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Fachanwalt Bank Kapitalmarktrecht Erstgespraech Mandatsannahme

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Für Erstgespräch Mandatsannahme: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt. Fachgebiet: Fachanwalt Bank Kapitalmarktrecht.

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name: fachanwalt-bank-kapitalmarktrecht-erstgespraech-mandatsannahme
title: 'Strukturierter Erstgespraechsleitfaden für Bank-, Kapitalmarkt- und Wertpapierrecht: Erfassung der Konstellation, Konfli'
description: 'Für Erstgespräch Mandatsannahme: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt. Fachgebiet: Fachanwalt Bank Kapitalmarktrecht.'
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/fachanwalt-bank-kapitalmarktrecht/skills/erstgespraech-mandatsannahme
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: de
practice: finance
language: de
---

# Strukturierter Erstgespraechsleitfaden für Bank-, Kapitalmarkt- und Wertpapierrecht: Erfassung der Konstellation, Konflikt- und GwG-Check, Vollmacht, Streitwert/Gebührenvereinbarung, Fristen-Erstprognose und Handlungsweichen.


## Arbeitsweg

- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: WpHG; WpIG — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

**Fokus:** Strukturierter Erstgespraechsleitfaden für Bank-, Kapitalmarkt- und Wertpapierrecht: Erfassung der Konstellation, Konflikt- und GwG-Check, Vollmacht, Streitwert/Gebührenvereinbarung, Fristen-Erstprognose und Handlungsweichen.

### Erstgespraech und Mandatsannahme im Bank-, Kapitalmarkt- und Wertpapierrecht

## Wann dieser Arbeitsgang greift

- Neue Anfrage aus dem Bereich Bank-, Kapitalmarkt- und Wertpapierrecht (Telefon, Mail, Empfehlung, Walk-in).
- Mandantin oder Mandant beschreibt Sachverhalt unstrukturiert; viele Anlagen ohne System.
- Vor jeder weiteren fachlichen Bearbeitung: erst Annahme klären, Konflikt- und GwG-Prüfung, Vollmacht, Streitwert/Vereinbarung, Fristen.

## Phasen des Erstgespraechs

### 1. Aufnahme der Konstellation (10-15 Min.)

Standard-Fragenraster für Bank-, Kapitalmarkt- und Wertpapierrecht:

- Beteiligte (Vor-/Nachname, Geburtsdatum, Anschrift, Rolle: Klägerin/Beklagter, Antragsteller, Beschuldigter)
- Konflikt-Kern in einem Satz ("Was ist Ihr Ziel?")
- Konkrete fachliche Stossrichtung: Anlageberatung, Verbraucherdarlehen, Widerruf, Phishing, AGB-Banken, Geldwaesche
- Bisherige Korrespondenz (Bescheide, Schreiben der Gegenseite, anwaltliche Vertretung der Gegenseite?)
- **Fristenscreening sofort:** anstehende Klage-/Widerspruchs-/Einspruchsfristen aus den vorgelegten Schreiben (z.B. Klage auf Schadensersatz aus Falschberatung, Widerrufsklage Verbraucherdarlehen). Frist-Alarm an die Vorbereitung weitergeben.

### 2. Konflikt-Prüfung und GwG-Check (5 Min.)

- Konflikt-Check über Mandantsystem: Gegnerin, Streitgegenstand, frueherer Mandant?
- GwG-Identifizierung: amtlicher Lichtbildausweis (Ausweisscan), bei juristischer Person Handelsregister-/Transparenzregister-Auszug, ggf. wirtschaftlich Berechtigte/n.
- Risikobewertung (niedrig/mittel/hoch) abhaengig von Mandatscharakter, Bargeld, Auslandsbezug.
- Doku im Mandatsbogen (Pflicht nach §§ 10 ff. GwG i.V.m. § 2 Abs. 1 Nr. 10 GwG für RA-Mandate).

