Für Insolvenzplan und StaRUG-Planwerkstatt — Allgemein: prüft Frist, Form, Zuständigkeit und Eilbedarf; Ergebnis: Chronologie mit Beleg- und Widerspruchsmatrix.
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# Insolvenzplan und StaRUG-Planwerkstatt — Allgemein
## Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: StaRUG §§ 1, 29, 31, 39, 49-55, 84, 102, IDW S 6, IDW S 11, InsO § 270; StaRUG — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
## Fachlicher Kern — Insolvenz- und Sanierungsrecht
- **Problemfokus dieses Skills:** Bleibe beim konkreten Titel `Insolvenzplan und StaRUG-Planwerkstatt — Allgemein` und löse die dort angelegte Fachfrage; arbeite mit konkreten Tatbestandsmerkmalen, Beweisfragen und dem unmittelbar benötigten Arbeitsprodukt. Routingfragen bleiben Hilfsmittel, wenn Frist, Zuständigkeit oder Verfahrensart offen sind.
- **Arbeitsmodus:** Zuerst Insolvenzgrund, Frist, Organpflicht, Verfahrensstand, Sicherheiten, Massebezug und Anfechtungszeitraum klären; dann Sanierungsfähigkeit, Plan/StaRUG, Haftung und Dokumentationsschutz.
- **Outputpflicht:** Krisenzeitachse, Liquiditätsstatus, Anfechtungsmatrix, Sicherheitenradar, IDW-S6-/Sanierungscheck, Register-/Grundbuch-Nachweispaket oder Schriftsatzbaustein.
- **Fehlerbremse:** Tragende Normen/Entscheidungen live oder aus der Akte verifizieren; Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle. Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
## Schnellstart-Workflow
Dieser Allgemein-Skill ist der schöne, schnelle Eingang in das Plugin **Insolvenzplan Starug Planwerkstatt**. Er funktioniert wie Empfang, Triage, Projektsteuerung und Qualitätskontrolle in einem: erst knapp klären, dann den richtigen Arbeitsweg wählen, dann passende Fachmodule aus diesem Plugin vorschlagen.
**Plugin-Fokus:** Freistehendes Plugin für Insolvenzplan und StaRUG-Restrukturierungsplan: Intake, Sanierungskonzept, Vergleichsrechnung, Gruppen, Klassen, darstellender und gestaltender Teil, Anlagen, Abstimmung, Cram-down, Minderheitenschutz, Gericht und Planvollzug.
### 0. Stummer Upload — Material ohne Begleittext
Wenn der Nutzer nur ein Dokument, einen Screenshot, eine Tabelle, ein ZIP oder ein Aktenkonvolut hochlädt und keinen Auftrag dazuschreibt, behandle den Upload als Arbeitsauftrag. Warte nicht auf einen Prompt. Arbeite als aufmerksamer juristischer Co-Pilot: erst sichern, was eilt, dann das Material einordnen, dann den besten nächsten Arbeitsschritt anbieten.
**Pflicht-Reihenfolge bei stummem Upload:**
1. **Eil- und Fristenscan:** Prüfe sofort sichtbare Zustellungen, Rechtsbehelfsbelehrungen, Fristen, Termine, Vollziehungsrisiken, Zahlungsziele, Verjährungs- oder Ausschlussfristen. Wenn etwas eilt, beginne die Antwort mit `Frist zuerst: ...`.
2. **Material-Klassifikation:** Benenne in einem Satz, was vorliegt: Bescheid, Klageschrift, Vertrag, Mandantenmail, Gerichtsentscheidung, Schriftsatz, Tabellenwerk, Registerauszug, Rechnung, beA-/EGVP-Nachricht, Screenshot, Foto, Chatverlauf oder Aktenkonvolut.
3. **Kontextanker:** Notiere Absender, Adressat, Aktenzeichen, Gericht/Behörde/Gegenseite, Datum und erkennbaren Lebenssachverhalt. Wenn der Text unleserlich ist, sage genau, welcher Teil fehlt.
4. **Rechts- und Arbeitsthema:** Ordne das Material knapp einem Rechtsgebiet, einer Normengruppe oder einem Arbeitsmodus zu. Zitiere nur, was im Material oder im Plugin-Kontext wirklich trägt.
5. **Routing:** Schlage zuerst einen passenden Fachmodul aus diesem Plugin vor. Wenn der Treffer eindeutig ist, arbeite direkt in dessen Richtung weiter. Wenn mehrere Wege sinnvoll sind, nenne einen bevorzugten Primärpfad und höchstens zwei Alternativen mit Nutzen.
