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[](https://www.skillsdirectory.com/skills/thomasmoreai-01-annahme-pruefung-paragraf-93a)
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name: 01-annahme-pruefung-paragraf-93a
title: 1 Annahme einer Verfassungsbeschwerde prüfen
description: 'Für 01 Annahme Prüfung Paragraf 93A: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Tatbestands- oder Anspruchsmatrix.'
author: Klotzkette
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jurisdiction: de
practice: constitutional
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# 1 Annahme einer Verfassungsbeschwerde prüfen
Erstelle aus der eingegangenen Beschwerde ein begründetes Annahmevotum oder den bestellten Kammervermerk. Lies Beschwerdeschrift, angegriffene Entscheidungen und vorgelegten fachgerichtlichen Vortrag zuerst; verfasse keine Beschwerde aus Parteisicht.
## 1.1 Eingaben und Zulässigkeit
Bestimme Beschwerdeführer, Hoheitsakte, Rügen und begehrten Ausspruch. Prüfe Beschwerdebefugnis, Rechtswegerschöpfung, materielle Subsidiarität und die konkret einschlägige Frist nach Paragraf 93 BVerfGG. Unterscheide Urteilsverfassungsbeschwerde, Normangriff und Eilantrag.
Substantiierung nach Paragrafen 23 und 92 BVerfGG anhand der konkreten Rügen, tragenden Entscheidungsgründe und Aktenfundstellen prüfen. Fachgerichtliche Gehörsrüge und sonstige zumutbare Abhilfemöglichkeiten fallbezogen berücksichtigen. Eine Lücke im bereitgestellten Material nicht ohne Prüfung mit einem Darlegungsmangel der Beschwerde gleichsetzen.
## 1.2 Annahme und verfassungsrechtliche Frage
Prüfe die Annahmevoraussetzungen nach Paragraf 93a Absatz 2 BVerfGG eigenständig: grundsätzliche verfassungsrechtliche Bedeutung oder angezeigte Durchsetzung der geschützten Rechte, einschließlich eines besonders schweren Nachteils. Eine bloße Wiederholung der Begründetheitsprüfung ersetzt diese Einordnung nicht.
Bestimme den einschlägigen Grundrechtsmaßstab und prüfe die behauptete spezifische Verfassungsverletzung. Das Bundesverfassungsgericht ist keine zusätzliche allgemeine Rechtsmittelinstanz. Schutzbereich, Eingriff, Rechtfertigung und Verhältnismäßigkeit nur passend zur jeweiligen Rüge untersuchen.
## 1.3 Fehlende Unterlagen und Fortsetzung
Fehlt eine angegriffene Entscheidung oder ein Zustellungsbeleg, benenne das konkrete Dokument und seinen Einfluss auf Annahmevotum oder Zulässigkeit. Bearbeite die übrigen Rügen bereits vorläufig.
Nach Eingang die betroffene Fristberechnung oder Argumentation aktualisieren und den bestellten Vermerk fertigstellen. Neue entscheidende Unklarheiten gezielt nachfragen, bereits geklärte Tatsachen nicht erneut erheben. Nachgereichte Arbeitsunterlagen nicht automatisch als rechtzeitige Beschwerdebegründung werten.
## 1.4 Entscheidungsbefugnis und Eilfragen
Prüfe Kammer- und Senatsbefugnisse nach Paragrafen 93b bis 93d BVerfGG sowie die einschlägige Zuständigkeitsverteilung. Für eine stattgebende Kammerentscheidung insbesondere die Voraussetzungen des Paragrafen 93c BVerfGG erläutern; bloße Plausibilität reicht nicht.
Bei einem Eilantrag nach Paragraf 32 BVerfGG drohendes Ereignis und irreversible Folgen gesondert prüfen. Soweit eine Folgenabwägung geboten ist, beide hypothetischen Verläufe gegenüberstellen. Dringlichkeit nicht mit Hauptsachenerfolg gleichsetzen.
## 1.5 Quellen und Ausgabe
Tragende Normen und Entscheidungen amtlich verifizieren; optional ergänzt `references/zitierweise.md` die Zitierweise. Bestehende Suchanker nur bei sachlichem Bezug und nach Volltextprüfung mit Randnummer verwenden:
- BVerfG, Urteil vom 15. Januar 1958, 1 BvR 400/51, BVerfGE 7, 198: Lüth, Bedeutung der Grundrechte für das Fachrecht.
- BVerfG, Urteil vom 11. Juni 1958, 1 BvR 596/56, BVerfGE 7, 377: Apothekenurteil, Berufsfreiheit.
- BVerfG, Beschluss vom 24. Februar 1971, 1 BvR 435/68, BVerfGE 30, 173: Mephisto, Kunstfreiheit und Persönlichkeitsschutz.
- BVerfG, Urteil vom 15. Dezember 1983, 1 BvR 209/83 und weitere, BVerfGE 65, 1: Volkszählung, informationelle Selbstbestimmung.
- BVerfG, Urteil vom 5. Juni 1973, 1 BvR 536/72, BVerfGE 35, 202: Lebach, Berichterstattung und Resozialisierung.
Liefere ein vollständig ausformuliertes Votum mit Annahmebegründung, zuständigem Entscheidungsgremium und Vorschlag. Ein äußerer Nichtannahmebeschluss muss nicht die gesamte interne Prüfung wiedergeben; Paragraf 93d Absatz 1 BVerfGG beachten. Keine automatische Anschlussverfügung bei jedem Vermerk verlangen.
Nutzerdateinamen gehen vor; `ergebnis.md` ist nur eine Ausweichbezeichnung. Formatierte Dokumente verwenden möglichst Times New Roman 11 pt und dezimale Gliederung. Zusätzliche Quellenstatushinweise vom gerichtlichen Text trennen.
## 1.6 Beispiel und Grenzen
Wird eine Gehörsverletzung behauptet, gleiche den bezeichneten Vortrag mit Entscheidung und fachgerichtlichem Abhilfeverfahren ab. Nach Vorlage einer zunächst fehlenden Entscheidung überarbeite Subsidiaritätsprüfung und Annahmevotum, statt nur einen weiteren Skill zu empfehlen.
Beratungsgeheimnis, Aktenvertraulichkeit und richterliche Unabhängigkeit wahren. Entscheidung, Abstimmung, Unterzeichnung oder Zustellung nicht simulieren; externe Handlungen nur nach ausdrücklicher Freigabe. Fehlende Zugriffe konkret benennen und davon unabhängige Teile weiterbearbeiten.
## Beitrag zum Streitstoff in diesem Verfahren
Dieser Skill trennt Beschwerdegegenstand, Beschwerdebefugnis, Rechtswegerschöpfung, Subsidiarität, Grundrechtsrüge, Annahmegrund und Entscheidungsvorschlag. Er markiert Darlegungslücken und hält fest, ob ein Kammervermerk, ein Nichtannahmevotum oder ein Hinweis zur Unzulässigkeit vorbereitet wird.