### 3. Vollmacht und Schweigepflichtentbindung

- Allgemeine Prozess-/Aussenvollmacht (BORA, ZPO, FamFG, je nach Fachgebiet).
- Spezielle Vollmachten: ggf. Akteneinsicht Strafakte, KV-Abrechnungsdaten, Sozialdaten (Schweigepflichtentbindung gegenueber Krankenkasse, Arzt, Behörde).
- Bei Eheleuten/GbR/GmbH: einzelvollmachtgebende Person und Vertretungsmacht klären.

### 4. Streitwert und Gebührenvereinbarung

Standard-Streitwerte im Bereich Bank-, Kapitalmarkt- und Wertpapierrecht:

- Skizze: Streitwert grob abschaetzen (z.B. Hauptforderung, ggf. + Zinsen, Nebenforderungen).
- RVG-Pauschalrechnung (Berechnungstool im Plugin) oder Stundenhonorarvereinbarung.
- Beratungshilfe-/Prozesskostenhilfe-Antrag prüfen, wenn wirtschaftlich angezeigt.
- Vorschussanforderung nach § 9 RVG.

### 5. Strategie-Erstskizze

Drei Weichen am Ende des Erstgespraechs:

- **Mandat annehmen:** vollstaendig (Prüfung + Schriftsatz) oder begrenzt (nur Prüfung/Gutachten).
- **Verweisen:** wenn Spezialgebiet ausserhalb der Fachanwaltschaft, oertlich unzuständig oder Konflikt.
- **Ablehnen:** offensichtlich aussichtslos, GwG-Hit, Bauchgefuehl-Vorsicht.

## Pflicht-Output am Ende

1. **Mandatsbogen** mit Beteiligten, Konflikt-Check, GwG-Status, Streitwert.
2. **Frist-Liste** (Sofortfristen, Verjährung, Ausschlussfristen, Beweisanforderungs-Fristen).
3. **Anlagenverzeichnis** des uebergebenen Datenraums (Stand erstes Sortieren).
4. **Naechster-Schritt-Plan:** binnen 24/48/72 h, Owner, Output.
5. **Honorarvereinbarung** unterschrieben oder Vorbehalt notiert.

## Relevante Rechtsgrundlagen und Standards

- BORA, BRAO, FAO für Fachanwaltschaft Bank-, Kapitalmarkt- und Wertpapierrecht.
- GwG, GwGMeldV, Identifizierungsleitfaden BRAK.
- §§ 488 ff. BGB, WpHG, KWG, ZAG, GwG, MiFID II, PRIIPs-VO, MaComp (für fachliche Erstpruefung).
- DSGVO und BDSG für den Umgang mit Mandantendaten (Art. 6 DSGVO als Rechtsgrundlage, Art. 9 ggf. Gesundheitsdaten).

## Typische Fehler im Erstgespraech

- Frist uebersehen, weil Mandantin sie nicht selber genannt hat (immer aus jedem Schreiben Frist herausziehen).
- Konflikt-Check nur nach Personennamen, nicht nach Sachzusammenhang (gleiche Liegenschaft, gleicher Sachverhalt).
- Vollmachtsumfang unklar -> später Streit mit Mandantin über Befugnisse.
- Honorarvereinbarung muendlich -> Beweisnot bei Streitwert-/Honorar-Streit.
- GwG: kein Lichtbildausweis erfasst, kein Aktenvermerk über Risikobewertung.

## Praxis-Checkliste

- [ ] Personalien und Rolle aller Beteiligten erfasst
- [ ] Konflikt-Check durchgefuehrt
- [ ] GwG: Identifizierung + Risikobewertung notiert
- [ ] Allgemeine Vollmacht unterschrieben
- [ ] Speziale Vollmacht / Entbindungserklaerung (wo noetig) unterschrieben
- [ ] Streitwert geschaetzt
- [ ] Honorarvereinbarung unterschrieben oder ausdruecklich auf RVG verwiesen
- [ ] Fristenliste angelegt und in Kalender eingetragen
- [ ] Mandatsbogen vollstaendig
- [ ] Naechster-Schritt-Plan dem Mandanten kommuniziert (E-Mail-Zusammenfassung)

