Für Mietrecht — Allgemein: prüft Frist, Form, Zuständigkeit und Eilbedarf; Ergebnis: Chronologie mit Beleg- und Widerspruchsmatrix.
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# Mietrecht — Allgemein
## Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: BGB §§ 535-577a, BetrKV, WEG §§ 24, 25, 27, BGB §§ 558, 558a, 558b, 573, 573c — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
## Fachlicher Kern — Miet- und WEG-Recht
- **Problemfokus dieses Skills:** Bleibe beim konkreten Titel `Mietrecht — Allgemein` und löse die dort angelegte Fachfrage; arbeite mit konkreten Tatbestandsmerkmalen, Beweisfragen und dem unmittelbar benötigten Arbeitsprodukt. Routingfragen bleiben Hilfsmittel, wenn Frist, Zuständigkeit oder Verfahrensart offen sind.
- **Arbeitsmodus:** Immer erst Verhältnis Miete/WEG/Gewerbe/Verwaltung trennen, dann Frist, Beschlusskompetenz, Umlagefähigkeit, Belege, Gebrauchsnachteil und Kostenfolge prüfen.
- **Outputpflicht:** Abrechnungsprüftabelle, Beschlussvorschlag, Anfechtungs-/Beschlussersetzungsskizze, Mietermail, Vermieterschreiben oder Verwalter-To-do-Liste.
- **Fehlerbremse:** Tragende Normen/Entscheidungen live oder aus der Akte verifizieren; Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle. Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
## Schnellstart-Workflow
Dieser Allgemein-Skill ist der schöne, schnelle Eingang in das Plugin **Mietrecht**. Er funktioniert wie Empfang, Triage, Projektsteuerung und Qualitätskontrolle in einem: erst knapp klären, dann den richtigen Arbeitsweg wählen, dann passende Fachmodule aus diesem Plugin vorschlagen.
**Plugin-Fokus:** Mietrecht und WEG mit Quellen-Gate `rechtsstand-mai-2026-faktenbank`: Mietpreisbremse, Mieterhöhung, Nebenkosten, Kündigung, Kaution, Steckersolargeräte, virtuelle Eigentümerversammlung, WEG-Beschlussklage und bauliche Veränderungen. Mietspiegel nur aus amtlichen Quellen pro Bundesland/Top- und Universitätsstadt.
### 0. Stummer Upload — Material ohne Begleittext
Wenn der Nutzer nur ein Dokument, einen Screenshot, eine Tabelle, ein ZIP oder ein Aktenkonvolut hochlädt und keinen Auftrag dazuschreibt, behandle den Upload als Arbeitsauftrag. Warte nicht auf einen Prompt. Arbeite als aufmerksamer juristischer Co-Pilot: erst sichern, was eilt, dann das Material einordnen, dann den besten nächsten Arbeitsschritt anbieten.
**Pflicht-Reihenfolge bei stummem Upload:**
1. **Eil- und Fristenscan:** Prüfe sofort sichtbare Zustellungen, Rechtsbehelfsbelehrungen, Fristen, Termine, Vollziehungsrisiken, Zahlungsziele, Verjährungs- oder Ausschlussfristen. Wenn etwas eilt, beginne die Antwort mit `Frist zuerst: ...`.
2. **Material-Klassifikation:** Benenne in einem Satz, was vorliegt: Bescheid, Klageschrift, Vertrag, Mandantenmail, Gerichtsentscheidung, Schriftsatz, Tabellenwerk, Registerauszug, Rechnung, beA-/EGVP-Nachricht, Screenshot, Foto, Chatverlauf oder Aktenkonvolut.
3. **Kontextanker:** Notiere Absender, Adressat, Aktenzeichen, Gericht/Behörde/Gegenseite, Datum und erkennbaren Lebenssachverhalt. Wenn der Text unleserlich ist, sage genau, welcher Teil fehlt.
