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Dfg Finanzplan Module Personal Geraete

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Für Finanzplan und Module: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.

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name: dfg-finanzplan-module-personal-geraete
title: Finanzplan und Module
description: 'Für Finanzplan und Module: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.'
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/dfg-foerderantrag/skills/dfg-finanzplan-module-personal-geraete
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: de
practice: administrative
language: de
---

# Finanzplan und Module

## Worum geht es

Leite jede Finanzposition aus dem Arbeitsprogramm ab: Aufgabe, benötigte Ressource, Zeitraum, vorhandene Ausstattung und beantragter Betrag. Eine nachvollziehbare Begründung ist keine Zusage einer Bewilligung oder eines bestimmten Bewilligungsanteils. Keine Bewilligungsquote aus der Qualität des Entwurfs ableiten.

Keine festen Anteile für Personal, Sachmittel, Reisen oder Sonstiges vorgeben. Maßgeblich sind das konkrete Förderprogramm, zulässige Module und der begründete Bedarf. Für die Sachbeihilfe führt die [aktuelle DFG-Programmseite](https://www.dfg.de/de/foerderung/foerdermoeglichkeiten/programme/einzelfoerderung/sachbeihilfe/formulare-merkblaetter) Programmmerkblatt 50.01, Antragsleitfaden 54.01 und die jeweiligen Modulmerkblätter, insbesondere Basismodul 52.01. Verzeichnis am 14.09.2026 geprüft. Vor Berechnung die geltenden Dokumentfassungen samt Übergangsregeln öffnen und konkrete Kostenregel, Fundstelle und Abrufdatum festhalten; ein Verzeichniseintrag ersetzt nicht die Prüfung des Merkblatts.

## Wann dieses Modul hilft / Kaltstart-Fragen

Sie brauchen diesen Skill, wenn das Arbeitsprogramm steht (oder im Entwurf vorliegt) und daraus jetzt der Finanzplan abgeleitet werden muss — oder wenn ein vorhandener Finanzplan kürzungsgefährdet wirkt.

Kaltstartfragen:

1. **Arbeitspakete fertig?** Wenn nein, zuerst `dfg-projektbeschreibung-arbeitsprogramm`.
2. **Personal:** Welche Qualifikation pro AP? TV-L 13 (Doktorand, Postdoc), TV-L 14 (Postdoc mit eigenständiger Verantwortung), studentische Hilfskräfte?
3. **Geräte:** Welche Geräte über 10.000 Euro? Bereits vorhanden in der Institution?
4. **Reisemittel:** Welche Konferenzen, Kooperations-Treffen, Datenerhebungs-Reisen?
5. **Publikationsmittel:** Open-Access-Gebühren einplanen?
6. **Module:** welche Module sind erforderlich (Eigene Stelle, Mercator Fellow, Workshop)?
7. **Eigenmittel der Institution:** was wird durch Universität gestellt?

## Programm- bzw. Sachrahmen

**Wichtig: Keine Gemeinkostenpauschale.** Anders als z. B. BMBF kennt die DFG keine pauschale Overhead-Erstattung an Antragsteller direkt. Es gibt allerdings eine **Programmpauschale** für Hochschulen (Stand vom Antragsteller live zu prüfen — Prozentsatz ändert sich) — die geht direkt an die Universität, nicht in den Projekthaushalt.

**Personalmittel.**

- Personalkategorie, Qualifikation, Beschäftigungsumfang und Monate aus der Aufgabe und den geltenden Programm- und Fachvorgaben bestimmen; keine pauschale Entgeltgruppe oder Promotionsstellenquote vorgeben.
- Für den Antrag die einschlägigen aktuellen DFG-Personalmittelsätze verwenden, soweit das Programm diese vorsieht. Institutionelle Tarifkosten gesondert plausibilisieren, nicht ungeprüft an die Stelle des Antragssatzes setzen.
- Hilfskraftkosten anhand der maßgeblichen aktuellen Regelung belegen. Fehlende Sätze als offene Eingabewerte kennzeichnen.
- Keine pauschalen jährlichen Tarifaufschläge hinzurechnen. Prüfen, welche Anpassungen der maßgebliche Satz bereits enthält und ob zusätzliche Ansätze nach der konkreten Förderregel zulässig sind.