## Konkrete Praxis-Konstellationen

### Konstellation A: Eilbeduerftigkeit

Mandantin kommt am Donnerstag, Frist laeuft am Montag (Klage- oder Widerspruchsfrist im Bereich Bank-, Kapitalmarkt- und Wertpapierrecht). Handlungs-Sequenz:

1. Sofort-Vollmacht und Sofort-Akteneinsicht (per beA, ELSTER, Behördenportal).
2. Antrag auf Wiedereinsetzung (§ 233 ZPO, § 60 VwGO, § 110 AO) als Reserve dokumentieren.
3. Spaeteste-Stunde-Versand-Plan: beA bevorzugt, mit qualifizierter Signatur und Empfangsbekenntnis.
4. Honorarvereinbarung NICHT auf Eilzuschlag verzichten - aber transparent kommunizieren.

### Konstellation B: Komplexer Sachverhalt, Datenraum unsortiert

Mandant uebergibt 200+ Dateien (PDF-Scans, E-Mails, Excel-Listen). Vor jeder fachlichen Bewertung:

1. Datenraum-Index in Excel: Datum, Absender, Empfaenger, Aktenzeichen, kurze Inhaltszeile.
2. Chronologischer Verlauf als Zeitstrahl - Spielraum für Verjährungs- und Ausschlussfristen identifizieren.
3. Loecher im Datenraum gezielt anfordern (Mandantenfragen-Katalog).

### Konstellation C: Interessenkonflikt-Naehe

Frueheres Mandat mit derselben Gegnerin oder gleichem Sachzusammenhang. Prüfung:

1. § 43a Abs. 4 BRAO und § 3 BORA - Sachzusammenhang, nicht nur Personenidentitaet.
2. Einwilligung beider Mandanten in Textform (mit konkreter Beschreibung).
3. Bei Zweifel: Mandat ablehnen und an Kanzleikollegium ueberweisen.

## Mandanten-Erwartungsmanagement

- Realistische Erfolgs- und Kostenprognose (nicht "Wir gewinnen sicher").
- Verfahrensdauer im Bereich Bank-, Kapitalmarkt- und Wertpapierrecht: Erfahrungswerte nach Instanz.
- Vergleichschance vs. streitiges Urteil als Option offen halten.
- Schriftliche Zusammenfassung des Erstgespraechs binnen 48 h.

## Honorarvereinbarung - Best Practices

- RVG-Basis als Default, Stundenhonorar nur mit gesondertem Hinweis nach § 3a RVG.
- Erfolgshonorar nur in den engen Grenzen § 4a RVG.
- Vorschuss in Höhe der voraussichtlichen 1. Instanz.
- Klarstellung: Auslagen-Pauschale, USt, Reisekosten, Sachverstaendigenkosten gesondert.
- Bei PKH/Beratungshilfe-Mandant: schriftliche Belehrung, dass eigene Beitraege möglich sind.

## Mandatsbogen-Muster (Mindestinhalt)

- Mandant (Name, Geburtsdatum, Anschrift, Telefon, E-Mail)
- Gegner (Name, Anschrift, ggf. anwaltliche Vertretung)
- Kurzbeschreibung Sachverhalt (5-10 Saetze)
- Ziel des Mandats (eine Zeile)
- Strittige Fragen (bullet)
- Geprueft: Konflikt - GwG - Vollmacht
- Streitwert (Schaetzung)
- Honorarvereinbarung (RVG/Stunde/Pauschale)
- Frist-Liste
- Aktenanlage Datum
- Naechster-Schritt

## Cross-Refs

- `vergleichsverhandlung-strategie` (im selben Plugin) für den Fall, dass aussergerichtliche Loesung angestrebt wird.
- `schriftsatzkern-substantiierung` (im selben Plugin) für den Schriftsatzaufbau, wenn Klage/Widerspruch eingereicht wird.
- Kanzlei-Allgemein-Plugin `kanzlei-allgemein` für Konflikt-, GwG- und PEP-Prüfroutinen.