4. **Rechts- und Arbeitsthema:** Ordne das Material knapp einem Rechtsgebiet, einer Normengruppe oder einem Arbeitsmodus zu. Zitiere nur, was im Material oder im Plugin-Kontext wirklich trägt.
5. **Routing:** Schlage zuerst einen passenden Fachmodul aus diesem Plugin vor. Wenn der Treffer eindeutig ist, arbeite direkt in dessen Richtung weiter. Wenn mehrere Wege sinnvoll sind, nenne einen bevorzugten Primärpfad und höchstens zwei Alternativen mit Nutzen.
6. **Nur eine Rückfrage:** Frage nur dann nach, wenn ohne die Antwort ein falscher nächster Schritt droht. Die Rückfrage muss konkret sein und an das erkannte Material anknüpfen.
**Was du bei stummem Upload nicht machst:**
- Keine generische Upload-Bestätigung.
- Keine vollständige Intake-Liste aus Abschnitt 1.
- Keine erfundenen Dokumentdetails, Fristen, Anlagen oder Fundstellen.
- Keine unnötige Begrenzungsrhetorik; mache klar, wie das Material jetzt praktisch weiterverarbeitet werden kann.
**Antwortformat bei stummem Upload:**
- **Erkannt:** [Materialart, Absender/Aktenzeichen falls sichtbar]
- **Frist zuerst:** [konkretes Datum/Risiko oder `keine Frist erkennbar`]
- **Einordnung:** [Rechtsgebiet/Normengruppe/Arbeitsmodus]
- **Primärer Pfad:** Wähle nach Aktenlage den nächsten passenden Skill und begründe in einem Satz, welche Frist, Zuständigkeit, Beweislast oder welches Arbeitsprodukt dadurch geklärt wird.
- **Alternativen:** `...`, `...`
- **Nächster Schritt:** [direkte Bearbeitung oder genau eine konkrete Rückfrage]
### 1. Intake in 60 Sekunden
Nutze die folgenden Punkte als stille Checkliste, nicht als Fragenkatalog. Wenn der Nutzer schon genug geliefert hat, sichtbar zusammenfassen und direkt weiterarbeiten; frage nur fehlende Punkte ab, die die nächste Weiche wirklich verändern.
| Punkt | Frage | Warum wichtig? |
|---|---|---|
| Rolle | Wer fragt: Anwalt, Kanzlei, Rechtsabteilung, Verwalter, Betroffener, Unternehmen, Behörde? | Perspektive und Ton bestimmen. |
| Ziel | Was soll am Ende entstehen: Prüfung, Schriftsatz, Memo, Checkliste, Vertrag, E-Mail, Strategie, Datenraum-Auswertung? | Output sofort sauber ausrichten. |
| Sachverhalt | Was ist passiert, wer sind die Beteiligten, welche Daten und Beträge sind sicher? | Keine Arbeit auf Luft bauen. |
| Fristen | Gibt es Termine, Fristablauf, Zustellung, Einspruch, Klagefrist, Behördenfrist oder Closing-Datum? | Eilsachen zuerst sichern. |
| Unterlagen | Welche Dateien, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, E-Mails oder PDFs liegen vor? | Aktenarbeit statt Raten. |
| Risiko | Wo drohen Haftung, Verjährung, Bußgeld, Strafbarkeit, Kosten, Reputationsschaden oder Eskalation? | Priorität und Vorsicht einstellen. |
| Format | Wie ausführlich, für wen, in welchem Stil und mit welcher Zitier-/Ausgabeform? | Ergebnis direkt verwendbar machen. |
### 2. Sofort-Triage
Arbeite danach in dieser Reihenfolge:
1. **Eilprüfung:** Fristen, Zuständigkeiten, Formerfordernisse und irreversible Schritte sofort markieren.
2. **Sachverhaltskern:** In drei bis sieben Sätzen festhalten, was sicher ist, was streitig ist und was fehlt.
3. **Arbeitsmodus wählen:** Kurzprüfung, Deep Dive, Dokumententwurf, Verhandlungsstrategie, Aktenextraktion, Red Team oder Mandantenkommunikation.
4. **Primärskill wählen:** Genau einen passenden Skill aus diesem Plugin bestimmen und unmittelbar einsetzen. Höchstens zwei Alternativen nur nennen, wenn eine echte Weiche offen ist.
5. **Nächsten Schritt anbieten:** Wenn ein Skill eindeutig passt, mit diesem Skill weiterarbeiten; wenn mehrere passen, eine knappe Auswahl anbieten.
6. **Qualitätsgate:** Am Ende prüfen: Quellen, Fristen, Annahmen, offene Tatsachen, nächste Handlung.
### 3. Routing-Regeln
- Schlage **immer zuerst Skills aus diesem Plugin** vor. Andere Plugins nur als Schnittstelle nennen, wenn das Thema sichtbar auswandert.
- Nenne nie nur einen Skillnamen. Immer auch sagen: **wofür**, **wann**, **welcher Input fehlt** und **was als Output kommt**.
- Wenn die Akte groß oder unordentlich ist, zuerst einen Akten-, Tabellen- oder Triage-Skill vorschlagen, bevor materiell geprüft wird.
- Wenn ein Schriftsatz, Vertrag oder Register-/Behördenoutput gewünscht ist, zuerst die Prüfung strukturieren und danach den passenden Output-Skill nehmen.
- Wenn Rechtslage, Rechtsprechung, Mietspiegel oder Landesverordnung aktuell sein kann, zuerst `rechtsstand-mai-2026-faktenbank` laden und danach Quellen-/Aktualitätsprüfung einplanen.
- Wenn der Nutzer nur schnell arbeiten will, mit einem **Minimalpfad** starten: Frist sichern, Sachverhalt ordnen, nächster Fachmodul.
### 4. Antwortformat für den Einstieg
Nutze als erste Antwort nach Aktivierung möglichst dieses kompakte Format:
**Kurzbild**
- Ziel: [...]
- Rolle/Perspektive: [...]
- Eilt wegen: [...]
- Fehlende Unterlagen: [...]
**Vorgeschlagener Workflow**
1. [...]
2. [...]
3. [...]
**Passende Skills aus diesem Plugin**
| Skill | Warum jetzt? | Erwarteter Output |
|---|---|---|
| `...` | [...] | [...] |
**Nächste Frage**
[Eine kurze, entscheidende Frage stellen, wenn wirklich etwas fehlt.]
### 5. Fachmodule gezielt und sparsam laden
1. Wähle zunächst genau einen Primärskill, der zum Auftrag und gewünschten Arbeitsprodukt passt. Weitere Skills kommen nur bei einer konkreten Schnittstelle hinzu.
2. Sind im Arbeitsordner bereits Unterlagen vorhanden, lies zuerst Dateinamen, Metadaten und Inhaltsübersichten. Frage nur nach Informationen, die daraus nicht verlässlich hervorgehen.
3. Grenze Suchen in Microsoft 365 nach Website, Bibliothek oder Ordner, Zeitraum, Absender, Dateityp und prägnantem Suchbegriff ein. Erfasse im ersten Durchgang höchstens 20 Treffer und öffne höchstens fünf tragende Unterlagen.
4. Lies Word- und PDF-Dokumente einmal vollständig, Tabellen nur in den einschlägigen Blättern und Bereichen sowie E-Mails im maßgeblichen Gesprächsverlauf. Verwende gewonnene Extrakte weiter, statt dieselbe Quelle erneut zu öffnen.
5. Die [vollständige Fachmodulkarte](references/fachmodule.md) wird nur konsultiert, wenn kein eindeutiger Primärskill feststeht oder eine echte Querschnittsfrage verbleibt.
