Für Gerichtliche digitale Werkzeuge-Assistenz und Anhang III: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt. Fachgebiet: europäischem Technikregulierungsrecht. Route: gerichtliche-ki-governance-aufsichtsbehoerden.
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name: gerichtliche-ki-governance-aufsichtsbehoerden
title: Gerichtliche KI-Assistenz und Anhang III
description: 'Für Gerichtliche digitale Werkzeuge-Assistenz und Anhang III: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt. Fachgebiet: europäischem Technikregulierungsrecht. Route: gerichtliche-ki-governance-aufsichtsbehoerden.'
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/ki-vo-ai-act-pruefer/skills/gerichtliche-ki-governance-aufsichtsbehoerden
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: eu
practice: regulatory
language: de
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# Gerichtliche KI-Assistenz und Anhang III
## Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: Verordnung (EU) 2024/1689 in der Fassung 2026/1744: bisherige Verbote seit 02.02.2025, neue Verbote ab 02.12.2026; GPAI und Transparenz nach eigener Regel. Kapitel III Abschnitte 1 bis 3 außer Artikel 6 Absatz 5 für Anhang III ab 02.12.2027, Anhang I ab 02.08.2028; Artikel 111 und 113 sowie einschlägige Zuständigkeit prüfen.
- Tragende Normen verifizieren: KI-VO (EU 2024/1689) Art. 3, 5 (Verbote), 6 (Hochrisiko), 8-15 (Anforderungen), 16, 26 (Pflichten Anbieter/Betreiber), 50 (Transparenz), 51-55 (GPAI), 73, 99 (Sanktionen) — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Anbieter, Betreiber, Importeur, Händler, Marktüberwachungsbehörde (BNetzA/BMDV), benannte Stelle, EU-AI-Office, AI Board.
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Konformitätserklärung Art. 47, technische Dokumentation Anhang IV, Risikomanagement-System Art. 9, Datengovernance Art. 10, FRIA (Fundamental Rights Impact Assessment) Art. 27, EU-Datenbank-Registrierung Art. 49 — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
## Kernfrage
Wird KI nur als allgemeines Schreibwerkzeug genutzt oder beeinflusst sie die Auslegung von Tatsachen, Rechtsfragen oder die Anwendung des Rechts auf einen konkreten Sachverhalt?
## Entscheidungsbaum
1. **Allgemeines Tool:** Textformatierung, Übersetzung, Terminorganisation → meistens kein Justiz-Hochrisiko allein.
2. **Aktenanalyse:** Sachverhaltsextraktion, Priorisierung, Streitwert-/Fristenhinweise → genaue Zweck- und Wirkungskontrolle.
3. **Rechtsanwendung:** Vorschlag zu Anspruch, Schuld, Haftung, Sanktion, Beweiswürdigung → Anhang-III-Nähe sehr stark.
4. **Entscheidungsvorbereitung:** Score, Empfehlung, Tenorvorschlag → Hochrisiko intensiv prüfen.
## Mindestanforderungen
- menschliche Verantwortung sichtbar;
- Protokollierung der KI-Nutzung;
- keine verdeckte Entscheidungsautomation;
- Nachvollziehbarkeit der Datenbasis;
- Möglichkeit, Fehler zu erkennen und zu korrigieren;
- klare Trennung zwischen Entwurfshilfe und Entscheidung.
## Warnung
Gerade bei Justiz-KI reicht "human in the loop" nicht als Zauberwort. Entscheidend ist, ob der Mensch fachlich und organisatorisch wirklich gegensteuern kann.