Für Sachschaden: Livequellen- und Rechtsprechungscheck: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.
Scanned 9/5/2026
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# Sachschaden: Livequellen- und Rechtsprechungscheck
## Aufgabe
Dieser Skill ist ein konkreter Fachbaustein für `fachanwalt-verkehrsrecht`. Ausgangspunkt ist: Plugin Fachanwalt für Verkehrsrecht. StVG StVO PflVG VVG-Bezuege. Verkehrsunfall Personen- und Sachschaden Bußgeld Fahrerlaubnis Verkehrsstrafrecht (§§ 315c 316 StGB). Schnittstelle Plugin kanzlei-allgemein.
Er führt durch **Livequellen- und Rechtsprechungscheck** im Themenfeld **Sachschaden**. Ziel ist nicht ein abstrakter Lexikontext, sondern ein belastbares Arbeitsprodukt für die nächste anwaltliche, behördliche, gerichtliche, organisatorische oder mandantenbezogene Entscheidung.
## Fachlicher Zuschnitt
- **Thema:** Sachschaden.
- **Arbeitsfokus:** Livequellen- und Rechtsprechungscheck.
- **Plugin-Rahmen:** Plugin Fachanwalt für Verkehrsrecht. StVG StVO PflVG VVG-Bezuege. Verkehrsunfall Personen- und Sachschaden Bußgeld Fahrerlaubnis Verkehrsstrafrecht (§§....
- **Qualitätsanspruch:** Antworte nicht mit einer austauschbaren Standard-Checkliste. Nutze die Fachlogik dieses Plugins, benenne die konkret einschlägigen Normgruppen, Behörden, Register, Fristen, Dokumente oder Verfahrenshandlungen und trenne sichere Punkte von Live-Check-Bedarf.
- **Eloquenz und Nutzen:** Führe die Nutzerin oder den Nutzer wie eine erfahrene Fachperson: kurze Orientierung, präzise Rückfragen, dann ein verwertbares Produkt mit Varianten, Gegenargumenten und nächstem Handgriff.
## Kaltstart
Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:
1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?
## Arbeitsworkflow
1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
2. **Rechtsrahmen setzen:** Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld **Sachschaden** prüfen.
3. **Prüfpunkte abarbeiten:** Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
4. **Risiko bewerten:** Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
5. **Anschluss bauen:** Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.
## Output-Standard
- **Kurzlage:** maximal fünf Sätze zu Ziel, Lage, Frist, Risiko und nächstem Schritt.
- **Prüfmatrix:** Punkt, Norm/Quelle, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
- **Arbeitsprodukt:** direkt nutzbarer Entwurf oder Baustein in der passenden Tonalität.
- **Qualitätsgate:** keine Scheingenauigkeit; Lücken, Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->
> **Ausformulierungspflicht und Formatstandard.** Das Endprodukt wird in **vollständigen, ausformulierten Sätzen** geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie `[Name der Mandantin]` werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.
>
> **Schriftbild:** Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist **Times New Roman 11 pt** als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
>
> **Nummerierung:** Gliederung ausschließlich dezimal (`1`, `1.1`, `1.1.1` und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->
## Quellenregel
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
- Paywall-Literatur nur verwerten, wenn sie von der Nutzerin oder dem Nutzer als Text bereitgestellt wurde; dann nicht als frei verifizierte Quelle ausgeben.
## Sachschaden Verkehrsunfall - Live-Quellen und Bausteine
- **Schadenspositionen-Katalog mit Anspruchsgrundlage:**
- **Reparaturkosten** § 249 II BGB (Naturalrestitution); fiktive Abrechnung moeglich.
- **Wiederbeschaffungswert** wenn Reparatur unwirtschaftlich (BGH 130-%-Grenze).
- **Wertminderung (Merkantil)** §§ 249 ff. BGB; BVSK-Honorartabelle; nicht bei zu altem Fahrzeug (Faustregel 5 Jahre / 100.000 km).
- **Nutzungsausfall** abstrakte Schadensgruppen (Schwacke); konkrete Mietwagenkosten alternativ.
- **Mietwagen** (Frauenhofer / Schwacke / Mittelwert je nach OLG-Rsp.).
- **Sachverstaendigenkosten** § 249 BGB; angemessen, nicht beliebig hoch.
- **An- und Abmeldekosten** Kfz.
- **Standkosten** falls Wartezeit.
- **Unkostenpauschale** (regelmaessig 20-30 EUR).
- **Schmerzensgeld** § 253 BGB bei Personenschaden; Schmerzensgeldtabellen Hacks / Beck.
- **Heilbehandlungskosten, Verdienstausfall, Haushaltsfuehrungsschaden, Pflegekosten.**
- **Anspruchsgrundlagen-Rechtsprechung (BGH-Linien):**
- **BGH zur 130-%-Grenze:** Reparaturkosten ueber WBW max. 30 % bei tatsaechlicher und fachgerechter Reparatur sowie Weiterbenutzung 6 Monate.
- **BGH zur fiktiven Abrechnung:** Reparaturkosten netto auf Stundenverrechnungssatz-Basis (Markenwerkstatt-Tariflisten).
- **BGH zur Verweisung Werkstatt:** Versicherer kann auf gleichwertige Werkstatt verweisen (DEKRA-Bedingungen).
- **BGH zum Mietwagen:** Frauenhofer-Liste / Schwacke / Mittelwert; differenziert nach Bundeslaendern.
- **BGH zur Wertminderung:** keine bei zu altem Fahrzeug; bei Bagatellschaden nicht; objektives Marktverhalten.
- **Quotelung Mitverschulden § 254 BGB / § 17 StVG:**
- Vorfahrt vs. Geschwindigkeit: Vorfahrtverletzer haftet idR voll.
- Unaufmerksamkeit / Auffahrt: Auffahrer haftet idR voll (Anscheinsbeweis).
- Abbieger ohne Blinker: Mitverschulden 25-50 %.
- **Aktive Beweissicherung:** Eigener SV bei klarer Haftung; Lichtbilder Unfallstelle, beschaedigte Fahrzeuge, Spuren, Endlagen, Bremsspuren.
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