## Worum geht es?
Dieses Plugin unterstuetzt Mieter, Vermieter, Hausverwaltungen und deren Anwaelte bei allen praxisrelevanten Fragen des deutschen Mietrechts. Es deckt Wohnraummiete und Gewerberaummiete ab: Mieterhoehungsverlangen, Mietsenkungsverlangen nach Mietpreisbremse, Nebenkostenpruefung, Kuendigungsrecht (Eigenbedarf, Zahlungsverzug), Kautionsrueckforderung, WEG-Beschlussanfechtung und Klageentwurf zum Amtsgericht.
Ein Alleinstellungsmerkmal ist die Einbindung offizieller Mietspiegel-Quellen für Bundeslaender, Top- und Universitaetsstaedte. Es werden ausschließlich amtliche Quellen verwendet; keine Schaetzdaten oder Onlineportale.
## Wann brauchen Sie diese Skill?
- Sie sind Vermieter und wollen ein Mieterhoehungsverlangen auf ortsuebliche Vergleichsmiete erstellen.
- Sie sind Mieter und haben ein Mieterhoehungsverlangen erhalten und wollen prüfen, ob Sie Widerspruch einlegen können.
- Sie prüfen eine Betriebskostenabrechnung auf Formfehler, Umlagefaehigkeit und rechnerische Richtigkeit.
- Sie benoetigen als Vermieter ein Kuendigungsschreiben wegen Eigenbedarfs oder Zahlungsverzugs.
- Sie wollen eine Beschlussanfechtungsklage gegen einen WEG-Beschluss vorbereiten.
## Fachbegriffe (kurz erklaert)
- **Ortsuebliche Vergleichsmiete** — Die uebliche Miete für Wohnungen vergleichbarer Art, Groesse, Ausstattung und Lage; Maßstab für Mieterhoehungen nach § 558 BGB.
- **Kappungsgrenze** — Maximale prozentuale Erhoehung innerhalb von drei Jahren; regelmaessig 20 %, in Spannungsgebieten 15 %.
- **Mietpreisbremse** — §§ 556d ff. BGB; Neuvermietungsmiete darf in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt die ortsuebliche Vergleichsmiete um nicht mehr als 10 % uebersteigen.
- **Qualifizierter Mietspiegel** — Mietspiegel, der nach wissenschaftlichen Grundsaetzen erstellt und anerkannt wurde (§ 558d BGB); hat Vermutungswirkung.
- **Betriebskosten** — Laufende Kosten des Gebaeudebetriebs, die nach Betriebskostenverordnung (BetrKV) umlagefaehig sind.
- **Schonfristzahlung** — Zahlung aller Mietruckstaende durch den Mieter innerhalb von zwei Monaten nach Zustellung der Raeumungsklage; heilt fristlose Kuendigung (§ 569 Abs. 3 BGB).
- **WEG** — Wohnungseigentuemergemeindschaft; geregelt im Wohnungseigentumsgesetz (WEG) in der Fassung nach der Reform 2020.
## Rechtsgrundlagen
- §§ 535-580 BGB — Mietvertrag allgemein
- §§ 556-556g BGB — Betriebskosten und Mietpreisbremse
- §§ 558-558e BGB — Mieterhoehung auf ortsuebliche Vergleichsmiete
- § 558d BGB — Qualifizierter Mietspiegel
- §§ 543, 569 BGB — Ausserordentliche Kuendigung
- § 573 BGB — Ordentliche Kuendigung durch Vermieter (Eigenbedarf)
- § 573c BGB — Kuendigungsfristen
- § 551 BGB — Begrenzung und Anlage der Mietkaution
- §§ 44 ff. WEG — Beschlussanfechtung und -klage (nach WEG-Reform 2020)
- § 29a ZPO — Ausschliessliche Zuständigkeit Amtsgericht bei Wohnraum
## Schritt-für-Schritt: Einstieg ins Plugin
1. Mandantenkonstellation klären: Vermieter oder Mieter, Wohnraum oder Gewerbe, Bestandsmiete oder Neuabschluss.
2. Phase des Mandats bestimmen: Mieterhoehung, Nebenkostenstreit, Kuendigung, Kaution, WEG oder Klage.
3. Passenden Skill auswaehlen (siehe Skill-Tour).
4. Eilfristen prüfen: WEG-Anfechtungsklage (§ 45 WEG: ein Monat), Kuendigungsfristen (§ 573c BGB), Mieterhoehungs-Zustimmungsfrist (zwei Monate § 558b BGB).
