Begleitung von Aussenwirtschaftsprüfungen Zollprüfungen Durchsuchungen und Strafverfahren. Anwendungsfall Behorde kueendigt Prüfung an oder Durchsuchung hat stattgefunden. Normen AWG § 34 Strafrecht OWiG § 19 Sanktionen ZK Art. 48 Zollprüfung StPO §§ 102 ff. Durchsuchung. Prüfraster Vorbereitung Prüfung Anhörung Selbstanzeige freiwillige Offenlegung Bußgeldbescheid Strafverfahren. Output Prüfungsbegleitpaket mit Dokumentenliste Anhoerungsstrategie und Sanktions-Risikobewertung. Abgrenzung zu ...
Scanned 6/8/2026
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name: aussenwirtschaft-pruefung-ermittlung
title: Prüfungen, Ermittlungen und Offenlegung
description: Begleitung von Aussenwirtschaftsprüfungen Zollprüfungen Durchsuchungen und Strafverfahren. Anwendungsfall Behorde kueendigt Prüfung an oder Durchsuchung hat stattgefunden. Normen AWG § 34 Strafrecht OWiG § 19 Sanktionen ZK Art. 48 Zollprüfung StPO §§ 102 ff. Durchsuchung. Prüfraster Vorbereitung Prüfung Anhörung Selbstanzeige freiwillige Offenlegung Bußgeldbescheid Strafverfahren. Output Prüfungsbegleitpaket mit Dokumentenliste Anhoerungsstrategie und Sanktions-Risikobewertung. Abgrenzung zu aussenwirtschaft-presse-krise und aussenwirtschaft-icp-kontrollsystem.
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/aussenwirtschaft-zoll-sanktionen/skills/aussenwirtschaft-pruefung-ermittlung
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: de
practice: regulatory
language: de
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# Prüfungen, Ermittlungen und Offenlegung
## Zweck
Dieser Skill führt Sofortmaßnahmen, Verteidigung, Kommunikationskanal, Aktenlog und Behördenstrategie zusammen.
## Wann verwenden
- wenn Waren, Software, Technologie, Dienstleistungen, Zahlungen oder Beteiligte einen Auslandsbezug haben
- wenn Exportkontrolle, Sanktionen, Embargos, Zoll, Verbrauchsteuer, CBAM, AWV oder AML/KYC berührt sind
- wenn eine Behörde prüft, ein Verstoß offengelegt werden könnte oder Presse-/Reputationsdruck entsteht
## Arbeitsweise
1. **Sachverhalt einfrieren.** Erfasse Transaktionskette, Beteiligte, Länder, Ware, Software, Technologie, Dienstleistung, Zahlungsweg, Transportweg, Bank, Endverwendung und Fristen.
2. **Datenlücken markieren.** Trenne belegte Tatsachen von Annahmen. Verlange Produktdatenblätter, technische Spezifikationen, Vertragsunterlagen, Rechnungen, Zollanmeldungen, Zahlungsdaten, Sanktionsscreening und Kommunikationsverlauf.
3. **Offizielle Quellen prüfen.** Nutze BAFA, EU Sanctions Map, konsolidierte EU-Finanzsanktionsliste, EUR-Lex, TARIC, Zoll, Bundesbank, EU-CBAM-Seiten und bei Bedarf US-Quellen. Protokolliere URL, Abrufdatum und Aussage.
4. **Verbote vor Genehmigungen.** Prüfe zuerst harte Verbote, Bereitstellungsverbote, Umgehungsrisiken, Listentreffer und Embargos. Danach Genehmigungs-, Melde-, Dokumentations-, Zoll- und Abgabenpflichten.
5. **Sofortmaßnahmen ausgeben.** Bei Risiko rot: Stop-Ship/Stop-Pay, Legal Hold, Dokumentensicherung, Eskalation an Geschäftsleitung/Compliance, Behörden- und Verteidigungsstrategie.
6. **Arbeitsprodukt erstellen.** Erzeuge Matrix, Antrag, Behördenbrief, Offenlegungsplan, KYC-Vermerk, Zollvermerk, CBAM-Register, Prüfungsreaktion, Mandantenmail oder Krisen-Q&A.
7. **Qualitätstor.** Prüfe Quellenstand, Zahlen, Fristen, Zuständigkeit, Anlagen, Datenschutz, Mandatsgeheimnis und Freigaben. Unsichere Punkte bleiben sichtbar.
## Rückfragen, wenn unklar
- Welche Ware, Software, Technologie, Dienstleistung oder Zahlung ist betroffen?
- Welche Länder, Personen, Unternehmen, Banken, Häfen, Spediteure und Endverwender sind beteiligt?
- Welche HS-/KN-/TARIC-Nummer, Güterlistenposition oder technische Spezifikation liegt vor?
- Gibt es Sanktions-, Embargo-, US-, CBAM-, Verbrauchsteuer- oder AWV-Touchpoints?
- Liegt eine Frist, Prüfungsanordnung, Anhörung, Durchsuchung, Presseanfrage oder Lieferstopp vor?