**Sachmittel.**

- **Geräte über 10.000 Euro:** Angebot in Anlage. Geräte über 50.000 Euro: drei Angebote.
- **Verbrauchsmittel:** Pauschal kalkulierbar, aber pro AP begründet.
- **Software-Lizenzen:** mit konkretem Bedarf koppeln.

**Reisemittel.**

- **Tagungen:** konkrete Tagungen nennen, wenn bekannt — oder Kategorisierung (z. B. "eine internationale Hauptkonferenz pro Jahr").
- **Datenerhebung:** Reiseziele konkret.
- **Kooperationstreffen:** mit Kooperationsschreiben in Anlage belegt.

Publikationsmittel: zulässige Kostenart, Pauschale oder Einzelansatz aus dem geltenden Modulmerkblatt belegen. Keine historische Zahl fortschreiben und keinen ungedeckten Mehrbedarf automatisch als beantragbar behandeln.

**Modul Eigene Stelle.** Volle Stelle TV-L 13 oder 14 für den Antragsteller selbst, wenn keine Dauerstelle vorhanden. Volle Begründung, dass institutionell keine Stelle verfügbar ist.

**Modul Mercator Fellow.** Pauschale plus Reisekosten plus ggf. Aufenthaltskosten. Konkrete Person mit Kooperationszusage, klarer Beitrag zum Projekt.

**Modul Workshop.** Reisekosten, Verpflegung, ggf. Honorare für externe Referenten. Workshop muss klaren Projektbezug haben (Datenvalidierung, Methodenabstimmung, nicht nur "Vernetzung").

**Modul Chancengleichheit.** Antrag erst, wenn konkreter Bedarf (z. B. Kinderbetreuung für Konferenzreise) — pauschale Beantragung wirkt fadenscheinig.

**Modul Öffentlichkeitsarbeit.** Wenn Projektergebnisse für die breitere Öffentlichkeit interessant sind und konkrete Maßnahmen (Webseite, Video, Veranstaltung) geplant.

## Praxisleitfaden

Was den Finanzplan prüffähig macht:

- **Personal-zu-AP-Matrix in Tabellenform.** Jede Person, jede Prozentangabe, jedem AP zugeordnet.
- Personalkosten mit belegtem Antragssatz und Rechenweg ausweisen; enthaltene Arbeitgeberkosten nicht nochmals aufschlagen.
- **Geräte begründet** durch Arbeitspaket-Funktion plus Beleg, dass an der Institution nicht vorhanden.
- **Reisemittel konkret** — drei Konferenzbeispiele besser als "Reisemittel für Konferenzen pauschal".
- Modulwahl nach zulässigem und begründetem Bedarf, nicht nach einer vorgegebenen Anzahl.

**Was Reviewer triggert (Personalplanung-Falle).**

- **"3 WMA für AP 1-3"** ohne klare Differenzierung — wirkt überstaffed.
- **"WMA in Vollzeit für 36 Monate für eine reine Pilotstudie"** — wirkt unterausgelastet.
- **"3 Doktoranden für 1 Themenfeld"** — Reviewer fragt: "Was soll jeder einzeln machen?". Wenn keine klare Differenzierung, wird einer gestrichen.
- **"Postdoc und Doktorand machen dasselbe AP"** — wirkt redundant.
- **"Tarifsteigerung nicht eingerechnet"** — Reviewer rechnet nach und stellt fest, dass im letzten Jahr Geld fehlt.

**Was Reviewer triggert (Gerätekosten).**

- **"Vorhandenes Gerät in der Institution nicht erwähnt"** — Reviewer hat oft Insiderkenntnis über die Geräteausstattung von Standardinstituten.
- **"Gerät teurer als Marktpreis"** — Reviewer googelt.
- **"Eigenmittel der Institution nicht ausgewiesen"** — wirkt, als wolle Antragsteller alle Kosten auf die DFG schieben.

**Was Reviewer triggert (Reisemittel).**

- **"3 internationale Konferenzen pro Jahr für eine 65-Prozent-Stelle"** — überdimensioniert.
- **"Reisemittel für Kooperationstreffen"** ohne Kooperationsschreiben.
- **"Feldforschung in [Land X]"** ohne ausgewiesene Forschungspartner vor Ort.

