.de
- § 3a EStG (Sanierungsgewinn): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__3a.html
## Output-Formate
- **Leasingvertrags-Liste**: Format für Gutachten-Anlage
- **Cashflow-Leasing**: Zahlungsplan alle Verträge (Rate, Restwert, Fälligkeit)
- **Sanierungsmaßnahmen-Matrix**: Option – Effekt – Kosten – Zeitplan
- **IFRS-16-vs-HGB-Vergleich**: Bilanzielle Darstellung im Plan
<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->
> **Ausformulierungspflicht und Formatstandard.** Das Endprodukt wird in **vollständigen, ausformulierten Sätzen** geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie `[Name der Mandantin]` werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.
>
> **Schriftbild:** Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist **Times New Roman 11 pt** als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
>
> **Nummerierung:** Gliederung ausschließlich dezimal (`1`, `1.1`, `1.1.1` und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->