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Kaltstart

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Für Deal-Kaltstart: routet Rolle, Frist, Unterlagen und Fachschritt; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt. Fachgebiet: Großkanzlei Corporate/M&A.

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Scanned October 8, 2026

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SKILL.md
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name: kaltstart
title: 'Deal-Kaltstart'
description: 'Für Deal-Kaltstart: routet Rolle, Frist, Unterlagen und Fachschritt; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt. Fachgebiet: Großkanzlei Corporate/M&A.'
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/grosskanzlei-corporate-ma/skills/kaltstart
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: de
practice: corporate
language: de
sources:
- title: Zitierweise
  path: references/zitierweise.md
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# 1. Deal-Kaltstart

Erarbeite aus den vorhandenen Transaktionsunterlagen das bestellte Vertragsdokument, die Entscheidungsvorlage oder den Vollzugsplan. Beschränke die Prüfung auf den Auftrag und seine entscheidenden gesellschaftsrechtlichen, finanziellen und regulatorischen Schnittstellen.

## 1.1. Auftrag und Unterlagen

Entnimm Mandantenseite, Zielgesellschaft, Erwerbsgegenstand, Rechtsordnungen, Transaktionsphase und Termin dem Auftrag und den bereits vorliegenden Dateien. Eine gewünschte E-Mail, Übersetzung oder einzelne Klausel benötigt keine vollständige Due Diligence. Frage nach der vertretenen Partei, wenn sie sich nicht sicher feststellen lässt; bis dahin nur neutrale Vorarbeiten leisten.

Lies einen vorhandenen, freigegebenen Mandatsordner unter `~/.config/claude-fuer-deutsches-recht/grosskanzlei-corporate-ma/mandate/<slug>/` auftragsbezogen: `mandat.md`, `history.md`, `chronologie.md`, `fristen.yaml` und Dokumentenlog. Ohne diesen Ordner aus den bereitgestellten Unterlagen weiterarbeiten, nicht dieselben Angaben erneut erheben. Dateien nur im beauftragten Umfang anlegen oder ändern.

Je nach Auftrag NDA, Datenraumindex, Fragen- und Offenlegungslisten, Registerauszüge, Beteiligungsunterlagen, wesentliche Verträge, Finanzierungsdokumente oder Beschlussentwürfe heranziehen. Bei börsennotierten Beteiligten auch Insiderlisten und Regeln für beschränkten Datenzugriff beachten. Dokumentdatum, Version und Fundstelle intern festhalten.

## 1.2. Die entscheidende Prüfung durchführen

### 1.2.1. Struktur und Befugnisse

Unterscheide Käufer-, Verkäufer- und Zielgesellschaftsperspektive sowie Share Deal, Asset Deal, Beteiligung, Carve-out und Erwerb in der Krise. Bei Gesellschaftsmaßnahmen Rechtsform, Organ, Beschlussweg, Vertretung, Zustimmungsvorbehalte, Interessenkonflikte, Form und Registerstand prüfen.

GmbHG Paragrafen 3, 5, 13, 15, 16, 30, 34, 35, 40, 43, 46, 47 und 49 ff.; AktG Paragrafen 76, 93, 111, 119, 130 und 243 ff.; HGB Paragrafen 105 ff. und 161 ff. nur bei der jeweiligen Frage anwenden. Bei Umstrukturierungen UmwG, FamFG und einschlägige Folgen von MoPeG beziehungsweise GesRÄndG prüfen. Kapitalerhaltung, Minderheitenschutz und Treuepflicht nicht aus einer bloßen Mehrheitszustimmung als erledigt behandeln.

Fehlt eine Abtretungsurkunde, frage nach dem betroffenen Anteil und Übertragungsschritt. Nach Eingang materielle Erwerbskette und Legitimation nach Paragrafen 16 und 40 GmbHG getrennt aktualisieren; anschließend die bestellte Beteiligungsdarstellung oder Vertragsfassung fertigstellen. Ein Urkundenentwurf allein belegt keine bereits eingehaltene notarielle Form.

### 1.2.2. Preis und Vertragsreaktion

Übernimm Wesentlichkeitsschwellen aus LOI, SPA, Prüfauftrag oder vereinbartem Kanzleistandard; erfinde keine Betragsgrenze. Stelle bei fehlender Vorgabe die konkrete wirtschaftliche Auswirkung dar und frage nur dann nach der Schwelle, wenn sie die Empfehlung ändert.

Trenne tatsächlichen Befund, Rechtsfolge und Verhandlungsvorschlag. Ordne einen belegten Mangel einer Kaufpreisanpassung, Garantie, Freistellung, Offenlegung oder Vollzugsbedingung zu, statt alle Instrumente gleichzeitig vorzuschlagen. W&I-Deckung und Ausschlüsse gesondert prüfen.

Ist eine Position als Debt oder Working Capital streitig, fordere den zugrunde liegenden Vertrag oder Kontennachweis an. Nach der Antwort Definition, Betrag und Doppelzählung prüfen, Kaufpreisrechnung aktualisieren und betroffene Klausel sowie Zahlungsplan ausarbeiten. Neue entscheidende Widersprüche gezielt klären; bereits geklärte Parameter nicht erneut abfragen.

### 1.2.3. Offenlegung und Vollzug

Vorvertragliche Aufklärung anhand BGB Paragrafen 311 Absatz 2, 241 Absatz 2 und 280 prüfen. Für Geheimnisschutz im Datenraum die einschlägigen Voraussetzungen der Paragrafen 2, 4, 6 und 17 GeschGehG untersuchen. Datenraumzugang nicht mit nachgewiesener Kenntnisnahme gleichsetzen.

Bei Fusionskontrolle GWB Paragrafen 35 ff. und 41 sowie Artikel 7 FKVO unterscheiden: Anmeldepflicht, Vollzugsverbot, Freigabe und tatsächliche Einflussnahme. Bei Kapitalmarktbezug Artikel 7, 17 und 18 MAR getrennt auf Insiderinformation, Veröffentlichung und Listenführung anwenden. Investitionskontrolle, GwG, Sanktionen und branchenspezifische Genehmigungen nur bei konkretem Bezug vertiefen.

Fehlt eine Bank- oder Behördenfreigabe, benenne die betroffene Bedingung und den benötigten Nachweis. Nach Eingang Adressat, Erwerber, Reichweite, Auflagen und Geltungszeit prüfen; Vollzugsplan und bestelltes Schreiben entsprechend fortführen. Eine Ankündigung ist keine Zustimmung. Nur die gesperrte Handlung zurückstellen, nicht unabhängige Entwurfsarbeit.

## 1.3. Fachliche Zuständigkeiten und Grenzen

Corporate, Commercial, Tax, Regulatory, Finance, IP/IT, HR, Litigation, Real Estate, ESG und Transaktionsorganisation nur dort einbeziehen, wo die Frage sie berührt. Steuerliche, kartellrechtliche, sanktionsrechtliche oder ausländische Rechtsfragen ohne erforderliche Spezialprüfung nicht als abschließend geklärt darstellen. ARAG/Garmenbeck nicht als allgemeinen Beleg für jede Organentscheidung verwenden.

Vor Mandatsarbeit Konflikte nach Paragraf 43a BRAO und Paragraf 3 BORA, Verschwiegenheit nach Paragraf 43a Absatz 2 BRAO, Vergütung nach Paragraf 49b BRAO und einschlägige GwG-Pflichten beachten. Personenbezogene Daten nach Artikeln 5, 6, 25 und 32 DSGVO behandeln; Informationen nur befugten Empfängern zugänglich machen und nicht zwischen Mandaten übertragen.

Beratungsvertrag und Haftung gegebenenfalls anhand Paragrafen 675 und 280 BGB prüfen. Die früheren pauschalen Zuordnungen der Paragrafen 2 und 15 GmbHG zu sämtlichen Corporate-Mandaten sowie der Paragrafen 29 bis 33 HGB zur Registerpublizität sind keine ausreichende Subsumtion; die für den konkreten Vorgang einschlägige Norm amtlich verifizieren.

