Für IV Cross-Border Assets — Trustee, DIP, Registervollzug: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.
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[](https://www.skillsdirectory.com/skills/thomasmoreai-cross-iv-eigenverwaltung)
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name: cross-iv-eigenverwaltung
title: IV Cross-Border Assets — Trustee, DIP, Registervollzug
description: 'Für IV Cross-Border Assets — Trustee, DIP, Registervollzug: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.'
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/insolvenzverwaltung/skills/cross-iv-eigenverwaltung
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: de
practice: bankruptcy
language: de
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# IV Cross-Border Assets — Trustee, DIP, Registervollzug
## Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: die im Plugin-Kontext einschlägigen Normen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, eur-lex.europa.eu und die amtlichen Bundes-/Landesportale live prüfen — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
## Fachlicher Kern — Insolvenz- und Sanierungsrecht
- **Problemfokus dieses Skills:** Bleibe beim konkreten Titel `IV Cross-Border Assets — Trustee, DIP, Registervollzug` und löse die dort angelegte Fachfrage; arbeite mit konkreten Tatbestandsmerkmalen, Beweisfragen und dem unmittelbar benötigten Arbeitsprodukt. Routingfragen bleiben Hilfsmittel, wenn Frist, Zuständigkeit oder Verfahrensart offen sind.
- **Arbeitsmodus:** Zuerst Insolvenzgrund, Frist, Organpflicht, Verfahrensstand, Sicherheiten, Massebezug und Anfechtungszeitraum klären; dann Sanierungsfähigkeit, Plan/StaRUG, Haftung und Dokumentationsschutz.
- **Outputpflicht:** Krisenzeitachse, Liquiditätsstatus, Anfechtungsmatrix, Sicherheitenradar, IDW-S6-/Sanierungscheck, Register-/Grundbuch-Nachweispaket oder Schriftsatzbaustein.
- **Fehlerbremse:** Tragende Normen/Entscheidungen live oder aus der Akte verifizieren; Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle. Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
## Typische Startfälle
- US Chapter 11 debtor in possession will GmbH-Anteile an einer deutschen Tochter übertragen.
- US trustee verkauft ein deutsches Grundstück der US-Schuldnerin.
- Kanadischer trustee/receiver/monitor will Bankkonten, Forderungen oder IP-Rechte in Deutschland verwerten.
- Deutsche Insolvenzverwaltung muss prüfen, ob eine ausländische Verfahrensperson wirklich über ein deutsches Asset verfügen darf.
- Käufer, Notar oder Grundbuchamt blockiert, weil die Rechtsmacht nicht grundbuch- oder registertauglich nachgewiesen ist.
## Entscheidungsbaum
### 1. Asset und Schuldner trennen
- **Asset des ausländischen Schuldners:** ausländisches Insolvenzstatut kann Verfügungsbefugnis verschieben; deutscher Vollzug bleibt nach deutschem Form-/Registerrecht.
- **Asset der deutschen Tochter:** Nicht automatisch Masse der ausländischen Mutter. Der office holder kontrolliert allenfalls die Gesellschafterrechte der Mutter, nicht unmittelbar das Vermögen der Tochter.
- **GmbH-Anteile:** Asset des Gesellschafters; § 15 GmbHG, § 40 GmbHG, notarielle Liste.
- **Grundstück:** lex rei sitae Deutschland; §§ 873, 925, 311b BGB, § 29 GBO.
### 2. Rechtsmacht prüfen
- EU-Verfahren: EuInsVO prüfen, insbesondere automatische Anerkennung und Befugnisse des Verwalters, aber immer mit deutschem Vollzugsrecht koppeln.
- Drittstaaten: §§ 335 ff., 343 InsO. Kein deutsches Chapter-15-Vorschaltverfahren. Anerkennung und konkrete Befugnis werden praktisch inzident geprüft.
- Ausländisches Recht: office holder status, Umfang der Befugnis, stay, plan, court approval, creditor committee consent, ordinary-course-Grenze.
### 3. Nachweisfähigkeit bauen
Für die IV-Akte wird eine Nachweismappe angelegt:
| Register | Mindestnachweise |
| --- | --- |
| Notar | Eröffnungs-/Bestellungsurkunde, Identität, Befugnis, Übersetzung, Apostille/Legalisation, AML |
| Handelsregister/Gesellschafterliste | notarielle Abtretung, neue Liste, Einreichungsbefugnis, fremdrechtliche Vertretungsmacht |
| Grundbuch | § 29 GBO, Auflassung/Bewilligung, öffentliche Urkunden, § 346 InsO bei Verfügungsbeschränkung |
| Bank/Drittschuldner | Legitimation, Vollmacht, Kontosperren, Sanktionen/AML, Zahlungsinstruktion |
| Prozessgericht | Prozessstandschaft/Parteiwechsel, Vollmacht, Aktivlegitimation |
## Masse- und Haftungsfragen
- **Masseinteresse:** Ist die deutsche Verwertung für die Masse wirtschaftlich sinnvoll, oder verursacht sie nur Vollzugskosten?
- **Drittrechte:** Pfandrechte, Vorkaufsrechte, Absonderungsrechte, Share Pledges, negative pledge, drag/tag, consent matters.
- **Anfechtung:** Ausländische avoidance actions und deutsche Insolvenzanfechtung nicht unbesehen vermischen; Kollisionsrecht und Gerichtsstand prüfen.
- **Haftung:** Wer falsch über deutsche Assets verfügt, riskiert Registerblockade, Käuferhaftung, Notarhaftungsdiskussion, Organpflichtverletzungen und spätere Insolvenzanfechtung.
## Arbeitsprodukt
Liefere:
1. **Cross-Border-Asset-Matrix:** Asset, Eigentümer, Verfahren, office holder, deutsches Vollzugsrecht, Risiko.
2. **Urkundenfahrplan:** Was liegt vor, was fehlt, welche Form braucht die deutsche Stelle?
3. **Vollzugsroute:** Notartermin, Register-/Grundbuchantrag, Insolvenzgericht nach §§ 344 bis 346 InsO, Bankfreigabe oder Deal-Stopp.
4. **Kommunikationspaket:** Fragenkatalog an ausländische counsel und Notarbrief.
5. **Massevermerk:** Nutzen, Kosten, Dauer, Risiken, Alternativverwertung.
## Stoppschilder
- Ausländischer office holder behauptet nur „control over group“, ohne Anteilseigentum und Befugnisnachweis.
- Deutsche Tochter soll Assets verkaufen, obwohl nur die Mutter insolvent ist.
- GmbH-Anteilskauf ohne notarielle Abtretung.
- Grundbuchvollzug ohne §-29-GBO-taugliche Urkunden.
- US Chapter 11 non-ordinary-course sale ohne erkennbare court approval.
- Kanadische Rolle unklar: trustee, receiver und monitor haben nicht automatisch dieselben Befugnisse.
## Quellenregel
Tragende Normen live prüfen: InsO §§ 335 ff., 343, 346 bis 348, EuInsVO, GBO § 29, GmbHG §§ 15, 40, BGB §§ 873, 925, 311b. Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle.