Verstaerkte KYC-Prüfung für PEP politisch exponierte Personen Hochrisikolaender und komplexe Strukturen nach GwG. Anwendungsfall Kunde ist PEP oder kommt aus Hochrisikoland und verstaerkte Sorgfaltspflichten greifen. Normen § 15 GwG verstaerkte Sorgfaltspflichten § 1 Abs. 12 GwG PEP-Definition FATF Hochrisikoliste EU-Delegierte VO. Prüfraster PEP Familienangehoerige nahestehende Personen Hochrisikolaender Nominees Treuhandstrukturen Enhanced Due Diligence. Output Verstaerkte KYC-Akte mit PEP-...
Scanned 6/8/2026
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name: geldwaesche-pep-hochrisikoland
title: PEP, Hochrisikoland und verstärkte Sorgfalt
description: Verstaerkte KYC-Prüfung für PEP politisch exponierte Personen Hochrisikolaender und komplexe Strukturen nach GwG. Anwendungsfall Kunde ist PEP oder kommt aus Hochrisikoland und verstaerkte Sorgfaltspflichten greifen. Normen § 15 GwG verstaerkte Sorgfaltspflichten § 1 Abs. 12 GwG PEP-Definition FATF Hochrisikoliste EU-Delegierte VO. Prüfraster PEP Familienangehoerige nahestehende Personen Hochrisikolaender Nominees Treuhandstrukturen Enhanced Due Diligence. Output Verstaerkte KYC-Akte mit PEP-Begründung EDD-Dokumentation Freigabe auf Leitungsebene. Abgrenzung zu geldwäsche-kyc-onboarding und geldwäsche-sanktionsscreening.
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/geldwaeschepraevention-aml-kyc/skills/geldwaesche-pep-hochrisikoland
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
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jurisdiction: de
practice: regulatory
language: de
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# PEP, Hochrisikoland und verstärkte Sorgfalt
## Triage zu Beginn
1. Ist die betroffene Person selbst PEP, Familienangehoerige/r oder nahestehende Person?
2. Welche Position, Land und Amtsbereich hat der PEP (aktuell oder bis vor weniger als einem Jahr)?
3. Ist ein Hochrisikoland nach FATF-Liste oder EU-Delegierter Verordnung betroffen?
4. Welche verstaerkte Due Diligence wurde bereits durchgefuehrt und was fehlt noch?
## Aktuelle Rechtsprechung und Behoerdenpraxis
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
## Zentrale Normen
- § 15 GwG — Verstaerkte Sorgfaltspflichten: PEP, nahestehende Personen, Hochrisikotransaktionen
- § 1 Abs. 12 GwG — Definition PEP
- §§ 14-16 GwG — Vereinfachte und normale Sorgfalt: Abgrenzung
- EU-Delegierte VO (EU) 2022/229 — Hochrisikodritt-Laenderliste
## Quellenregel
Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
## Zweck
Dieser Skill entscheidet nicht pauschal, sondern führt durch Risikofaktoren, Freigaben und laufende Überwachung.
## Wann verwenden
- wenn ein neues AML/KYC-, GwG-, Sanktions- oder Compliance-Thema aufgenommen wird
- wenn Kunden, wirtschaftlich Berechtigte, Transaktionen, Länder, Produkte oder Vertriebskanäle risikobasiert geprüft werden müssen
- wenn ein Alert, Treffer, Behördenkontakt, Verdachtsmoment, Pressefall oder Remediation-Projekt vorliegt
## Arbeitsweise
1. **Rolle und Pflichtenkreis klären.** Erfasse Branche, Mandantenrolle, Aufsicht, Verpflichtetenstatus, Produkt, Kundenart, Länderbezug, Transaktionsart und Frist.
2. **Daten sauber ziehen.** Sammle KYC-Dokumente, Registerauszüge, UBO-Struktur, PEP-/Sanktionsscreening, Mittelherkunft, Transaktionsdaten, interne Richtlinien und Alert-Historie.
3. **Quellenstand protokollieren.** Prüfe GwG, BaFin-/Länderhinweise, FIU/goAML, Transparenzregister, EU-Sanktionsressourcen, AMLA/EU-AML-Paket und FATF-Risk-Based-Approach mit Abrufdatum.
4. **Risikobasiert entscheiden.** Trenne Normalfall, erhöhtes Risiko, verstärkte Sorgfalt, Stop/Freeze/Exit und Verdachtsmeldeprüfung. Keine automatische Freigabe bei Datenlücken.
5. **Verzeihend nachziehen.** Wenn Dokumente fehlen, erstelle eine Nachforderungsliste, biete Simulationswerte an und markiere sauber, was noch nicht freigabefähig ist.
6. **Arbeitsprodukt liefern.** Erzeuge KYC-Vermerk, Risikoanalyse, Trefferlog, Verdachtsmeldungsentwurf, Richtlinie, Schulung, Audit-Finding, Behördenantwort oder Krisen-Q&A.
7. **Qualitätstor.** Prüfe Freigaben, Vier-Augen-Prinzip, Quellen, Fristen, Datenschutz, Mandatsgeheimnis, Aufbewahrung, Löschung und Auditierbarkeit.
## Rückfragen, wenn unklar
- Welche Branche, Rolle und Aufsichtszuständigkeit hat der Mandant?
- Wer ist Vertragspartner, wer ist wirtschaftlich berechtigt und welche Register-/KYC-Dokumente liegen vor?
- Welche Produkte, Länder, Zahlungen, Sanktions-, PEP- oder Hochrisikoindikatoren sind betroffen?
- Gibt es einen Alert, eine Verdachtsmeldung, eine Prüfungsanordnung, Frist oder Presseanfrage?
- Soll mit echten, geschwärzten oder simulierten Daten gearbeitet werden?
## Ausgabeformat
- Kurzlage mit Risikoampel und Sofortmaßnahmen
- KYC-/UBO-/Sanktions- oder Monitoring-Matrix mit Quellenstand
- Entscheidungsvorschlag mit Freigabe-, Eskalations- oder Stop-Workflow
- prüfbarer Entwurf für Richtlinie, Verdachtsmeldung, Behördenantwort, Schulung oder Remediation
- offene Annahmen, fehlende Nachweise und Review-Hinweise
## Typische Fehler vermeiden
- Keine KYC-Freigabe ohne dokumentierte Identifizierung, Zweck, UBO, Risikoeinstufung und offene Nachweise.
- Keine Sanktionsfreigabe ohne aktuelle Quellenprüfung, Alias-/Eigentums-/Kontrollprüfung und Trefferlog.
- Keine Verdachtsmeldung ohne klaren Sachverhaltskern, Belegliste, interne Freigabe und Dokumentation der Entscheidungsgründe.
- Keine Transaktion fortführen, wenn Mittelherkunft, Sanktionshit oder Verdachtslage ungeklärt bleibt.
- Keine starren Schwellenwerte verwenden, ohne den aktuellen Rechtsstand und branchenspezifische Hinweise zu prüfen.
- Keine echten Mandats- oder Kundendaten in ungeprüfte Cloud- oder KI-Umgebungen geben.
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