Für Output-Formate — Gutachten, Memo, Schriftsatz im BGB AT: erstellt Entwurf mit Antrag, Beweis und Anlagen; Ergebnis: Schriftsatz mit Begründungs- und Anlagenlogik.
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# Output-Formate — Gutachten, Memo, Schriftsatz im BGB AT
## Mandantenfall
- Student benötigt Klausurlösung im akademischen Gutachtenstil für eine BGB-AT-Prüfung.
- Anwältin erstellt ein Mandatsmemo zur schnellen Orientierung für die Mandantin.
- Rechtsabteilung braucht einen Schriftsatzbaustein für ein Klageverfahren.
## Erste Schritte
1. Arbeitsziel klären: Klausurlösung (Gutachtenstil), Praxismemo, Schriftsatz oder Kurzübersicht.
2. Gutachtenstil: Obersatz — Tatbestand — Subsumtion — Ergebnis (OTSE-Schema).
3. Urteilsstil bei klaren Ergebnissen: Ergebnis voranstellen, Begründung folgt.
4. Mandatsmemo: Sachverhalt — Rechtslage — Risikobewertung — Empfehlung.
5. Schriftsatzbaustein: Klageschrift oder Klageerwiderungsabschnitt mit Normzitat.
6. Alle Ausgaben: Normen, Tatbestandsmerkmale und Subsumtion sichtbar machen.
## Rechtsrahmen
- Gutachtenstil-Anforderungen aus §§ 116 ff. und §§ 145 ff. BGB: Anspruchsprüfung vollständig.
- § 242 BGB: Treu und Glauben als Korrektiv, das in jedem Outputformat Erwähnung finden kann.
- § 286 ZPO: Beweislast und Beweisführung im Schriftsatz.
- §§ 280 und 311 BGB: cic als Grundlage für Schadensersatz-Schriftsatzbausteine.
- §§ 194 ff. BGB: Verjährungseinrede im Schriftsatz.
## Prüfraster
1. Outputformat dem Arbeitsziel anpassen: Klausur, Memo oder Schriftsatz?
2. Gutachtenstil: OTSE für jede Anspruchsvoraussetzung durchhalten?
3. Subsumtion vollständig: Tatsache — Tatbestandsmerkmal — Zwischenergebnis?
4. Mandatsmemo: Handlungsempfehlung klar und unmissverständlich?
5. Schriftsatzbaustein: Normzitat korrekt, keine unbelegten Rechtsbehauptungen?
6. Quellen: Primärquellen, keine Blindzitate.
7. Offene Punkte als Rückfragenliste sichtbar gemacht?
## Typische Fallstricke
- Gutachtenstil und Urteilsstil dürfen nicht unkontrolliert gemischt werden.
- Mandatsmemo darf nicht zu akademisch werden — Mandant will klare Empfehlung.
- Schriftsatz muss prozessuale Anforderungen (Beweisangebot, Antrag) erfüllen.
- Keine erfundenen BGH-Entscheidungen in Schriftsatz oder Memo einbauen.
## Quellen
- [§ 241 BGB — gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__241.html)
- [§ 280 BGB — gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__280.html)
- [§ 311 BGB — gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__311.html)
- [dejure.org § 280 BGB](https://dejure.org/gesetze/BGB/280.html)
- [§ 242 BGB — gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__242.html)
## Vertiefung
### Outputformate im Überblick
Gutachten: Vollständige akademische Prüfung aller Tatbestandsmerkmale, Subsumtion und Ergebnis
im Gutachtenstil. Für Examensklausuren und wissenschaftliche Analysen.
Memo: Praxisorientiertes Arbeitsdokument für die Kanzlei oder Rechtsabteilung. Kurze Darstellung
der Rechtslage, Risikobewertung und Handlungsempfehlung. Kein vollständiger Gutachtenstil erforderlich.
Schriftsatz: Prozessuale Eingabe für Gericht oder Behörde. Formale Anforderungen nach ZPO.
Argumentiert parteiisch für den Mandanten.
<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->
> **Ausformulierungspflicht und Formatstandard.** Das Endprodukt wird in **vollständigen, ausformulierten Sätzen** geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie `[Name der Mandantin]` werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.
>
> **Schriftbild:** Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist **Times New Roman 11 pt** als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
>
> **Nummerierung:** Gliederung ausschließlich dezimal (`1`, `1.1`, `1.1.1` und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->
### Qualitätsstandards für Outputs
Jeder Output muss: (1) Normen mit Paragraphenangabe benennen, (2) Tatsachen und Rechtsnormen
sauber trennen, (3) Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründen, (4) Risiken und offene Punkte
explizit benennen.
### Klausur-Checkliste Output
- Outputformat passend zur Aufgabenstellung gewählt?
- Gutachtenstil: Obersatz hypothetisch, Subsumtion vollständig, Ergebnis am Ende?
- Memo: Kurz, praxisorientiert, mit Risikoampel und Empfehlung?
- Schriftsatz: Formale Anforderungen nach ZPO eingehalten?
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