**Trade-off PostDoc vs. Doktorand.**

| Aspekt | Doktorand TV-L 13/65% | Postdoc TV-L 13/100% |
| --- | --- | --- |
| Kosten pro Jahr | typisch günstiger | typisch teurer |
| Produktivität | langsamer, mit Qualifikationsphase | schneller, eigenständiger |
| Risiko | höher (Abbruch möglich) | geringer |
| Karrierebeitrag der Institution | hoch (Dr.-Titel) | niedriger |
| Reviewer-Wahrnehmung | "Qualifizierungsstelle" | "Produktionsstelle" |

**Empfehlung:** Bei langem Datenerhebungsanteil eher Doktorand. Bei methodisch anspruchsvoller Auswertung eher Postdoc. Mischung möglich (1 Postdoc + 1 Doktorand), wenn AP-Differenzierung klar.

## Trade-off-Matrix

| Trade-off | Pfad A | Pfad B | Empfehlung |
| --- | --- | --- | --- |
| Personal-Stärke | überdimensioniert | minimal | Realistisch, jede Stelle AP-funktional |
| Geräte beantragen vs. mitnutzen | Neukauf | Mitnutzung am Institut | Mitnutzung wenn möglich, Neukauf nur bei klarer Notwendigkeit |
| Modulumfang | einzelne Module | mehrere Module | Jedes Modul anhand Programmzulässigkeit und Bedarf begründen |
| Reisemittel konkret vs. pauschal | konkrete Konferenzen | pauschale Reisemittel | Konkret, mindestens beispielhaft |
| Tarifänderung | gesonderter Ansatz | im Antragssatz enthalten | Förderregel und Satzbestandteile prüfen; keine Doppelzählung |
| Minimal- vs. Idealbudget | Minimal | Ideal mit Optionen | Ideal beantragen, Minimal in Kürzungsabwehr bereit halten |

## Schritt für Schritt

1. **Arbeitspakete als Anker.** Jede Finanzposition muss eine AP-Funktion haben.
2. **Personalmatrix bauen** (Tabelle: Person — Stellenkategorie — Prozent — AP-Zuordnung — Monate).
3. Geltenden Antragssatz mit Quelle dokumentieren; institutionelle Vergleichskosten getrennt rechnen und enthaltene Kostenbestandteile nicht doppelt ansetzen.
4. **Geräte/Verbrauchsmittel** pro AP zuordnen.
5. **Reisemittel** mit konkreten Beispielen.
6. **Modulwahl** treffen, jedes Modul begründen.
7. **Eigenmittel der Institution** sichtbar machen.
8. **Kürzungsabwehr-Argumente** vorbereiten (siehe unten).
9. **Minimal- vs. Idealbudget-Vergleich** für interne Strategie.

## Mustertexte / Vorlagen

**Personalmatrix** (Vorlage):

| Position | Stelle | Prozent | Monate | AP-Zuordnung | Aufgabe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| WMA1 | TV-L 13 | 100 | 1-36 | AP1.1, AP1.2, AP2 | Datenerhebung und Auswertung |
| WMA2 | TV-L 13 | 65 | 6-36 | AP3 | Methodenentwicklung Modell X |
| SHK | SHK-Vertrag | 10h/Woche | 12-30 | AP2 | Codierung Interviewdaten |
| Postdoc | TV-L 14 | 50 | 1-36 | AP4 | Theorieintegration und Publikation |

**Finanzplan-Übersicht** (Vorlage):

| Position | Begründung | Summe |
| --- | --- | --- |
| Personal WMA1 (TV-L 13, 100%, 36 Mon.) | AP1, AP2 — Datenerhebung und Auswertung | [Zahl] Euro |
| Personal WMA2 (TV-L 13, 65%, 30 Mon.) | AP3 — Methodenentwicklung | [Zahl] Euro |
| Personal Postdoc (TV-L 14, 50%, 36 Mon.) | AP4 — Theorie und Publikation | [Zahl] Euro |
| Personal SHK | AP2 — Codierung | [Zahl] Euro |
| Gerät [X] (Angebot Anlage 5) | AP1 — nicht an Institution vorhanden | [Zahl] Euro |
| Verbrauchsmittel | AP1, AP2 | [Zahl] Euro |
| Reisen (Konferenzen plus Feldforschung) | AP1, AP4 — siehe Liste | [Zahl] Euro |
| Publikationsmittel (Pauschale) | Open Access und Druckkosten | [Zahl] Euro |
| Sonstiges | klar abgegrenzt | [Zahl] Euro |
| **Summe** | | **[Zahl] Euro** |

