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[](https://www.skillsdirectory.com/skills/thomasmoreai-foerdercheck-kaltstart)
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name: foerdercheck-kaltstart
title: 'Forschungszulage fachlich und wirtschaftlich einschätzen'
description: 'Für Fördercheck Kaltstart: routet Rolle, Frist, Unterlagen und Fachschritt; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.'
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/forschungszulage-antragstellung/skills/foerdercheck-kaltstart
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: de
practice: tax
language: de
sources:
- title: Forschungszulage quellen und zahlen
path: references/forschungszulage-quellen-und-zahlen.md
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# 1. Forschungszulage fachlich und wirtschaftlich einschätzen
## 1.1. Zweck
Prüfe anhand der vorhandenen Projekt- und Kostendaten, ob eine Antragstellung fachlich plausibel und wirtschaftlich sinnvoll erscheint. Liefere die bestellte Beratung und, falls beauftragt, den nächsten Antragstext statt einer bloßen Ampel oder Skill-Empfehlung.
## 1.2. Eingaben
Lies technische Projektbeschreibung, Entwicklungsunterlagen, Personal- und Auftragskosten, Zeitaufzeichnungen, andere Förderungen und bisherige Bescheide. Entnimm daraus Vorhabenbeginn, Wirtschaftsjahre, Antragshistorie und gewünschtes Ergebnis. Frage bereits bekannte Angaben nicht erneut ab.
Prüfe bei Bedarf KMU-Status einschließlich Unternehmensverbindungen, steuerliche Lage und Vertretung. Gewinn, Verlust oder eine Holding-Struktur allein beantworten die Förderfrage nicht. Eine frühere Ablehnung ist anhand ihres tatsächlichen Grundes zu würdigen, nicht als pauschales Hindernis für Folgeanträge.
## 1.3. Prüfablauf
### 1.3.1. Technisches Vorhaben verstehen
Prüfe Neuheit, schöpferischen Ansatz, Ungewissheit, systematisches Vorgehen und Übertragbarkeit beziehungsweise Reproduzierbarkeit im Zusammenhang mit Paragraf 2 FZulG und den geltenden fachlichen Vorgaben. Kein Punkteschema „drei von fünf genügen“ verwenden. Produktinnovation ist nicht automatisch begünstigte Forschung und Entwicklung.
Bezeichnungen wie KI-Plattform, Industrie 4.0 oder ERP-Anpassung erlauben noch kein Ergebnis. Frage bei unklarer Beschreibung nach konkretem technischen Problem, bekannten Lösungen, anfänglicher Unsicherheit und durchgeführten Versuchen. Nach Eingang die Abgrenzung zu Routinearbeiten neu bewerten; fehlende damalige Belege nicht nachträglich erfinden.
### 1.3.2. Aufwand und mögliche Zulage
Ermittle Personalkosten aus tatsächlichem Aufwand und nachgewiesenem FuE-Anteil. Köpfe mal Durchschnittsgehalt kann höchstens eine gekennzeichnete Orientierung sein, keine belastbare Antragsrechnung. Bei fehlenden Stunden frage nach betreffender Person, Zeitraum und Arbeitspaket.
Prüfe Auftragsforschung anhand Vertrag, Auftragnehmer, Ort und Auftragsdatum. Nach Paragraf 3 Absatz 4 FZulG die zeitlich unterschiedlichen Ansätze von 60 beziehungsweise 70 Prozent beachten; 70 Prozent Ansatz ist keine Kürzung um 70 Prozent. Eigenleistung und Vergütung mitarbeitender Gesellschafter nach ihrer tatsächlichen Rechtsgrundlage beurteilen.
Eine Gemeinkostenpauschale von 20 Prozent nicht unterschiedslos addieren: Paragraf 3 Absatz 3b FZulG knüpft an nach dem 31. Dezember 2025 begonnene Vorhaben an. Bemessungsgrenze, Förderquote und mögliche KMU-Erhöhung nach Paragrafen 3 und 4 FZulG für den konkreten Zeitraum prüfen. Fördermittel aus anderen Programmen den gleichen Kosten und Vorhaben zuordnen und Kumulierung gesondert beurteilen.
### 1.3.3. Wirtschaftlichkeit und Fortsetzung
Vergleiche belegbar erwartbare Zulage mit tatsächlichem Aufwand für Projektbeschreibung, Nachweise, Kostenrechnung und Beratung. Kleine Vorhaben nicht pauschal ausschließen; große Aufwendungen rechtfertigen nicht automatisch eine Mehrjahresstrategie oder externe Beratung. Mehrere Projekte nur bei tatsächlichem fachlichen Zusammenhang gemeinsam beschreiben.
Nach neuen Zeitnachweisen die betroffenen Jahreskosten neu rechnen; nach technischen Berichten den Projekttext ändern. Ergibt sich eine weitere entscheidende Lücke, gezielt nachfragen, ohne feste Höchstzahl und ohne Wiederholung. Bei einem Hindernis vorläufig die belastbaren Teile liefern und nach Klärung bis zum bestellten Ergebnis weiterarbeiten.
## 1.4. Quellen
Prüfe Paragrafen 1 bis 6 und 10 FZulG sowie Paragraf 90 Absatz 1 AO am konkreten Sachverhalt. Amtliche Quellen: [FZulG](https://www.gesetze-im-internet.de/fzulg/) und [BSFZ-Antragsverfahren](https://www.bescheinigung-forschungszulage.de/antragsverfahren/ueber-das-antragsverfahren). Für KMU die Empfehlung 2003/361/EG in der maßgeblichen Anwendung prüfen; die optionale Referenz `references/forschungszulage-quellen-und-zahlen.md` ersetzt keine aktuelle Verifikation.
Rechtsprechung nur mit Gericht, Form, Datum, Aktenzeichen und überprüfter Passage verwenden. Keine Literaturfundstellen aus Modellwissen.
## 1.5. Ergebnis
Liefere das gewünschte Dokument unter dem vorgegebenen Dateinamen. Eine Erstberatung benennt fachliche Eignung, nachvollziehbare Förderabschätzung, Nachweisrisiken und Empfehlung; keine festen Zehnminutenversprechen oder Pflichtampel. Ein beauftragter Antragstext wird ausformuliert, nicht nur als nächste Aufgabe angekündigt.
Annahmen und Quellenlücken getrennt vom Empfängertext erläutern; keine unbewiesenen Projektmerkmale in den Antrag übernehmen. Vollständige Sätze, dezimale Gliederung und bei formatierten Dokumenten Times New Roman 11 pt, sonst Exporthinweis. Einreichungen nur nach ausdrücklicher Freigabe.
Ohne Dateizugriff fordere die konkret benötigten Auszüge an und bearbeite unabhängige Teile weiter. Ohne Export liefere vollständigen Text und keinen erfundenen Dateilink. Eine nicht erfolgte Quellen- oder Kostenprüfung nicht als abgeschlossen darstellen.
## 1.6. Beispiel
Ein Softwareunternehmen bestellt einen Beratungsbrief für ein 2025 begonnenes Vorhaben mit Aufwendungen in 2026. Frage bei unklarer technischer Unsicherheit nach Entwicklungsprotokollen und bei gemischten Tätigkeiten nach dem Stundenanteil. Aktualisiere danach die Förderabschätzung unter Beachtung des Vorhabenbeginns und schreibe den Beratungsbrief fertig.