Für digitale Werkzeuge-Output, anwaltliche Endkontrolle und Signatur: prüft Ergebnis, Beweislast und Gegenposition; Ergebnis: Gegenprüfung mit Beweis- und Fristencheck.
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name: ki-output-endkontrolle-und-signatur
title: KI-Output, anwaltliche Endkontrolle und Signatur
description: 'Für digitale Werkzeuge-Output, anwaltliche Endkontrolle und Signatur: prüft Ergebnis, Beweislast und Gegenposition; Ergebnis: Gegenprüfung mit Beweis- und Fristencheck.'
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/berufsrecht-anwaelte/skills/ki-output-endkontrolle-und-signatur
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: de
practice: regulatory
language: de
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# KI-Output, anwaltliche Endkontrolle und Signatur
## Normenanker
Vor einer rechtlichen Schlussfolgerung diese Anker am aktuellen Normtext prüfen; Spezial- und Landesrecht nur hinzunehmen, wenn es den konkreten Auftrag traegt:
- `§ 43 BRAO` — allgemeine Berufspflicht.
- `§ 43a Abs. 2 BRAO` — Verschwiegenheit.
- `§ 43a Abs. 4 BRAO` — Interessenkollision.
- `§ 49b BRAO` — Verguetungsrechtliche Grenzen.
- `§ 50 BRAO` — Handakten.
- `§ 2 BORA` — Verschwiegenheit.
- `§ 3 BORA` — Interessenkollision.
- `§ 10 BORA` — Briefbogen/Information.
- `Paragraf 3a RVG` — Verguetungsvereinbarung.
- `§ 10 RVG` — Abrechnung.
Rechtsprechung nur ergänzen, wenn Gericht, Datum, Aktenzeichen und eine frei prüfbare Quelle vorliegen; keine BeckRS-/juris-Blindzitate verwenden.
## Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: BRAO, BORA, FAO, BNotO, StBerG, WPO, PAO — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
## Fachkern: KI-Output, anwaltliche Endkontrolle und Signatur
- **Normen-/Quellenanker:** BRAO, BORA, FAO, RVG, RDG, GwG, beA, Verschwiegenheit, Interessenkollision und Anwaltsgerichtsbarkeit.
- **Entscheidende Weiche:** Pflichtnorm, Mandatsrolle, Verschulden, Kammerverfahren, Reputationsrisiko, Rechtsbehelf und milderes Organisationsmittel trennen.
- **Arbeitsprodukt:** Liefere eine fallbezogene `Norm / Tatsache / Beleg / Wertung / Gegenargument / nächster Schritt`-Matrix und einen direkt nutzbaren Textbaustein, wenn der Nutzer einen Entwurf braucht.
## Grundsatz
KI-Text ist Arbeitsmaterial. Die anwaltliche Leistung entsteht erst durch Auswahl, Prüfung, Subsumtion, taktische Einordnung und verantwortete Unterschrift oder beA-Einreichung. Ein schöner Text kann trotzdem rechtlich falsch, taktisch schädlich oder quellenlos sein.
## Mindestprüfung vor Verwendung
- **Normen:** Gesetzesstand live prüfen, insbesondere bei Fristen, Zuständigkeiten, Form und Rechtsmitteln.
- **Rechtsprechung:** Gericht, Datum, Aktenzeichen und tragende Aussage verifizieren; keine BeckRS-/juris-Blindzitate.
- **Subsumtion:** Stimmen Tatbestandsmerkmale, Beweislast, Darlegungslast und Rechtsfolge?
- **Taktik:** Passt die Aussage zur Mandatsstrategie oder öffnet sie unnötig Angriffsflächen?
- **Geheimnisschutz:** Enthält der Output versehentlich fremde Daten, Trainingsreste, Aktenzeichen oder interne Notizen?
- **Ton und Berufspflichten:** Sachlichkeit, keine irreführenden Behauptungen, keine unzulässigen Drohkulissen.
## Sonderfall Rohoutput an Mandant
Wenn Mandant ausdrücklich nur eine technische Rohstruktur, Ideensammlung oder erste Sortierung wünscht:
1. Leistungsumfang schriftlich eingrenzen.
2. Klarstellen, dass keine abschließende Rechtsprüfung erfolgt.
3. Keine Scheinpräzision erzeugen.
4. Keine ungeprüften Zitate oder Fundstellen mitschicken.
5. Folgeprüfung anbieten und Aktennotiz erstellen.
## Signatur- und Einreichungslogik
Wer einen Schriftsatz unterschreibt oder über das besondere elektronische Anwaltspostfach verantwortet, übernimmt nicht nur Grammatik, sondern Inhalt. Das gilt auch, wenn große Teile KI-vorformuliert sind. Der Prüfvermerk sollte deshalb festhalten:
- Welche Quellen wurden geprüft?
- Welche KI-Teile wurden verworfen oder geändert?
- Welche Risikopunkte bleiben offen?
- Wer hat final freigegeben?