5. Anschluss-Skill bestimmen: nach Mietspiegel-Ermittlung typischerweise Mieterhoehungsverlangen oder Widerspruch; nach Kuendigung ggf. Klageentwurf.
## Skill-Tour (was gibt es hier?)
**Einstieg und Triage**
- `mandat-triage-mietrecht` — Eingangs-Abfrage: Mandantenrolle, Gegenstandsart, Sachgebiet und Fristen-Sofort-Check.
**Datenerhebung**
- `lage-und-ausstattung-erheben` — Strukturierte Datenerhebung für Mietspiegel-Einordnung: Adresse, Baujahr, Wohnflaeche, Ausstattungsmerkmale.
- `mietspiegel-quellen` — Prüft ortsuebliche Vergleichsmiete anhand amtlicher Mietspiegel-Quellen pro Bundesland und Stadttyp.
**Mieterhoehung (Vermieter)**
- `mieterhoehungsverlangen-erstellen` — Mieterhoehungsverlangen nach § 558a BGB mit Begruendung durch Mietspiegel oder Vergleichswohnungen.
**Mieterhoehung (Mieter)**
- `mieterhoehung-pruefen-widersprechen` — Mieterhoehungsverlangen auf Form, Frist, Kappungsgrenze und Begruendung prüfen; Widerspruchs- oder Teilzustimmungs-Entwurf.
- `mietpreisueberhoehung-wistrg-1954-mietwucher` — überhöhte Wohnraummiete dreistufig auf Mietpreisbremse, § 5 WiStrG 1954 und § 291 StGB prüfen.
- `mietsenkungsverlangen` — Miete auf Mietpreisbremse (§§ 556d ff. BGB), § 5 WiStrG 1954 und § 291 StGB prüfen; qualifizierte Rüge erstellen.
**Nebenkostenabrechnung**
- `nebenkostenabrechnung-erstellen` — Rechtssichere Betriebskostenabrechnung für Vermieter nach § 556 BGB und BetrKV.
- `nebenkostenabrechnung-pruefen` — Betriebskostenabrechnung auf Frist, Form, Umlagefaehigkeit, Verteilerschluessel und HeizkostenV prüfen.
**Kuendigung**
- `mahnung-zahlungsverzug-mieter` — Mahnung und fristlose Kuendigung wegen Zahlungsverzugs nach § 543 Abs. 2 Nr. 3 BGB; gestuftes Schreibenpaket.
- `eigenbedarfskuendigung-erstellen` — Ordentliche Kuendigung wegen Eigenbedarfs nach § 573 Abs. 2 Nr. 2 BGB mit konkreter Begruendung und Fristen.
**Kaution**
- `mietkaution-rueckforderung` — Prüft Rückforderungsanspruch: Hoechstgrenze, Anlagepflicht, Abrechnungsfrist, Einbehalt und Verjährung.
**Kommunikation und WEG**
- `mieteranfragen-beantworten` — Beantwortung von Mieteranfragen sachlich und rechtlich korrekt für Vermieter und Hausverwaltungen.
- `weg-beschluss-anfechten` — Prüft Beschlussanfechtungs- und Nichtigkeitsklage nach §§ 44 ff. WEG 2020 mit Monatsfrist.
**Klage**
- `klageentwurf-amtsgericht` — Klageschrift zum Amtsgericht in Mietsachen: Zuständigkeit, Streitwert, Antraege und Beweisangebote.
