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[](https://www.skillsdirectory.com/skills/thomasmoreai-bereicherungsrecht-vergleich)
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name: bereicherungsrecht-vergleich
title: Bereicherungsrecht Vergleich
description: 'Für Bereicherungsrecht Vergleich: entwickelt Ziel, Vergleich und Eskalation; Ergebnis: Verhandlungs- oder Eskalationslinie.'
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/roemisches-recht/skills/bereicherungsrecht-vergleich
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: general
practice: general
language: de
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# Bereicherungsrecht Vergleich
## Quellenanker
- **D. 12.6.14 (Pomponius)** — nam hoc natura aequum est neminem cum alterius detrimento fieri locupletiorem
- **D. 12.6.1 pr. (Ulpian)** — condictio indebiti: irrtümliche Zahlung einer Nichtschuld
- **D. 12.4 (condictio causa data causa non secuta)** — Rückforderung bei Zweckverfehlung
- **D. 12.5 (condictio ob turpem vel iniustam causam)** — Rückforderung bei verwerflichem Empfang; in pari turpitudine melior est causa possidentis
## Kernregeln
Die condictio ist abstrakte Klage auf certum; das klassische Recht entwickelt Fallgruppen: indebiti (Zahlung auf Nichtschuld im Irrtum), causa data causa non secuta (Vorleistung bei ausgebliebenem Gegenzweck), ob turpem causam (verwerflicher Empfang — aber Ausschluss bei beidseitiger Verwerflichkeit), sine causa. Grundgedanke (Pomponius): Niemand soll sich mit fremdem Schaden bereichern — aber Rom kennt KEINE Generalklausel, nur typisierte Kondiktionen.
## Moderne Parallele
§ 812 I BGB verschmilzt die Kondiktionen zur Generalklausel (Leistungs- und Nichtleistungskondiktion); die alten Typen leben in § 812 I 2 Alt. 1 (ob causam finitam), § 812 I 2 Alt. 2 (causa data...), § 817 BGB (turpis causa samt in-pari-Regel in S. 2) fort. Saldotheorie und § 818 III BGB (Entreicherung) sind nachrömische Zutaten.
## Typische Fehler
Die Trennungslehre (Leistungs-/Eingriffskondiktion) nicht in die Quellen projizieren; ebenso wenig § 818 III — der klassische Kondiktionsschuldner haftete auf das certum, Entreicherung half ihm grundsätzlich nicht.
## Arbeitsweise
1. Quellen zuerst: einschlägige Stellen (Gaius, Digesten, Codex) mit Inskription benennen; Rekonstruktionsgrad und Interpolationsverdacht offenlegen.
2. Epochen trennen: vorklassisch — klassisch — justinianisch — Rezeption; nichts rückprojizieren.
3. Funktional vergleichen: erst die römische Funktion, dann die heutige Norm mit gleicher Aufgabe; Unterschiede ausdrücklich benennen.
4. Für Klausur/Lehre: Institutionensystem (personae — res — actiones) als Gliederungsraster nutzen; lateinische Begriffe beim ersten Auftreten übersetzen.