## 1.4. Quellen

Tragende Normen und Entscheidungen anhand amtlicher Quellen prüfen; vorhandene Nutzerquellen und lizenzierte Zugänge dürfen ergänzen. Die optional verfügbare `references/zitierweise.md` regelt die Zitierweise. Entscheidungen mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen, tragender Passage und überprüfbarer Fundstelle belegen.

Keine erfundenen Randnummern, BeckRS-Alleinzitate oder anwalt24-Belege. Literatur nur aus bereitgestellten oder tatsächlich eingesehenen lizenzierten Quellen zitieren. Modellwissen ist kein Nachweis; fehlende Verifikation in einer getrennten Arbeitsnotiz kenntlich machen, nicht in den Empfängertext übertragen.

## 1.5. Ergebnis und Fortsetzung

Liefere das bestellte Dokument in vollständigen Sätzen: etwa Vertragsänderung, Beschluss, Entscheidungsvorlage, Mandantenbrief oder Vollzugsplan. Tabellen nur nutzen, wenn sie Beteiligungen, Berechnungen oder Bedingungen verständlicher machen. Keine verpflichtende Risikoampel, interne Feldnamen oder umfassende Bestandsliste ausgeben.

Fehlt eine entscheidende Angabe, liefere den bereits belastbaren Teil als vorläufig und erläutere die konkrete Auswirkung der Lücke. Ein Nachforderungsschreiben darf unbewiesene Annahmen nicht als Tatsachen behaupten. Nach Antwort an der offenen Stelle weiterarbeiten, betroffene Wertungen und Rechnungen aktualisieren und das beauftragte Ergebnis fertigstellen; weitere gezielte Fragen bleiben bei neuen entscheidenden Lücken zulässig.

Der Nutzer bestimmt Dateiname und Format. Formatierte Dokumente verwenden möglichst Times New Roman 11 pt und dezimale Gliederung; bei Markdown einen gesonderten Exporthinweis geben. Platzhalter klar markieren, keine leeren Klauselrümpfe oder bloßen Stichwortskelette als Endfassung liefern.

Signing, Closing, Versand, Datenraumfreigabe und sonstige Außenhandlungen benötigen ausdrückliche Autorisierung und erforderliche fachliche Freigaben. Interne Bearbeitung nicht für jeden Zwischenschritt von einer neuen Freigabe abhängig machen.

## 1.6. Beispiele und optionale Vertiefung

Ein Käufer bestellt eine Stellungnahme zur fehlenden Bankzustimmung. Prüfe die konkrete Kreditklausel und den Erwerbsvorgang, formuliere bei fehlendem Nachweis die gezielte Anfrage und arbeite die Bankantwort anschließend in die Stellungnahme ein. Ohne entsprechenden Auftrag keine Zahlung oder Mitteilung an die Bank auslösen.

Ein Verkäufer verlangt eine Offenlegung zu einem bekannten Rechtsstreit. Gleiche Prozessunterlagen, Garantieumfang und Offenlegungsfassung ab, kläre fehlende Angaben zum Streitgegenstand und liefere danach den ausformulierten Disclosure-Text samt getrennter Begründung der Vertragswirkung.

Optional vertiefen `/grosskanzlei-corporate-ma:kommandocenter`, `/grosskanzlei-corporate-ma:deal-intake` und `grosskanzlei-corporate-ma-kommandocenter` die Koordination; `/grosskanzlei-corporate-ma:datenraum-aufbau` und `/grosskanzlei-corporate-ma:datenraum-gap-clean-room` die Datenraumorganisation. Für passende Folgearbeiten stehen `/grosskanzlei-corporate-ma:due-diligence-legal`, `/grosskanzlei-corporate-ma:qa-information-requests` und `/grosskanzlei-corporate-ma:due-diligence-bericht` zur Verfügung. Optional vorhandene Vorlagen: `assets/templates/deal-kaltstart-profil.md` und `assets/templates/authority-matrix.md`.

Ohne diese Ressourcen anhand des vorliegenden Ablaufs weiterarbeiten. Nicht lesbare Dateien und fehlenden Quellenzugriff konkret benennen, ohne Prüfungen vorzutäuschen. Ist kein Export möglich, vollständigen Text statt eines erfundenen Dateilinks liefern.

Attribution

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