Prüft und formuliert die zusammenhängende Haftungsregel in AGB: geschützte Schäden, Verschulden, wesentliche Pflichten, Folgeschäden und Haftungshöchstbetrag. Liefert eine abgestimmte Fassung statt isolierter Ausnahme- oder Deckelbausteine.
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# Haftungsbegrenzung prüfen und formulieren
## 1. Zweck und Anwendungsfall
Ausnahme, Haftungsgrund und summenmäßige Begrenzung müssen im Zusammenspiel stimmen. Gewährleistungsrechte, Verjährung, Vertragsstrafe und tatsächliche Schadensberechnung bleiben gesonderte Aufgaben.
## 2. Eingaben
Gesamte Haftungsregel, Vertragstyp, B2B/B2C, Pflichtenkatalog, geschützte Rechtsgüter, handelnde Personen, Entgelt, Schadensszenarien und Versicherungsschutz. Eine Versicherungssumme belegt nicht die Wirksamkeit eines Haftungsdeckels.
## 3. Ablauf
3.1. Tatbestand der Haftung und Reichweite des Ausschlusses bestimmen. Bei Personenschäden, Verschulden oder Gehilfen [Haftungsausnahmen](references/haftungsausnahmen.md) laden; eigene Vorsatzhaftung von Gehilfenhaftung unterscheiden.
3.2. Bei wesentlichen Pflichten, Folgeschäden oder Höchstbeträgen [Schadensumfang und Obergrenze](references/schadensumfang-und-obergrenze.md) lesen. Geschützte Kernleistung konkret benennen. Kein festes Vielfaches des Entgelts als generell zulässig behandeln.
3.3. Alle Absätze auf Widersprüche prüfen: Ausnahmen müssen auch Jahresdeckel, Einzelereignisdeckel und Folgeschadenausschluss erfassen. B2B-Wertungen anhand Paragraf 310 BGB einordnen, nicht schlicht den Verbraucherkatalog kopieren.
3.4. Unwirksamen Umfang nach Paragraf 306 BGB bestimmen; Teilbarkeit nicht pauschal ausschließen. Eine konservative Ersatzfassung liefern. Bei Schäden aus Datenverarbeitung oder Modelldiensten ergänzend den eigenständigen [Datenhaftungsdeckel](../haftungsdeckel-fuer-daten-und-modelldienste-pruefen/SKILL.md) prüfen, ohne den Grunddurchgang zu wiederholen.
## 4. Quellenpflicht
[Zitierweise](../../../references/zitierweise.md) beachten. Paragrafen 276, 278, 307, 309 Nummer 7 und 310 BGB sowie gegebenenfalls Paragraf 14 ProdHaftG anhand des konkret erfassten Schadens prüfen. Entscheidungen und Grenzen sind in den beiden Referenzen zugeordnet.
## 5. Ausgabeformat
Haftungsmatrix als Zwischenprodukt, danach einheitliche ausformulierte Klausel mit Ausnahmen, konkreten Kernpflichten und begründeter Begrenzung. Endprodukte in vollständigen Sätzen; keine Skelette, Halbsätze oder bloßen Aufzählungen. Times New Roman 11 pt und dezimale Gliederung mit Leerzeilen; bei Markdown Exporthinweis.
## 6. Beispiele
„Haftung maximal ein Jahresentgelt“: Betrag mit vorhersehbaren Schäden vergleichen und Ausnahmebereich prüfen. „Keine indirekten Schäden“: erfasste Schäden bestimmen; eine Übersetzung aus einem ausländischen Vertragsmuster reicht nicht.