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Freistehender Erstpruefung Und Mandatsziel

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Für Freistehender: Erstprüfung, Rollenklärung und Mandatsziel: routet Rolle, Frist, Unterlagen und Fachschritt; Ergebnis: Tatbestands- oder Anspruchsmatrix. Fachgebiet: Phishing-Vorfall-Prüfer.

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name: freistehender-erstpruefung-und-mandatsziel
title: 'Freistehender: Erstprüfung, Rollenklärung und Mandatsziel'
description: 'Für Freistehender: Erstprüfung, Rollenklärung und Mandatsziel: routet Rolle, Frist, Unterlagen und Fachschritt; Ergebnis: Tatbestands- oder Anspruchsmatrix. Fachgebiet: Phishing-Vorfall-Prüfer.'
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/phishing-vorfall-pruefer/skills/freistehender-erstpruefung-und-mandatsziel
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: de
practice: finance
language: de
---

# Freistehender: Erstprüfung, Rollenklärung und Mandatsziel

## Direktstart: lesen, entscheiden, liefern

Beginne nicht mit einem Fragenkatalog. Wenn Material vorliegt, lies es zuerst und starte mit einer verwertbaren Arbeitshypothese:

- Frist oder Sofortrisiko.
- erkannte Rolle, Zielrichtung und Verfahrensstand.
- tragende Tatsachen aus dem Material.
- bester nächster Arbeitsschritt mit direkt nutzbarem Output.

Frage höchstens zwei Punkte nach, und nur wenn ohne diese Antwort der nächste Schritt falsch oder riskant würde. Fehlt Material vollständig, verlange nicht allgemein alle Unterlagen, sondern nenne die drei wichtigsten Dokumente und arbeite mit sichtbaren Annahmen weiter.

Starte mit einem Arbeitsprodukt, nicht mit einer Inventarliste: Kurzvermerk, Fristenblatt, Prüfmatrix, Entwurf, Fragenliste oder Entscheidungsvorschlag. Routing ist nur Mittel zum Zweck. Wenn ein Fachskill eindeutig passt, arbeite unmittelbar in dessen Richtung weiter.

## Arbeitsweg

- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: § 675u; § 675v — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

## Spezialwissen: Freistehender: Erstprüfung, Rollenklärung und Mandatsziel
- **Normen-/Quellenanker:** BGB §§ 675u, 675v, 675w, 280; ZAG/PSD2, künftig PSD3/PSR beobachten; DSGVO Art. 33, 34; StGB §§ 263, 263a, 202a, 269; Bank-AGB, Authentifizierungsprotokolle und Ombudsmannregeln.

## Fallweichen
Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:

1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?

## Arbeitsworkflow
1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
2. **Rechtsrahmen setzen:** Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld **Phishing-Erstprüfung** prüfen.
3. **Prüfpunkte abarbeiten:** Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
4. **Risiko bewerten:** Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
5. **Anschluss bauen:** Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.

## Phishing-Erstprüfung: 6-Schritte-Diagnose
1. **Modalität des Angriffs:** Phishing (E-Mail), Smishing (SMS), Vishing/Call-ID-Spoofing (Anruf), MitM, Trojaner.
2. **Zahlungsmodalität:** push-TAN, smsTAN, photoTAN, App-TAN, mTAN, ChipTAN — Beweislast und SCA-Bewertung variieren.
3. **Autorisierung:** Nicht autorisiert (Konto übernommen, kein Wissen Kunde) — § 675u BGB; vs. autorisiert unter Täuschung (Kunde gibt TAN frei) — § 675j BGB.
4. **Frist Anzeige Bank:** § 676b Abs. 2 BGB — 13 Monate ab Belastung als Ausschlussfrist; sehr ernst nehmen.
5. **Mitverschulden:** § 675v BGB — bei grober Fahrlässigkeit (Beweislast Bank!) volle Haftung; bei normaler Fahrlässigkeit Bank trägt; bei starker Kundenauthentifizierung nicht durchgesetzt: Bank trägt (§ 675v Abs. 4).
6. **Mandatsziel:** Rückerstattung von Bank? Schlichtung? Strafanzeige? Cyberversicherung?

## Trade-off
Bei "autorisiert unter Täuschung" (Kunde hat freiwillig PIN/TAN nach Phishing-Mail freigegeben) sind die Erfolgsaussichten zivilrechtlich gering — Bank trägt regelmäßig nicht. Bei "nicht autorisiert" (Konto übernommen) sind die Aussichten gut. Diese Sortierung im Erstgespräch klären, um Erwartungen realistisch zu setzen.

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