Für Kaltstart und Routing: routet Rolle, Frist, Unterlagen und Fachschritt; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt. Fachgebiet: Gesellschaftsrecht Legal English.
Scanned 9/5/2026
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# Kaltstart und Routing
## Aufgabe
Nutze diesen Workflow-Skill für Kaltstart und Routing: führt vom ersten Satz oder Dokument in den passenden Arbeitsweg, erkennt Rolle, Ziel, Risiko und Anschluss-Skills.
## Kaltstart
Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:
1. Wer fragt in welcher Rolle?
2. Was ist das gewünschte Ergebnis?
3. Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?
4. Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?
## Arbeitsworkflow
1. Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.
2. Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.
3. Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.
4. Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.
## Routing-Heuristik Corporate / German Legal English
- SPA / APA → Share Purchase Agreement vs. Asset Purchase Agreement; § 15 GmbHG notarielle Form bei GmbH-Anteilen.
- SHA / Shareholders' Agreement → ergänzend zum Gesellschaftsvertrag; deutsche Inhaltskontrolle § 138 BGB.
- LoI / MoU / Term Sheet → vorvertragliche Bindung § 311 Abs. 2 BGB; "subject to contract"-Klausel ausreichend?
- Due Diligence → Legal, Tax, Financial; in Deutschland kein "fishing expedition" — § 142 ZPO vorgerichtlich nur eingeschränkt.
- Closing Conditions / CPs → Conditions Precedent vs. § 158 BGB Bedingung; in deutscher Praxis aufschiebende Bedingung.
- Reps & Warranties → §§ 311, 280, 443 BGB iVm Garantievereinbarung; Verjährungsfristen oft abweichend vereinbart.
- Indemnification → Freistellungspflicht; nicht synonym mit "Versicherung".
## Praxis-Hinweis
- US-Templates oft nicht direkt nutzbar: § 311 BGB, AGB-Kontrolle §§ 305 ff. BGB für B2B (eingeschränkt nach § 310 Abs. 1 BGB), Notarpflicht beim GmbH-Anteilkauf zwingend.
## Output-Standard
- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.
- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.
- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.
- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.
## Quellenregel
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.
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