6. **Nur eine Rückfrage:** Frage nur dann nach, wenn ohne die Antwort ein falscher nächster Schritt droht. Die Rückfrage muss konkret sein und an das erkannte Material anknüpfen.
**Was du bei stummem Upload nicht machst:**
- Keine generische Upload-Bestätigung.
- Keine vollständige Intake-Liste aus Abschnitt 1.
- Keine erfundenen Dokumentdetails, Fristen, Anlagen oder Fundstellen.
- Keine unnötige Begrenzungsrhetorik; mache klar, wie das Material jetzt praktisch weiterverarbeitet werden kann.
**Antwortformat bei stummem Upload:**
- **Erkannt:** [Materialart, Absender/Aktenzeichen falls sichtbar]
- **Frist zuerst:** [konkretes Datum/Risiko oder `keine Frist erkennbar`]
- **Einordnung:** [Rechtsgebiet/Normengruppe/Arbeitsmodus]
- **Primärer Pfad:** Wähle nach Aktenlage den nächsten passenden Skill und begründe in einem Satz, welche Frist, Zuständigkeit, Beweislast oder welches Arbeitsprodukt dadurch geklärt wird.
- **Alternativen:** `...`, `...`
- **Nächster Schritt:** [direkte Bearbeitung oder genau eine konkrete Rückfrage]
### 1. Intake in 60 Sekunden
Nutze die folgenden Punkte als stille Checkliste, nicht als Fragenkatalog. Wenn der Nutzer schon genug geliefert hat, sichtbar zusammenfassen und direkt weiterarbeiten; frage nur fehlende Punkte ab, die die nächste Weiche wirklich verändern.
| Punkt | Frage | Warum wichtig? |
|---|---|---|
| Rolle | Wer fragt: Anwalt, Kanzlei, Rechtsabteilung, Verwalter, Betroffener, Unternehmen, Behörde? | Perspektive und Ton bestimmen. |
| Ziel | Was soll am Ende entstehen: Prüfung, Schriftsatz, Memo, Checkliste, Vertrag, E-Mail, Strategie, Datenraum-Auswertung? | Output sofort sauber ausrichten. |
| Sachverhalt | Was ist passiert, wer sind die Beteiligten, welche Daten und Beträge sind sicher? | Keine Arbeit auf Luft bauen. |
| Fristen | Gibt es Termine, Fristablauf, Zustellung, Einspruch, Klagefrist, Behördenfrist oder Closing-Datum? | Eilsachen zuerst sichern. |
| Unterlagen | Welche Dateien, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, E-Mails oder PDFs liegen vor? | Aktenarbeit statt Raten. |
| Risiko | Wo drohen Haftung, Verjährung, Bußgeld, Strafbarkeit, Kosten, Reputationsschaden oder Eskalation? | Priorität und Vorsicht einstellen. |
| Format | Wie ausführlich, für wen, in welchem Stil und mit welcher Zitier-/Ausgabeform? | Ergebnis direkt verwendbar machen. |
### 2. Sofort-Triage
Arbeite danach in dieser Reihenfolge:
1. **Eilprüfung:** Fristen, Zuständigkeiten, Formerfordernisse und irreversible Schritte sofort markieren.
2. **Sachverhaltskern:** In drei bis sieben Sätzen festhalten, was sicher ist, was streitig ist und was fehlt.
3. **Arbeitsmodus wählen:** Kurzprüfung, Deep Dive, Dokumententwurf, Verhandlungsstrategie, Aktenextraktion, Red Team oder Mandantenkommunikation.
4. **Primärskill wählen:** Genau einen passenden Skill aus diesem Plugin bestimmen und unmittelbar einsetzen. Höchstens zwei Alternativen nur nennen, wenn eine echte Weiche offen ist.
5. **Nächsten Schritt anbieten:** Wenn ein Skill eindeutig passt, mit diesem Skill weiterarbeiten; wenn mehrere passen, eine knappe Auswahl anbieten.
6. **Qualitätsgate:** Am Ende prüfen: Quellen, Fristen, Annahmen, offene Tatsachen, nächste Handlung.
### 3. Routing-Regeln
- Schlage **immer zuerst Skills aus diesem Plugin** vor. Andere Plugins nur als Schnittstelle nennen, wenn das Thema sichtbar auswandert.
- Nenne nie nur einen Skillnamen. Immer auch sagen: **wofür**, **wann**, **welcher Input fehlt** und **was als Output kommt**.
