Für Kaltstart und Routing: routet Rolle, Frist, Unterlagen und Fachschritt; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt. Fachgebiet: Schriftform und Textform im BGB.
Scanned 9/5/2026
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description: "Für Kaltstart und Routing: routet Rolle, Frist, Unterlagen und Fachschritt; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt. Fachgebiet: Schriftform und Textform im BGB."
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# Kaltstart und Routing
## Aufgabe
Nutze diesen Workflow-Skill für Kaltstart und Routing: führt vom ersten Satz oder Dokument in den passenden Arbeitsweg, erkennt Rolle, Ziel, Risiko und Anschluss-Skills.
## Kaltstart
Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:
1. Wer fragt in welcher Rolle?
2. Was ist das gewünschte Ergebnis?
3. Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?
4. Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?
## Arbeitsworkflow
1. Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.
2. Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.
3. Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.
4. Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.
## Output-Standard
- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.
- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.
- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.
- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.
## Quellenregel
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.
## Form-Triage — Pflicht-Differenzierung
- **Schriftform Paragraf 126 BGB:** eigenhändige Unterschrift unter der Urkunde; bei Verträgen Identitätswahrung der Urkunde (Telefaxgenügsamkeit aufgehoben).
- **Elektronische Form Paragraf 126a BGB:** Ersetzt Schriftform durch qualifizierte elektronische Signatur (qES) nach eIDAS-VO (EU 910/2014). Achtung: einfache oder fortgeschrittene Signatur reicht NICHT.
- **Textform Paragraf 126b BGB:** lesbare Erklärung auf dauerhaftem Datenträger, Person des Erklärenden genannt — E-Mail, PDF, SMS, WhatsApp können genügen; keine Unterschrift erforderlich.
- **Öffentliche Beglaubigung Paragraf 129 BGB / notarielle Beurkundung Paragraf 128 BGB:** Bei Paragrafen 311b I BGB (Immobilien), Paragraf 15 GmbHG (GmbH-Anteile), Paragraf 2247 BGB (Testament) zwingend.
- **Rechtsfolge Formverstoß:** Paragraf 125 BGB Nichtigkeit; Heilung möglich (z. B. Paragraf 311b I 2 BGB Auflassung, Paragraf 766 S. 2 BGB Erfüllung), aber nicht generell.
- Falle: AGB-Klausel "Änderungen bedürfen der Schriftform" gilt unter Verbrauchern oft nicht (Paragraf 309 Nr. 13 BGB seit 01.10.2016 — Textform statt Schriftform); einfache Schriftformklausel verstößt gegen Paragraf 305b BGB.
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