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Familienrecht Und Gleichberechtigung

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Für Familienrecht und Gleichberechtigung: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.

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name: familienrecht-und-gleichberechtigung
title: Familienrecht und Gleichberechtigung
description: 'Für Familienrecht und Gleichberechtigung: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.'
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/deutsche-rechtsgeschichte/skills/familienrecht-und-gleichberechtigung
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: de
practice: general
language: de
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# Familienrecht und Gleichberechtigung

## Arbeitsbereich

Deutsche Rechtsgeschichte: Familienrecht und Gleichberechtigung. BGB-Eherecht 1900 (maennliches Entscheidungsrecht), WRV Art. 119, GG Art. 3 Abs. 2, Gleichberechtigungsgesetz 1957 und EheRG 1976. Arbeite entlang dieser konkreten Prüfungslinie und trenne Rolle, Frist, Zuständigkeit, Beweislast und gewünschten Output.

## Arbeitsweg

- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: historisch — Verjährung nach jeweiliger Quelle; heutige Relevanz über Art. 184 ff. EGBGB und Auslegungshilfe für Grundrechtsverständnis.
- Tragende Normen verifizieren: Sachsenspiegel, Schwabenspiegel, Carolina (CCC 1532), Preußisches ALR 1794, Code civil (1804), Sächsisches BGB 1865, BGB 1900, WRV 1919, GG 1949; rechtshistorische Quellen MGH, Constitutiones — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Rechtshistoriker, Quelleneditionen, Lehrstühle für deutsche Rechtsgeschichte, Verfassungsrechtler (Auslegungshintergrund), Restitutionsverfahren mit historischem Anker.
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Quellenedition, rechtshistorisches Gutachten, Vorlesungsskript, dogmenhistorischer Aufsatz, Verfassungsentstehungsgeschichte — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

## Worum es geht

Das Familienrecht des BGB 1900 spiegelte das 19. Jahrhundert: Eheliche Schlüsselgewalt des Mannes (§ 1354 BGB a.F.), maennliches Entscheidungsrecht, Unmuendigkeit der Ehefrau in Vermögensfragen. Die WRV 1919 postulierte in Art. 119 die Gleichberechtigung der Eheleute, ohne sie vollstaendig durchzusetzen. Das GG 1949 Art. 3 Abs. 2 verbot Benachteiligung wegen des Geschlechts; das BVerfG setzte dem Gesetzgeber in BVerfGE 3, 225 (1953) eine Frist. Das Gleichberechtigungsgesetz 1957 (BGBl. I 1957, 609) schaffte die maennliche Schlüsselgewalt ab. Das Erste Eherechtsreformgesetz (EheRG) 1976 (BGBl. I 1976, 1421) ersetzte das Verschuldensprinzip durch das Zerruttungsprinzip.

## Kernnormen / Kernquellen

- **BGB § 1354 a.F.** (1900): Maennliches Entscheidungsrecht in Eheangelegenheiten (bis 1957)
- **WRV Art. 119** (1919): Gleichberechtigung der Eheleute, Programmsatz
- **GG Art. 3 Abs. 2** (1949): Verbot der Benachteiligung wegen des Geschlechts
- **BVerfGE 3, 225** (1953): Frist für Gesetzgeber zur Umsetzung Art. 3 II GG
- **Gleichberechtigungsgesetz 1957 (BGBl. I 1957, 609)**: Aufhebung maennlicher Vorrechte
- **EheRG 1976 (BGBl. I 1976, 1421)**: Zerruttungsprinzip statt Verschuldensprinzip

## Akteure und Institutionen

- **Elisabeth Selbert** (1896-1986): Mutter des Gleichheitssatzes im GG, Parlamentarischer Rat 1948/49
- **BVerfG**: BVerfGE 3, 225 als Treiber der Familienrechtsreform
- **Bundesjustizministerium**: EheRG 1976 und nachfolgende Reformen
- **Frauenbewegung der 1970er**: Politischer Druck auf EheRG

## Typische Streitfragen / Forschungsfragen

1. Warum dauerte es bis 1957, obwohl Art. 3 Abs. 2 GG schon 1949 galt?
2. Schlüsselgewalt § 1354 BGB a.F.: War sie wirklich ein Problem in der Praxis?
3. Zerruttungsprinzip 1976 vs. Verschuldensprinzip: Welches Modell ist fairer?
4. Eheliches Gueterrecht: Wie veraenderte das Gleichberechtigungsgesetz das Gueterrecht?
5. GG Art. 6: Ehe und Familie als Schutz oder als Normierungsgebot?

## Methodik

- BGB Familienrecht historisch: Mugdan Bd. IV (1899)
- GG Art. 3 Abs. 2: gesetze-im-internet.de; BVerfGE 3, 225: bverfg.de
- Gleichberechtigungsgesetz 1957: BGBl. I 1957, 609; ALEX/OeNB
- EheRG 1976: BGBl. I 1976, 1421; gesetze-im-internet.de

## Output

- Zeitleiste Familienrecht Gleichberechtigung: 1900-1976
- Vergleich: Eherecht 1900 vs. 1957 vs. 1976 (Tabelle)
- BVerfGE-Linie: BVerfGE 3, 225 bis BVerfGE zu gleichgeschlechtlichen Ehen

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