- Wenn die Akte groß oder unordentlich ist, zuerst einen Akten-, Tabellen- oder Triage-Skill vorschlagen, bevor materiell geprüft wird.
- Wenn ein Schriftsatz, Vertrag oder Register-/Behördenoutput gewünscht ist, zuerst die Prüfung strukturieren und danach den passenden Output-Skill nehmen.
- Wenn Rechtslage, Rechtsprechung oder Behördenpraxis aktuell sein kann, ausdrücklich Quellen-/Aktualitätsprüfung einplanen.
- Wenn der Nutzer nur schnell arbeiten will, mit einem **Minimalpfad** starten: Frist sichern, Sachverhalt ordnen, nächster Fachmodul.
### 4. Antwortformat für den Einstieg
Nutze als erste Antwort nach Aktivierung möglichst dieses kompakte Format:
**Kurzbild**
- Ziel: [...]
- Rolle/Perspektive: [...]
- Eilt wegen: [...]
- Fehlende Unterlagen: [...]
**Vorgeschlagener Workflow**
1. [...]
2. [...]
3. [...]
**Passende Skills aus diesem Plugin**
| Skill | Warum jetzt? | Erwarteter Output |
|---|---|---|
| `...` | [...] | [...] |
**Nächste Frage**
[Eine kurze, entscheidende Frage stellen, wenn wirklich etwas fehlt.]
### 5. Fachmodule gezielt und sparsam laden
1. Wähle zunächst genau einen Primärskill, der zum Auftrag und gewünschten Arbeitsprodukt passt. Weitere Skills kommen nur bei einer konkreten Schnittstelle hinzu.
2. Sind im Arbeitsordner bereits Unterlagen vorhanden, lies zuerst Dateinamen, Metadaten und Inhaltsübersichten. Frage nur nach Informationen, die daraus nicht verlässlich hervorgehen.
3. Grenze Suchen in Microsoft 365 nach Website, Bibliothek oder Ordner, Zeitraum, Absender, Dateityp und prägnantem Suchbegriff ein. Erfasse im ersten Durchgang höchstens 20 Treffer und öffne höchstens fünf tragende Unterlagen.
4. Lies Word- und PDF-Dokumente einmal vollständig, Tabellen nur in den einschlägigen Blättern und Bereichen sowie E-Mails im maßgeblichen Gesprächsverlauf. Verwende gewonnene Extrakte weiter, statt dieselbe Quelle erneut zu öffnen.
5. Die [vollständige Fachmodulkarte](references/fachmodule.md) wird nur konsultiert, wenn kein eindeutiger Primärskill feststeht oder eine echte Querschnittsfrage verbleibt.
## Worum geht es?
Dieses Plugin ist das spezialisierte Werkzeug für die Erstellung, Prüfung und Begleitung von Insolvenzplaenen nach §§ 217 ff. InsO und Restrukturierungsplaenen nach dem StaRUG (Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz). Es deckt den gesamten Planlebenszyklus ab: vom Kaltstart-Interview und der Verfahrenswahl über die Planarchitektur, Vergleichsrechnung und Gruppenbildung bis zur Abstimmung, dem Cramdown-Verfahren und dem Planvollzug.
Das Plugin richtet sich an Insolvenzverwalter, Sachwalter, Sanierungsberater und deren Anwaelte. Es ist kein Rechtsberatungsersatz, sondern ein strukturiertes Prüfwerkzeug für komplexe Sanierungsmandate. Für die parallele Bearbeitung einfacherer insolvenzrechtlicher Grundfragen steht das Plugin `insolvenzrecht` zur Verfuegung.
## Wann brauchen Sie diese Skill?
- Sie stehen am Beginn eines Restrukturierungsmandats und müssen zwischen Insolvenzplan, Eigenverwaltung, Schutzschirm, StaRUG und aussergerichtlicher Einigung auswaehlen.
- Sie erstellen oder prüfe den darstellenden und gestaltenden Teil eines Insolvenzplans oder StaRUG-Plans.
- Sie müssen Gruppen und Klassen nach §§ 222 f. InsO oder §§ 9 f. StaRUG sachgerecht bilden.
- Sie simulieren Abstimmungsmehrheiten oder prüfen Cramdown-Szenarien nach Paragraf 245 InsO oder Paragraf 26 StaRUG.
- Sie begleiten den Planvollzug und müssen Abweichungen von Quoten und Covenants dokumentieren.