## Ausgabeformat
- Kurzlage mit Ampel und Sofortmaßnahmen
- Quellenprotokoll mit Abrufdatum und offizieller Quelle
- Prüfmatrix mit offenen Datenpunkten, Annahmen und Zuständigkeiten
- behörden- oder mandantenfähiger Entwurf
- Review-Liste für Berufsträger, Compliance, Zoll, Steuer und Geschäftsleitung
## Typische Fehler vermeiden
- Keine Sanktionsentscheidung ohne aktuelle Quellenprüfung und Trefferlog.
- Keine Güterklassifizierung ohne technische Parameter, Verwendungszweck und Quellenangabe.
- Keine Zolltarifnummer ohne TARIC-/EZT-Prüfung und Begründung.
- Keine CBAM-Berechnung ohne Warencode, Warenmenge, Emissionsdatenquelle und markierte Annahmen.
- Keine Offenlegung oder Selbstanzeige ohne Verteidigungsstrategie und Freigabe durch Berufsträger.
- Keine echten Mandatsgeheimnisse in ungeprüfte Cloud- oder KI-Umgebungen.
## Triage bei Behoerdenpruefung oder Ermittlung
Kläre vor der Erstreaktion:
1. Handelt es sich um eine verwaltungsrechtliche BAFA-/Zoll-Pruefung oder ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren (Zollfahndungsamt, StA)?
2. Liegt eine Durchsuchungsanordnung, ein Auskunftsverlangen, eine Befragungseinladung oder ein Bescheid vor?
3. Welche Sanktions-, Exportkontroll- oder Zolltatbestande stehen im Raum?
4. Gibt es einen internen Whistleblower-Hinweis oder sind Erkenntnisse durch Dritte (Lieferant, Kunde, Bank) an Behoerden gelangt?
5. Soll ein freiwilliger Disclosure (Selbstanzeige analog § 29a AWG) erwogen werden, um Bussgeld zu mildern?
## Vertiefung: Rechtsprechung und Leitsaetze
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
## Normen-Kette Pruefung/Ermittlung
- §§ 102, 103 StPO — Durchsuchung beim Beschuldigten / Dritten
- § 97 StPO — Beschlagnahmeverbot anwaltlicher Unterlagen
- § 18 AWG — Straftatbestand Aussenwirtschaft (Freiheitsstrafe bis 15 Jahre)
- § 19 AWG — Ordnungswidrigkeiten bis 500.000 EUR
- § 29a AWG — Erweiterter Verfall / Einziehung von Tatvorteilen
- § 153a StPO — Einstellung gegen Auflage (relevant fuer Compliance-Kooperation)
- § 130 OWiG — Aufsichtspflichtverletzung, Verbandsgeldbusse § 30 OWiG bis 10 Mio EUR
## Quellenregel
Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
## Output-Template: Erste-Reaktion-Checkliste Behoerdenmassnahme
**Adressat:** Geschaftsfuehrung / Verteidiger — **Tonfall:** defensiv-strukturiert, beweissichernd
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ERSTE-REAKTION-CHECKLISTE — BEHOERDENMASSNAHME
Datum: [DATUM]
Art der Massnahme: [ ] Durchsuchung / [ ] Auskunftsverlangen / [ ] Befragung / [ ] Bescheid
Behoerde: [BAFA / ZFA [STANDORT] / StA [STANDORT] / Hauptzollamt]
Aktenzeichen: [FALLS BEKANNT]
Bearbeiter: [VERTEIDIGER]
SOFORTMASSNAHMEN (T+0)
[ ] Verteidiger mandatiert — Name: [NAME], Tel: [TEL]
[ ] Mitarbeiter angewiesen, keine Aussagen zu machen ohne Anwalt
[ ] Legal Hold ausgegeben — betroffene Bereiche: [LISTE]
[ ] Dokumente, E-Mails, Chats — KEIN Loeschen
PARALLEL (T+1 bis T+3)
[ ] Durchsuchungsprotokoll / Bescheid aufbewahren (Original)
[ ] Beschlagnahmte Unterlagen protokollieren
[ ] Internes Reporting an Aufsichtsrat / Gesellschafter (soweit erforderlich)
[ ] Erste Einschaetzung Sachverhalt intern dokumentieren
STRATEGISCHE ENTSCHEIDUNGEN (T+5 bis T+14)
[ ] Freiwilliger Disclosure (§ 29a AWG Analogie) erwogen: [ ] Ja / [ ] Nein
[ ] Kooperation mit Behoerde geplant: [ ] Ja — Umfang: [...]
[ ] Strafanzeige gegen Dritte: [ ] Erwogen / [ ] Nicht relevant
VERTEIDIGUNGSSTRATEGIE
Vorwurf: [KURZBESCHREIBUNG]
Kernargument Verteidigung: [...]
Erste Einschaetzung Strafbarkeitsrisiko: [ ] Gering / [ ] Mittel / [ ] Hoch
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