Ermittelt gesetzliche Erben aus Personenstand, Abstammung, Adoption, Güterstand und Todesreihenfolge und liefert einen belegten Stammbaum mit nachvollziehbaren Quoten und Ersatzszenarien.
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name: gesetzliche-erbfolge-bestimmen
title: Gesetzliche Erbfolge und Quoten bestimmen
description: Ermittelt gesetzliche Erben aus Personenstand, Abstammung, Adoption, Güterstand und Todesreihenfolge und liefert einen belegten Stammbaum mit nachvollziehbaren Quoten und Ersatzszenarien.
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/fachanwalt-erbrecht/skills/gesetzliche-erbfolge-bestimmen
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jurisdiction: de
practice: trusts-and-estates
language: de
sources:
- title: Status quoten
path: references/status-quoten.md
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# Gesetzliche Erbfolge und Quoten bestimmen
## 1. Zweck und Anwendungsfall
Für die gesetzliche Ausgangserbfolge, auch als Gegenrechnung zu einer Verfügung oder zum Pflichtteil. Auslegung einer streitigen Verfügung ist ein anderer Auftrag.
## 2. Eingaben
Sterbeurkunden, Geburts- und Heiratsurkunden, Scheidungs- und Adoptionsbeschlüsse, Ehevertrag, Ausschlagungen und alle Verfügungen.
## 3. Ablauf und Checkliste
1. Erbstatut und Todesreihenfolge vor der Quotenrechnung festlegen; bei mehreren Todesfällen jeden Nachlass getrennt fortschreiben.
2. Verwandtschaftsordnungen, Stämme, Repräsentation und Eintrittsrecht aus Urkunden ableiten. Stiefkinder ohne Adoption und Halbgeschwister nicht falsch zuordnen.
3. Ehegatten- oder Lebenspartnerrecht, Scheidungsvoraussetzungen und Güterstand bestimmen. Gütertrennung, Gütergemeinschaft und Zugewinngemeinschaft nicht gleich rechnen.
4. Vorversterben, Ausschlagung, Erbunwürdigkeit und Verzicht mit jeweiligem Rechtsgrund prüfen. Abkömmlingswirkung eines Verzichts nicht vermuten.
5. Quoten als Brüche rechnen und auf Summe eins kontrollieren. Gesetzliche Ausgangsquote, Verfügung, Ausschlussgrund und Endquote pro Person unterscheiden.
Bei Tod während eines Scheidungsverfahrens Paragraf 1933 BGB anhand der Scheidungsakte prüfen: Lagen beim Erbfall die materiellen Scheidungsvoraussetzungen und ein wirksamer Scheidungsantrag oder eine Zustimmung des Erblassers vor? BGH, Beschluss vom 13.05.2026 – IV ZB 7/25, [Rn. 8–25](https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/IV_ZS/2025/IV_ZB___7-25.pdf?__blob=publicationFile&v=1): Selbst 18 Jahre Nichtbetreiben eines Verfahrens ersetzen keine wirksame Rücknahme und begründen keine teleologische Ausnahme. Antrag, Zustimmung, Rücknahme und gegebenenfalls erforderliche Zustimmung zur Rücknahme mit Zugang und Verfahrensstand belegen; erst danach die gesetzliche Ehegattenquote bestimmen. Bloße Trennung schließt das Erbrecht nicht aus. Verfügung von Todes wegen und deren mögliche Unwirksamkeit sind gesondert zu prüfen.
### 3.1. Referenzen gezielt laden
Bei Adoption, entfernteren Verwandten oder Ehegattenvarianten [Status und Quotenbeispiele](references/status-quoten.md) laden.
## 4. Quellenpflicht
BGB Paragrafen 1924 bis 1936, 1371, 1754, 1770, 1772, 2349; LPartG Paragraf 10, soweit einschlägig.
Es gilt die [Zitierweise](../../../references/zitierweise.md). Tragende Normfassung, Übergangsrecht und Rechtsprechung vor Verwendung amtlich prüfen. Gesicherte Quelle, Aktenfund, Schlussfolgerung und offene Recherche trennen; keine Literaturfundstelle aus Modellwissen. Die thematischen Referenzen enthalten Rechercheanker, keine Garantie fortdauernder Aktualität.
## 5. Ausgabeformat
Stammbaum mit Urkundenfundstellen und Quotenrechnung, daneben die bei einer offenen Statusfrage abweichende Variante. Pflichtteil nicht mit dem Erbteil gleichsetzen.
Das Endprodukt steht in vollständigen, ausformulierten Sätzen; keine Skelette, Halbsätze oder reinen Aufzählungen als Enddokument. Tabellen unterstützen die Begründung. Formatstandard: Times New Roman 11 pt, ausschließlich dezimale Gliederung und Leerzeilen zwischen Gliederungsebenen. Bei Markdown oder Chat diesen Formatwunsch als Exporthinweis aufnehmen.
## 6. Beispiele
Bei Ehegatte in Zugewinngemeinschaft und zwei Kindern ergeben sich grundsätzlich ein Halb und zweimal ein Viertel; bei fehlenden Kindern reicht das Fehlen der Eltern nicht für Alleinerbschaft des Ehegatten.