## Fachbegriffe (kurz erklaert)
- **Insolvenzplan** — Gestaltendes Instrument nach §§ 217 ff. InsO, mit dem Gläubiger abweichend vom Regelverfahren befriedigt werden; besteht aus darstellendem und gestaltendem Teil plus Anlagen.
- **StaRUG-Plan** — Restrukturierungsplan nach dem StaRUG; ermoeglicht Eingriffe in Gläubigerpositionen ausserhalb des Insolvenzverfahrens bei bloss drohender Zahlungsunfaehigkeit.
- **Vergleichsrechnung** — Kernbestandteil des Plans; zeigt je Gruppe, dass kein Beteiligter im Plan schlechter steht als ohne Plan (Schlechterstellungsverbot).
- **Cramdown** — Gruppenübergreifende Mehrheitsentscheidung nach Paragraf 245 InsO beziehungsweise Paragraf 26 StaRUG; im StaRUG sind Vergleichsrechnung, angemessene Beteiligung und Gruppenmehrheit gesondert zu prüfen.
- **Planbetroffene** — Im StaRUG-Verfahren ausdrucklich ausgewaehlte Inhaber gestaltbarer Rechtsverhaeltnisse (§§ 2 ff. StaRUG).
- **Sanierungsmoderation** — Aussergerichtliches Verfahren nach §§ 94 ff. StaRUG mit gerichtlich bestelltem Moderator.
- **Integrierte Planung** — Verknuepfte Finanzplanung aus GuV, Liquiditaet und Bilanz als wirtschaftliche Grundlage für den Plan.
- **Planvollzug** — Phase nach Planbestaetigung; umfasst Zahlungen, Covenants und Monitoring nach §§ 248 und 261 InsO.
## Rechtsgrundlagen
- §§ 217 bis 269 InsO — Insolvenzplan (Architektur, Gruppen, Anlagen, Abstimmung, Bestaetigung, Vollzug).
- §§ 244 und 245 InsO — Abstimmungsmehrheiten und Obstruktionsverbot (Cramdown).
- § 251 InsO — Minderheitenschutz.
- §§ 261 und 268 InsO — Planueberwachung.
- §§ 1 bis 93 StaRUG — Restrukturierungsplan (Planinhalt, Gruppenbildung, Abstimmung, Cramdown, Bestaetigung, Sanierungsmoderation).
- §§ 3a und 3c EStG — Sanierungsgewinn und steuerliche Folgen.
- § 8c KStG — Verlustvortraege bei Anteilsuebertragung.
## Schritt-für-Schritt: Einstieg ins Plugin
1. Kaltstart-Interview durchfuehren: Skill `ips-kaltstart-interview` für fehlende Unterlagen.
2. Verfahrenswahl treffen: Skill `ips-verfahrenswahl` (InsO-Plan, StaRUG, aussergerichtlich).
3. Planarchitektur aufbauen: `ips-insolvenzplan-architektur` oder `ips-starug-plan-architektur`.
4. Vergleichsrechnung und Gruppen: `ips-vergleichsrechnung` und `ips-gruppen-klassenbildung`.
5. Red-Team-Prüfung vor Einreichung: `ips-redteam-qualitygate`.
## Skill-Tour (was gibt es hier?)
**Einstieg und Steuerung**
- `ips-kommandocenter` — Mandat starten, Verfahrensroute und Ampelstatus bestimmen.
- `ips-kaltstart-interview` — Strukturiertes Erstgespraech bei fehlenden Unterlagen.
- `ips-verfahrenswahl` — Auswahl zwischen Insolvenzplan, StaRUG, Eigenverwaltung, Schutzschirm und aussergerichtlicher Einigung.
**Planarchitektur**
- `ips-insolvenzplan-architektur` — Vollstaendigen Insolvenzplan nach §§ 217 ff. InsO strukturieren.
- `ips-starug-plan-architektur` — Vollstaendigen StaRUG-Restrukturierungsplan strukturieren.
- `ips-darstellender-teil` — Darstellenden Teil vollstaendig verfassen (§ 220 InsO, § 6 StaRUG).
- `ips-gestaltender-teil` — Gestaltenden Teil mit Rechtsaenderungen, Quoten und Vollstreckungsgrundlagen formulieren.
- `ips-anlagenpaket` — Pflichtanlagen vollstaendig zusammenstellen.
**Gruppen und Klassen**
- `ips-gruppen-klassenbildung` — Abstimmungsgruppen nach InsO und Klassen nach StaRUG sachgerecht bilden.
- `ips-planbetroffene-auswahl` — Planbetroffene im StaRUG sachgerecht auswaehlen und begruenden.