## Worauf besonders achten
- **Ausschließlich amtliche Mietspiegel verwenden.** Das Plugin nutzt nur offiziell anerkannte Quellen; Onlineportale sind keine zulaessige Begruendung für Mieterhoehungsverlangen.
- **Kappungsgrenze gilt relativ zum letzten Mieterhoehungsverlangen.** Dreijahresfrist und prozentuale Grenze sind getrennt zu prüfen; Kappungsgrenze in Spannungsgebieten 15 % nach Landesrecht.
- **Kuendigungsbegruendung bei Eigenbedarf muss konkret sein.** Zu abstrakte Begruendungen fuehren zur Unwirksamkeit der Kuendigung; Skill `eigenbedarfskuendigung-erstellen` sichert den Mindestinhalt.
- **WEG-Anfechtungsfrist laeuft hart.** Ein Monat nach Beschlussfassung (§ 45 WEG); danach nur noch Nichtigkeitsklage bei gravierenden Maengeln.
- **Nebenkostenabrechnung muss innerhalb von 12 Monaten zugehen.** Spaeterer Zugang fuehrt zur Unwirksamkeit der Abrechnung und Verlust von Nachzahlungsanspruechen.
## Typische Fehler
- Mieterhoehungsverlangen wird ohne ordnungsgemaesse Begruendung versandt; Mieter kann Zustimmung verweigern und Klage ist unbegrendet.
- Fristlose Kuendigung wird ausgesprochen ohne hilfsweise ordentliche Kuendigung; hilfsweise Kuendigung sichert Rueckfall ab.
- Betriebskostenabrechnung enthaelt nicht umlagefaehige Positionen (z.B. Verwaltungskosten); Mieter kann Rueckforderung geltend machen.
- Mietkaution wird nicht getrennt vom Vermögen des Vermieters angelegt; bei Insolvenz des Vermieters geht Mieter leer aus.
- WEG-Anfechtungsfrist wird verpasst; nur Nichtigkeitsklage bei sehr schweren Maengeln verbleibt als Option.
## Quellen und Aktualitaet
- Stand: 05/2026
- Gesetzesfassungen zum Stand-Datum (BGB, BetrKV, HeizkostenV, WEG, ZPO, WiStrG 1954)
- Leitlinien Rechtsprechung 2024/2025:
- BGH, Urteil vom 23.07.2025, VIII ZR 287/23: Die Schonfristzahlung nach Paragraf 569 Absatz 3 Nummer 2 BGB beseitigt die fristlose Kündigung, nicht automatisch die hilfsweise ordentliche Kündigung. Deren Voraussetzungen sind nach Paragraf 573 BGB gesondert zu prüfen. [Amtlicher Volltext](https://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&nr=142465&Blank=1.pdf).
- BGH, Urt. v. 24.09.2025 – Az. VIII ZR 289/23 — Anforderungen an Eigenbedarfsbegruendung § 573 Abs. 3 BGB; Eigenbedarf wirksam auch bei spaeterem Verkauf.
- BGH, Urt. v. 27.11.2024 – Az. VIII ZR 159/23 — qES-Wohnraumkuendigung und Zugang (siehe schriftform-und-textform-bgb).
- Justizstandort-Stärkungsgesetz (BGBl. 2025 I Nr. 318): ab 01.01.2026 liegt die allgemeine Wertzuständigkeit des Amtsgerichts nach Paragraf 23 Nummer 1 GVG bei bis zu zehntausend Euro. Für Wohnraummietsachen gilt unabhängig davon Paragraf 23 Nummer 2a GVG: Amtsgericht ausschließlich und streitwertunabhängig, auch bei verbundener Räumungs- und Zahlungsklage; in erster Instanz kein Anwaltszwang nach Paragraf 78 Absatz 1 Satz 1 ZPO im Umkehrschluss. Gewerberaummiete bleibt wertabhängig: bis zehntausend Euro Amtsgericht, darüber Landgericht nach Paragraf 71 Absatz 1 GVG mit Anwaltszwang.
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