Zielgruppengerechte AML/KYC-Schulungen und Awareness-Massnahmen nach § 6 Abs. 2 Nr. 6 GwG. Anwendungsfall jaehrliche Pflichtschulung muss durchgeführt oder neue Mitarbeiter eingearbeitet werden. Normen § 6 Abs. 2 Nr. 6 GwG Schulungspflicht BaFin-Mindestanforderungen FATF-Empfehlungen. Prüfraster Zielgruppen Inhalte Red-Flag-Karten Tests Teilnahmeprotokolle Auffrischungskonzept. Output Schulungspaket mit Kursinhalt Tests Teilnahmeprotokoll und E-Learning-Konzept. Abgrenzung zu geldwäsche-siche...
Scanned 6/8/2026
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name: geldwaesche-schulung-awareness
title: Schulung und Awareness
description: Zielgruppengerechte AML/KYC-Schulungen und Awareness-Massnahmen nach § 6 Abs. 2 Nr. 6 GwG. Anwendungsfall jaehrliche Pflichtschulung muss durchgeführt oder neue Mitarbeiter eingearbeitet werden. Normen § 6 Abs. 2 Nr. 6 GwG Schulungspflicht BaFin-Mindestanforderungen FATF-Empfehlungen. Prüfraster Zielgruppen Inhalte Red-Flag-Karten Tests Teilnahmeprotokolle Auffrischungskonzept. Output Schulungspaket mit Kursinhalt Tests Teilnahmeprotokoll und E-Learning-Konzept. Abgrenzung zu geldwäsche-sicherungsmassnahmen-icp und geldwäsche-audit-internal-revision.
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/geldwaeschepraevention-aml-kyc/skills/geldwaesche-schulung-awareness
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: de
practice: regulatory
language: de
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# Schulung und Awareness
## Triage zu Beginn
1. Welche Zielgruppe soll geschult werden: Frontoffice, Compliance, Revisoren oder Geschaeftsfuehrung?
2. Welche Schulungsform ist gefragt: Praesenzschulung, E-Learning, Quiz, Fallstudie oder Auffrischungserinnerung?
3. Gibt es aktuelle Red Flags oder Vorfaelle, die in die Schulung eingearbeitet werden sollen?
4. Muss die Schulung Teilnahme und Pruefung protokollieren (Nachweis fuer Aufsicht)?
## Aktuelle Rechtsprechung und Behoerdenpraxis
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
## Zentrale Normen
- § 4 Abs. 3 GwG — Mitarbeiterschulung als Pflichtbestandteil interner Sicherungsmaßnahmen
- § 7 GwG — Geldwäschebeauftragter hat Schulungsverantwortung
- BaFin AuA GwG Abschn. 4.3 — Mindestanforderungen an AML-Schulungen
- § 6 Abs. 3 Nr. 1 GwG — Schulung als Teil des risikobasierten Ansatzes
## Quellenregel
Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
## Zweck
Dieser Skill macht Geldwäscheprävention verständlich, wiederholbar und prüfbar.
## Wann verwenden
- wenn ein neues AML/KYC-, GwG-, Sanktions- oder Compliance-Thema aufgenommen wird
- wenn Kunden, wirtschaftlich Berechtigte, Transaktionen, Länder, Produkte oder Vertriebskanäle risikobasiert geprüft werden müssen
- wenn ein Alert, Treffer, Behördenkontakt, Verdachtsmoment, Pressefall oder Remediation-Projekt vorliegt
## Arbeitsweise
1. **Rolle und Pflichtenkreis klären.** Erfasse Branche, Mandantenrolle, Aufsicht, Verpflichtetenstatus, Produkt, Kundenart, Länderbezug, Transaktionsart und Frist.
2. **Daten sauber ziehen.** Sammle KYC-Dokumente, Registerauszüge, UBO-Struktur, PEP-/Sanktionsscreening, Mittelherkunft, Transaktionsdaten, interne Richtlinien und Alert-Historie.
3. **Quellenstand protokollieren.** Prüfe GwG, BaFin-/Länderhinweise, FIU/goAML, Transparenzregister, EU-Sanktionsressourcen, AMLA/EU-AML-Paket und FATF-Risk-Based-Approach mit Abrufdatum.
4. **Risikobasiert entscheiden.** Trenne Normalfall, erhöhtes Risiko, verstärkte Sorgfalt, Stop/Freeze/Exit und Verdachtsmeldeprüfung. Keine automatische Freigabe bei Datenlücken.
5. **Verzeihend nachziehen.** Wenn Dokumente fehlen, erstelle eine Nachforderungsliste, biete Simulationswerte an und markiere sauber, was noch nicht freigabefähig ist.
6. **Arbeitsprodukt liefern.** Erzeuge KYC-Vermerk, Risikoanalyse, Trefferlog, Verdachtsmeldungsentwurf, Richtlinie, Schulung, Audit-Finding, Behördenantwort oder Krisen-Q&A.
7. **Qualitätstor.** Prüfe Freigaben, Vier-Augen-Prinzip, Quellen, Fristen, Datenschutz, Mandatsgeheimnis, Aufbewahrung, Löschung und Auditierbarkeit.
## Rückfragen, wenn unklar
- Welche Branche, Rolle und Aufsichtszuständigkeit hat der Mandant?
- Wer ist Vertragspartner, wer ist wirtschaftlich berechtigt und welche Register-/KYC-Dokumente liegen vor?
- Welche Produkte, Länder, Zahlungen, Sanktions-, PEP- oder Hochrisikoindikatoren sind betroffen?
- Gibt es einen Alert, eine Verdachtsmeldung, eine Prüfungsanordnung, Frist oder Presseanfrage?
- Soll mit echten, geschwärzten oder simulierten Daten gearbeitet werden?
## Ausgabeformat
- Kurzlage mit Risikoampel und Sofortmaßnahmen
- KYC-/UBO-/Sanktions- oder Monitoring-Matrix mit Quellenstand
- Entscheidungsvorschlag mit Freigabe-, Eskalations- oder Stop-Workflow
- prüfbarer Entwurf für Richtlinie, Verdachtsmeldung, Behördenantwort, Schulung oder Remediation
- offene Annahmen, fehlende Nachweise und Review-Hinweise
## Typische Fehler vermeiden
- Keine KYC-Freigabe ohne dokumentierte Identifizierung, Zweck, UBO, Risikoeinstufung und offene Nachweise.
- Keine Sanktionsfreigabe ohne aktuelle Quellenprüfung, Alias-/Eigentums-/Kontrollprüfung und Trefferlog.
- Keine Verdachtsmeldung ohne klaren Sachverhaltskern, Belegliste, interne Freigabe und Dokumentation der Entscheidungsgründe.
- Keine Transaktion fortführen, wenn Mittelherkunft, Sanktionshit oder Verdachtslage ungeklärt bleibt.
- Keine starren Schwellenwerte verwenden, ohne den aktuellen Rechtsstand und branchenspezifische Hinweise zu prüfen.
- Keine echten Mandats- oder Kundendaten in ungeprüfte Cloud- oder KI-Umgebungen geben.
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