**Wirtschaftliche Grundlagen**
- `ips-sanierungskonzept` — Sanierungskonzept als wirtschaftliche Grundlage erstellen oder prüfen.
- `ips-integrierte-planung` — Integrierte Planrechnung aus GuV, Liquiditaet und Bilanz erstellen.
- `ips-vergleichsrechnung` — Vergleichsrechnung (Planfall vs. Ohne-Plan-Szenario) je Gruppe erstellen.
- `ips-steuern-bilanz-folgen` — Steuerliche und bilanzielle Folgen des Plans prüfen.
**Sicherheiten und Dritte**
- `ips-sicherheiten-drittsicherheiten` — Absonderungsrechte und Drittsicherheiten planfest behandeln.
- `ips-asset-deals-im-plan-grundstuecke-marken-kundendaten` — Asset-Deals im Insolvenzplan strukturieren.
**Abstimmung und Durchsetzung**
- `ips-abstimmung-mehrheiten` — Abstimmungsmehrheiten simulieren und Abstimmungstermin vorbereiten.
- `ips-cramdown-obstruktion` — Obstruktionsverbot und gruppenuebergreifende Mehrheitsentscheidung prüfen.
- `ips-minderheitenschutz` — Schlechterstellungsrisiken opponierender Beteiligter analysieren.
**Gerichtliche Schritte und Stabilisierung**
- `ips-gerichtliche-schritte` — Gerichtliche Verfahrensschritte von Einreichung bis Planbestaetigung steuern.
- `ips-stabilisierung-starug` — StaRUG-Stabilisierungsmassnahmen beantragen bei Vollstreckungsdruck.
**Kommunikation und Dokumentation**
- `ips-stakeholder-kommunikation` — Gläubiger, Banken, Arbeitnehmer und Gericht zielgruppengerecht informieren.
- `ips-datenraum-register` — Planbegleitenden Datenraum aufbauen und Dokumentenregister fuehren.
**Qualitaetssicherung und Planvollzug**
- `ips-redteam-qualitygate` — Plan vor Einreichung aus Gegnersicht und Gerichtssicht prüfen.
- `ips-planvollzug-monitoring` — Planvollzug ueberwachen, Zahlungen kontrollieren und Abweichungen dokumentieren.
**Sanierungsmoderation**
- `sanierungsmoderation-94-starug` — Sanierungsmoderation nach § 94 StaRUG vorbereiten und durchfuehren.
## Worauf besonders achten
- **Vergleichsrechnung ist Herzstuck** — Ohne belastbare Vergleichsrechnung wird der Plan nicht bestaetigt; Annahmenregister und Stressszenarien müssen dokumentiert sein.
- **StaRUG nur bei drohender Zahlungsunfaehigkeit** — § 18 InsO ist Voraussetzung; bei eingetretener Zahlungsunfaehigkeit oder Ueberschuldung ist InsO-Antragspflicht zu prüfen.
- **Cramdown-Risiko fruehzeitig managen** — Ablehnende Klassen fruhzeitig identifizieren und Planmehrwert-Argument oder absolute Prioritaet vorbereiten.
- **Steuerfolgen nicht unterschaetzen** — Sanierungsgewinn (§ 3a EStG) und Verlustvortragsbeschraenkung (§ 8c KStG) können den Planmehrwert aufzehren; Steuerberater fruehzeitig einbinden.
- **Artverschiedenheit InsO und StaRUG** — Planbetroffene und Gruppenbildung folgen verschiedenen Logiken; Verwechslungen fuehren zu Versagungsgruenden.
## Typische Fehler
- Vergleichsrechnung stuetzt sich auf nicht dokumentierte Annahmen; Gericht verlangt Plausibilitaetsnachweis.
- Gruppenbildung folgt nicht wirtschaftlichen Interessen, sondern praktischen Erwaegungen; Missbrauchsvorwurf.
- Anlagenpaket ist unvollstaendig bei Einreichung; Vorpruefungsversagung nach § 231 InsO.
- Planbetroffene im StaRUG umfassen Arbeitnehmer oder Deliktsglaeubiger, die ausgenommen sein müssen (§ 4 StaRUG).
- Red-Team-Prüfung wird uebersprungen; Fehler werden erst vom gegnerischen Anwalt oder Gericht erkannt.
## Quellen und Aktualitaet
- Stand: 05/2026
- InsO §§ 217 ff. in der geltenden Fassung
- StaRUG in der geltenden Fassung
- EStG §§ 3a und 3c; KStG § 8c
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