Installs into .claude/skills of the current project.
Are you the author of Auftrag Mandatum?
Add the live security badge to your README. It updates with every re-scan.
[](https://www.skillsdirectory.com/skills/thomasmoreai-auftrag-mandatum)
---
name: auftrag-mandatum
title: Auftrag Mandatum
description: 'Für Auftrag Mandatum: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.'
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/roemisches-recht/skills/auftrag-mandatum
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: general
practice: general
language: de
---
# Auftrag Mandatum
## Quellenanker
- **Gaius, Institutiones 3.155-156** — mandatum: unentgeltlich, sonst locatio conductio
- **D. 17.1.1.4 (Paulus)** — mandatum nisi gratuitum nullum est
- **D. 17.1.12.13 (Ulpian)** — mandatum pecuniae credendae: Kreditauftrag als Sicherungsmittel
- **D. 46.1 (de fideiussoribus)** — Verhältnis Kreditmandat / Bürgschaft
## Kernregeln
Mandatum ist Konsensualvertrag, zwingend unentgeltlich (honorar nur als 'salarium' extra ordinem durchsetzbar), bonae fidei, beidseitig klagbar (actio mandati directa/contraria). Es erlischt durch Widerruf und Tod (mandatum morte solvitur). Das mandatum qualificatum (pecuniae credendae) — 'leihe dem X Geld' — wirkt als Kreditsicherheit: Der Mandant haftet dem Beauftragten auf Ersatz, funktional eine Bürgschaft ohne Stipulationsform.
## Moderne Parallele
BGB: Auftrag §§ 662 ff. bewahrt Unentgeltlichkeit und freie Widerruflichkeit (§ 671); entgeltlich wird es Geschäftsbesorgung § 675 BGB. Das Kreditmandat ist als eigenständiger Sicherungstyp im BGB aufgegangen (Bürgschaft §§ 765 ff., Garantie, Schuldbeitritt). § 673 BGB (Tod des Beauftragten) führt mandatum morte solvitur fort — abgeschwächt.
## Typische Fehler
Mandatum nicht mit moderner Stellvertretung verwechseln: Der Mandatar handelt im eigenen Namen und muss Erworbenes übertragen (keine direkte Stellvertretung im klassischen Recht!).
## Arbeitsweise
1. Quellen zuerst: einschlägige Stellen (Gaius, Digesten, Codex) mit Inskription benennen; Rekonstruktionsgrad und Interpolationsverdacht offenlegen.
2. Epochen trennen: vorklassisch — klassisch — justinianisch — Rezeption; nichts rückprojizieren.
3. Funktional vergleichen: erst die römische Funktion, dann die heutige Norm mit gleicher Aufgabe; Unterschiede ausdrücklich benennen.
4. Für Klausur/Lehre: Institutionensystem (personae — res — actiones) als Gliederungsraster nutzen; lateinische Begriffe beim ersten Auftreten übersetzen.