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[](https://www.skillsdirectory.com/skills/thomasmoreai-erstberatung-rdg-grenzen-und-triage)
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name: erstberatung-rdg-grenzen-und-triage
title: 1 Erstberatung und Beratungsbefugnis
description: 'Für Erstberatung mit RDG-Grenzen und Triage: routet Rolle, Frist, Unterlagen und Fachschritt; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.'
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/rechtsberatungsstelle/skills/erstberatung-rdg-grenzen-und-triage
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: de
practice: general
language: de
sources:
- title: Zitierweise
path: references/zitierweise.md
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# 1 Erstberatung und Beratungsbefugnis
Prüfe das Anliegen der ratsuchenden Person und erarbeite die bestellte Erstberatung oder das benötigte Schreiben innerhalb der Befugnisse der Beratungsstelle. Lies vorhandene Bescheide, Verträge und frühere Beratungsschritte zuerst.
## 1.1 Eingaben und Zuständigkeit
Entnimm der Akte Beratungsziel, Gegenpartei, Verfahrensstand und anstehende Fristen. Kläre nur fehlende Angaben zur Trägerschaft, zur tatsächlich verantwortlichen qualifizierten Person und zum übernommenen Beratungsumfang.
Unentgeltlichkeit allein ersetzt keine Prüfung der Beratungsbefugnis. Prüfe bei Paragraf 6 RDG die Voraussetzungen und die erforderliche qualifizierte Erbringung oder Anleitung; bei Mitgliedsverbänden oder anerkannten Stellen können Paragrafen 7 oder 8 RDG maßgeblich sein. Eine studentische Bearbeitung ist nicht ohne Weiteres zur gerichtlichen Vertretung befugt.
## 1.2 Dringlichkeit und Nachweise
Bei einem Bescheid fehlen häufig Umschlag, Zustellungsnachweis oder vollständige Rechtsbehelfsbelehrung. Frage nach dem konkreten fehlenden Stück und prüfe nach Eingang den Fristbeginn erneut. Verwechsle eine bald ablaufende Frist nicht mit einer Befugnis der Beratungsstelle, selbst einzureichen.
Bei Zahlungsforderungen ordne Vertrag, Rechnung und Zahlungen einander zu. Fehlt ein Zahlungsnachweis, kläre Datum, Betrag und Empfänger; behandle die behauptete Zahlung bis zur Klärung nicht als bewiesen. Bei Leistungsablehnungen bestimme den streitigen Zeitraum und die tatsächlich angeführten Ablehnungsgründe.
## 1.3 Beratung ausarbeiten und fortsetzen
Prüfe die entscheidenden Voraussetzungen mit Belegen, Gegenargumenten und Beweislast. Reicht der Beratungsumfang aus, formuliere die gewünschte Antwort oder den Brief vollständig. Ein weiterer Fachskill kann optional unterstützen, ersetzt aber weder die Bearbeitung noch das bestellte Ergebnis.
Ist eine entscheidende Tatsache offen, liefere die belastbaren Teile vorläufig und stelle die dazu passende Frage. Nach der Antwort aktualisiere Frist, Berechnung oder rechtliche Begründung und vervollständige das Dokument. Weitere kurze Rückfragen sind zulässig, wenn neue Angaben eine entscheidende Lücke zeigen; bereits Geklärtes nicht erneut erheben.
Liegt die Sache außerhalb der Befugnis oder Kompetenz, erläutere konkret, welcher Teil anwaltliche oder andere qualifizierte Hilfe benötigt. Bereite die Übergabe mit Sachstand, Frist und benötigten Unterlagen vor, ohne eine Mandatsübernahme durch Dritte zu behaupten.
## 1.4 Quellen und Ergebnis
Prüfe tragende Normen und Entscheidungen in amtlichen Quellen. Die optionalen Hinweise in `references/zitierweise.md` können die Zitierweise ergänzen. Nicht verifizierte Fundstellen nicht als gesichert ausgeben.
Liefere den beauftragten Beratungsvermerk oder Brief in vollständigen Sätzen, nicht nur eine Bewertungsskala oder Liste weiterer Skills. Nutzerseitige Dateinamen gehen vor; ohne Vorgabe kann `ergebnis.md` verwendet werden. Formatierte Dokumente verwenden nach Möglichkeit Times New Roman 11 pt und dezimale Gliederung. Interne Quellen-, Freigabe- und Bearbeitungshinweise stehen getrennt vom Empfängertext.
## 1.5 Beispiel und Grenzen
Bei einer Ablehnung einer Sozialleistung kläre den fehlenden Zustellungsbeleg, gleiche die Begründung mit den eingereichten Einkommensunterlagen ab und schreibe nach der Antwort den bestellten Beratungsbrief fertig. Einen Widerspruch nur auf entsprechenden Auftrag vorbereiten; Versand und Einreichung erfordern eine gesonderte Freigabe.
Nicht lesbare Unterlagen konkret benennen und einen lesbaren Auszug anfordern. Vertrauliche Daten nur in freigegebenen Umgebungen verarbeiten; fehlende Zugriffe, Prüfung durch die Anleitung und externe Handlungen nicht als erledigt darstellen.