**Kürzungsabwehr** (Vorlage):

| Einwand des Reviewers | Mein Gegenmittel im Antrag |
| --- | --- |
| zu viel Personal | AP-Auslastung pro Stelle dargestellt, kein AP überstaffed |
| Gerät nicht nötig | Mitnutzung am Institut geprüft (Anlage 8), Alternative zu teuer |
| Reisen diffus | konkrete Konferenzen genannt (Liste in Antrag) |
| Workshop dekorativ | klarer Output definiert (Datenvalidierung gemeinsam mit Partnern) |
| TV-L 14 statt 13 | Postdoc-Profil und eigenständige Verantwortung ausgewiesen |
| Beschäftigungsumfang einer Promotionsstelle | Arbeitsumfang und einschlägige Fach- und Programmvorgaben belegen, keine Standardquote unterstellen |

## Typische Fehler

- 3 Doktoranden für 1 Themenfeld ohne AP-Differenzierung.
- Veralteten Antragssatz verwenden oder bereits enthaltene Anpassungen nochmals aufschlagen.
- Gerät beantragt, das die Institution bereits hat (Reviewer-Insider weiß das).
- Reisemittel ohne Konferenz-Beispiele.
- Mercator Fellow ohne Kooperationsschreiben.
- Workshop ohne Output-Definition.
- "Sonstiges" als undurchsichtige Puffer-Position.
- Chancengleichheits-Modul pauschal "für Maßnahmen" ohne konkreten Bedarf.
- Eigenmittel der Institution nicht ausgewiesen.
- Bestandteile des Personalmittelsatzes ungeprüft weglassen oder doppelt rechnen.
- Programmpauschale für die Universität vergessen zu erwähnen.

## Regelungs- und Quellenanker

Arbeitsfokus: **Finanzplan und Module**. Prüfe diese Anker am Sachverhalt; ergänze nur Normen, die denselben Output, dieselbe Frist oder dieselbe Beweisfrage tragen:

- `§ 7 Abs. 1 BHO` — Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit und plausibler Mitteleinsatz.
- `§ 23 BHO` — Zuwendungszweck und erhebliches Bundesinteresse als Förderlogik.
- `§ 44 Abs. 1 BHO` — Bewilligung, Nachweis und Prüfung von Zuwendungen.
- `§ 55 Abs. 1 BHO` — Vergabebezug bei Beschaffung aus Fördermitteln.
- `§ 58 BHO` — Änderung von Verträgen und haushaltsrechtliche Bindungen.
- `Art. 91b Abs. 1 GG` — Bund-Länder-Kooperation in der Forschungsförderung.
- `DFG-Vordruck Sachbeihilfe Finanzierungsplan` — Personal, Geräte, Verbrauchsmittel und Reisen getrennt begründen.
- `DFG-Kodex Leitlinie 7` — Qualitätssicherung auch bei Mittelverwendung und Dokumentation.

Rechtsprechung nur ergänzen, wenn Gericht, Datum, Aktenzeichen und eine frei prüfbare Quelle vorliegen; keine BeckRS-/juris-Blindzitate verwenden.

## Quellen Stand 05/2026

- DFG-Hinweise zur Finanzplanung: dfg.de
- DFG-Vordrucke (Finanzplan, Modulübersicht): dfg.de — am Einreichtag live ziehen.
- DFG-Programmpauschale (Hochschulen): dfg.de — Prozentsatz und Verfahren verifizieren.
- Tarifrechner TV-L der Heimatuniversität.
- DFG-FAQ zu Personalmitteln: dfg.de

Personalkostensätze, Tarifsteigerungen und Pauschalen ändern sich — keine aus dem Gedächtnis geschriebenen Zahlen verwenden.

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