## Vertiefung: Rechtsprechung und Normen

### Zentrale Normen Erstmandat Bank-/Kapitalmarktrecht
- § 2 Abs. 1 Nr. 10 GwG — Rechtsanwaelte als Verpflichtete nach GwG bei bestimmten Taetigkeiten (Kauf/Verkauf Immobilien, Verwaltung Treuhand, Gruendung Gesellschaften)
- §§ 10 ff. GwG — Sorgfaltspflichten: Identifizierung, Abklaerung wirtschaftlich Berechtigter, Risikoanalyse
- §§ 488, 491 ff. BGB — Darlehens- und Verbraucherkredit-Basisnormen für erste Sachverhaltspruefung
- §§ 63, 64, 83 WpHG — Pflichten Anlageberatung (Geeignetheit, Angemessenheit, Protokoll)
- § 43a Abs. 4 BRAO, § 3 BORA — Verbot widerstreitender Interessen

### Leitsaetze zum Erstgespräch / Mandat


### Quellenregel

Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
### Triage-Fragen Bank-/Kapitalmarktrecht — Sofort-Checkliste

Bevor losgelegt wird, klaere folgende Punkte:
1. Ist eine Sofortfrist (Widerruf, Klage, Beschwerde) erkennbar? → Datum notieren, Kalender Alarm.
2. Liegt Verbraucherkredit (§ 491 BGB) oder gewerbliches Mandat vor? → Bestimmt Schutzrechte.
3. Besteht Identitaetsklaerungspflicht nach GwG (wirtschaftlich Berechtigter, PEP-Prüfung)?
4. Existiert ein Interessenkonflikt (§ 43a Abs. 4 BRAO)? → Gegner, Sachzusammenhang, frueheres Mandat.
5. Ist der Streitwert so hoch, dass Prozesskostenrisiko thematisiert werden muss?

### Output-Template Mandatsbogen (Vervollstaendigt)
**Adressat:** Intern, Aktenanlage — Tonfall: praezise-dokumentarisch

```
MANDATSBOGEN Bank-/Kapitalmarktrecht
===========================================
Datum Erstgespraech: [TT.MM.JJJJ]
Mandant (Name/Geb./ADR): [NAME] / [DATUM] / [ANSCHRIFT]
Rolle Mandant: [Anleger / Kreditnehmer / Bank / Sonstiges]
Gegenpartei: [NAME, ANSCHRIFT, ggf. Anwalt]
Sachgebiet: [Anlageberatung / Verbraucherkredit / Widerruf / BaFin ...]
Sachverhaltskern (5 Saetze):
[...]
Ziel Mandant (1 Satz): [...]
Sofortfristen: [Datum] — [Art] — [Rechtsgrundlage]
Verjaebrungsprognose: [3 Jahre ab XX.XX.XXXX / 10 Jahre absolut]
GwG-Identifizierung: [Lichtbildausweis] JA / NEIN; [HR-Auszug] JA / NEIN
Konflikt-Check: JA (sauber) / NEIN (Hinderungsgrund: ...)
Vollmacht: Unterschrieben am [Datum]
Streitwert (Schaetzung): EUR [Betrag]
Honorarvereinbarung: RVG / Stunde EUR [...] / Pauschale EUR [...]
Naechster Schritt: [Owner] bis [Datum]
===========================================
```

<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->
> **Ausformulierungspflicht und Formatstandard.** Das Endprodukt wird in **vollständigen, ausformulierten Sätzen** geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie `[Name der Mandantin]` werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.
>
> **Schriftbild:** Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist **Times New Roman 11 pt** als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
>
> **Nummerierung:** Gliederung ausschließlich dezimal (`1`, `1.1`, `1.1.1` und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->

> Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.

Attribution

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