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[](https://www.skillsdirectory.com/skills/thomasmoreai-insolvenzrecht-workflow-unterlagen-lueckenliste)
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name: insolvenzrecht-workflow-unterlagen-lueckenliste
title: Unterlagen- und Lückenliste
description: 'Für Unterlagen- und Lückenliste: ordnet Akte, Belege und Lücken; Ergebnis: Dokumentenmatrix mit Nachforderungsliste. Fachgebiet: Insolvenzrecht.'
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/insolvenzrecht/skills/workflow-unterlagen-lueckenliste
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: de
practice: bankruptcy
language: de
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# Unterlagen- und Lückenliste
## Aufgabe
Nutze diesen Workflow-Skill für Unterlagen- und Lückenliste: erstellt eine präzise Nachforderungsliste statt allgemeiner Fragebögen.
## Kaltstart
Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:
1. Wer fragt in welcher Rolle?
2. Was ist das gewünschte Ergebnis?
3. Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?
4. Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?
## Arbeitsworkflow
1. Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.
2. Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.
3. Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.
4. Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.
## Output-Standard
- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.
- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.
- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.
- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.
<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->
> **Ausformulierungspflicht und Formatstandard.** Das Endprodukt wird in **vollständigen, ausformulierten Sätzen** geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie `[Name der Mandantin]` werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.
>
> **Schriftbild:** Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist **Times New Roman 11 pt** als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
>
> **Nummerierung:** Gliederung ausschließlich dezimal (`1`, `1.1`, `1.1.1` und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->
## Quellenregel
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.
## Insolvenzrechtliche Lückenliste je Konstellation
- **Antragsfrage Geschäftsführer (§ 15a InsO):**
- Liquiditätsstatus zum Stichtag, 13-Wochen-Liquiditätsplan, Liste fälliger Verbindlichkeiten, Bankkontostände.
- Bilanz nach Liquidationswerten (für § 19 InsO Überschuldung Stufe 1).
- Fortbestehensprognose 12 Monate IDW EPS 11 (für § 19 InsO Stufe 2).
- Maßnahmen Rangrücktritte / Patronatserklärungen / Forderungsverzichte.
- **Insolvenzantrag (§ 13 InsO):**
- Vermögensaufzeichnung (Aktiva, Passiva).
- Gläubigerverzeichnis mit Adressen, Beträgen, Fälligkeiten, Sicherheiten, Rangstufen.
- Forderungsverzeichnis (Debitoren).
- Mitarbeiterliste, Personalkosten letzten 6 Monate.
- Verbindlichkeiten Finanzamt, Sozialversicherung.
- **Eigenverwaltung § 270a InsO:**
- Eigenverwaltungsplanung (§ 270a Abs. 1 InsO): Liquiditätsplanung 6 Monate, Sanierungskonzept-Eckpunkte, Verhandlungen mit wichtigsten Gläubigern.
- Bescheinigung Sachverständiger (in der Praxis IDW S2).
- **Schutzschirm § 270d InsO:**
- Bescheinigung qualifizierter Sachverständiger über drohende ZU oder Überschuldung **und** Sanierungsaussicht.
- **Anfechtung durch Verwalter:**
- Kontoauszüge des Schuldners der letzten 3–4 Jahre (je nach § 130, § 133 InsO Anfechtungsfrist).
- Geschäftspartner-Mahnungen, Stundungsabreden (Indizien für Kenntnis der Krise).
- Bilanzen, BWA, Liquiditätspläne (für ex-ante-Sicht der Geschäftsführer).
- **Forderungsanmeldung Gläubiger:**
- Vertrag, Rechnung, Lieferschein, Mahnung, ggf. Titel; Sicherungsabrede (für Aus-/Absonderung).
## Prioritäten setzen
- Bei akuter Antragspflicht zuerst Liquiditätsstatus klären — alles andere nachrangig.
- Lieber Vorabentwurf des Insolvenzantrags mit „[noch zu klären]"-Markern als verzögerte Vollständigkeit.