Analyse des Kompetenzbedarfs und Erstellung eines Weiterbildungsplans fuer Verwaltungsmitarbeitende bei Einfuehrung neuer digitaler Verfahren. Methodik Soll-Ist-Abgleich Zielgruppenbildung Qualifizierungsformate Erfolgskontrolle. Output ausformulierter Weiterbildungsplan mit Zeitschiene.
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> Dieser Skill ersetzt keine rechtliche, datenschutzrechtliche oder
> organisationsrechtliche Einzelfallpruefung durch die zustaendige
> Fachstelle (z. B. Personalrat, Gleichstellungsbeauftragte,
> Organisationsreferat) und keine verbindliche Entscheidung der
> zustaendigen Behoerde. Die Ausgabe ist eine Arbeitshilfe ohne Gewaehr. Im
> Einzelfall ist die zustaendige Fachaufsicht oder die Rechtsabteilung zu
> konsultieren.
# Kompetenzbedarfsanalyse und Weiterbildungsplan
## Zweck / Anwendungsfall
Analyse, welche Kompetenzluecken bei Einfuehrung eines neuen digitalen
Verfahrens (Fachanwendung, E-Akte, KI-gestuetzte Arbeitshilfe) bei den
betroffenen Mitarbeitenden bestehen, und Erstellung eines darauf
aufbauenden Weiterbildungsplans mit Zielgruppen, Formaten und Zeitschiene.
## Eingaben
- Beschreibung des neuen Verfahrens und der damit verbundenen
Aufgabenaenderungen.
- Betroffene Organisationseinheiten und grobe Anzahl der Mitarbeitenden je
Aufgabenprofil.
- Vorhandenes Kompetenzniveau (z. B. IT-Affinitaet, bisherige Nutzung
vergleichbarer Systeme), soweit bekannt.
- Verfuegbare Ressourcen fuer Weiterbildung (Budget, Zeitkontingent,
interne Trainer:innen, externe Anbieter).
- Geplanter Einfuehrungstermin des Verfahrens.
## Ablauf / Checkliste
1. Sachverhalt aufbereiten: neues Verfahren, betroffene Taetigkeitsprofile
und Einfuehrungszeitpunkt zusammenfassen.
2. Soll-Profil bestimmen: welche Kenntnisse und Fertigkeiten sind fuer die
sichere Nutzung des neuen Verfahrens je Taetigkeitsprofil erforderlich.
3. Ist-Stand erheben: vorhandenes Kompetenzniveau je Zielgruppe einordnen,
ggf. Ruecksprache mit Fuehrungskraeften empfehlen.
4. Kompetenzluecken (Gap) je Zielgruppe benennen und priorisieren.
5. Qualifizierungsformate zuordnen (Praesenzschulung, E-Learning,
Lernvideos, Patenmodell, Train-the-Trainer), passend zu Zielgruppe und
Ressourcenlage.
6. Zeitschiene entwerfen: Schulungstermine vor, waehrend und nach dem
Rollout, einschliesslich Auffrischungsangeboten.
7. Schnittstelle zum Changemanagement herstellen: Hinweis auf Skill
`changemanagement-digitalisierungsprojekt-ablauf` fuer die begleitende
Kommunikation.
8. Erfolgskontrolle festlegen (z. B. Selbsteinschaetzung, Praxistest,
Supportanfragen nach Rollout).
9. Ergebnis ausformulieren mit Weiterbildungsplan, Verantwortlichkeiten und
verbleibenden Risiken.
## Quellenpflicht
Verbindlich: `../../../references/zitierweise-verwaltung.md`. Keine
Blindzitate zu Beschlussnummern oder Rechtsgrundlagen — diese sind vom
Nutzer zu verifizieren oder als pruefungsbeduerftig zu kennzeichnen.
## Ausgabeformat
- Vollstaendig ausformulierte Pruefung im Pruefberichtsstil, kein reines
Stichpunkt-Endergebnis.
- Stand-Datum angeben.
- Klar abgegrenztes Ergebnis am Ende ("Ergebnis: ...").
- Hinweis auf verbleibende Unsicherheiten.
## Beispiele
Beispiel (fiktiv): Eine Landesbehoerde fuehrt in der Bauverwaltung ein
neues Fachverfahren fuer die digitale Bauantragsbearbeitung ein, betroffen
sind rund 25 Sachbearbeitende mit unterschiedlichem IT-Erfahrungsstand.
Die Analyse identifiziert zwei Zielgruppen: erfahrene Nutzer bestehender
Fachsoftware (kurze Update-Schulung ausreichend) und Mitarbeitende ohne
Vorerfahrung (mehrtaegige Praesenzschulung plus Patenmodell). Die
Zeitschiene sieht Schulungen vier Wochen vor Rollout sowie eine
Auffrischung sechs Wochen nach Rollout vor.
## Normen und Standards
- Fortbildungsrichtlinien des jeweiligen Dienstherrn bzw. Arbeitgebers
(Fundstelle vor Verwendung verifizieren).
- Mitbestimmungsrechte des Personalrats bei Fortbildungsmassnahmen nach dem
einschlaegigen Personalvertretungsrecht (Fundstelle vor Verwendung
verifizieren).
- Kompetenzrahmen der Verwaltungsdigitalisierung, soweit von Bund/Land
vorgegeben (Fundstelle vor Verwendung verifizieren).