Für Distressed M&A: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt. Fachgebiet: Corporate-Kanzlei.
Scanned 9/5/2026
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# Unternehmenskäufe in Krise und Insolvenz strukturieren
Lies zuerst den Kaufvertragsentwurf, die Liquiditätsplanung, vorhandene Verfahrensbeschlüsse und die Unterlagen zum Kaufgegenstand. Bestimme daraus Mandatsseite, Verfahrensstand und geplanten Vollzug. Liefere einen ausformulierten Transaktionsvermerk mit belegten Risiken, offenen Vollzugsvoraussetzungen, Verantwortlichen und Terminen; bei beauftragter Vertragsarbeit ergänze konkrete Klauselfassungen statt einer bloßen Vertragsgliederung.
Vorrang für die Bearbeitung: Alle nachfolgenden Mandanten-, Triage- und Versandfragen sind interne Prüfpunkte, kein Fragekatalog. Werte zuerst das vorhandene Material aus; frage nur nach noch fehlenden, entscheidenden Angaben. Bereits Beantwortetes nicht erneut erheben. Erstelle den möglichen Entwurf mit klar markierten Lücken; fehlende entscheidende Angaben nicht durch Annahmen ersetzen.
Nicht dieser Skill ist vorrangig, wenn zuerst die Gesellschaftsakte selbst angelegt, die Mandatsrolle bestimmt oder ein unklarer Upload triagiert werden muss. Dann beginne mit `/corporate-kanzlei:kommandocenter` oder `/corporate-kanzlei:matter-file`. Wenn der Nutzer nur eine Kurzfassung für interne Abstimmung will, arbeite bewusst kürzer und liefere keine lange Prüfarchitektur.
## Voraussetzungen und Kontext laden
Lies zuerst, falls vorhanden, den Matter-Workspace unter `~/.config/claude-fuer-deutsches-recht/corporate-kanzlei/mandate/<slug>/`: `mandat.md`, `history.md`, `chronologie.md`, `fristen.yaml` und den aktuellen Dokumentenlog. Wenn kein Workspace existiert, frage nur die Mindestdaten ab: Gesellschaft, Rechtsform, Rolle, Organstatus, Beschluss-/Registerlage, Frist, gewünschter Output und ob börsen-, konzern- oder regulierungsrelevante Bezüge bestehen.
Benötigte Unterlagen:
- 13-Wochen-Liquiditätsplanung, Insolvenzreife-Check und Fortbestehensprognose.
- Asset-/Share-Deal-Struktur, Verwalter-/Eigenverwaltungsrolle und Zahlungsfluss.
- Anfechtungs-, Haftungs-, Steuer- und Closing-Sicherungsfragen.
Arbeite mit diesen Variablen: `gesellschaft`, `rolle`, `organ`, `beschlussdatum`, `registerstand`, `frist_oder_closing`, `materiality_threshold`, `owner`, `source_tag`.
## Workflow
1. **Corporate-Kontext fixieren.** Bestimme Gesellschaft, Rechtsform, Organrolle, Anlass, Beschluss-/Registerstand und Entscheidungsempfänger. Wenn Rolle oder Rechtsform fehlen, frage genau eine Rückfrage; bei Fristdruck arbeite mit `[Annahme - prüfen]` weiter.
2. **Quellen inventarisieren.** Liste Dokumente mit Datum, Version, Quelle, Register-/Urkunden-ID und Vertraulichkeitsstufe. Markiere Uploads als `[Mandant]`, Register als `[Register]`, Gerichts-/Behördenquellen als `[Primärquelle]` und Modellwissen als `[Modellwissen - prüfen]`.
3. **Organ- und Kompetenzebene trennen.** Unterscheide Geschäftsführung/Vorstand, Gesellschafterversammlung/Hauptversammlung, Aufsichtsrat/Beirat, Konzernleitung, Notar und Registergericht.
4. **Materiality-Schwelle setzen.** Fehlt eine Vorgabe, arbeite mit Ampel: Nichtigkeit/Unwirksamkeit, Anfechtungs-/Haftungsrisiko, Registerhindernis, Zustimmungserfordernis, Housekeeping.
5. **Normenprüfung durchführen.** Prüfe die unten genannten Normgruppen bezogen auf den konkreten Corporate-Schritt: Zuständigkeit, Form, Frist, Mehrheit, Vollmacht, Registerfähigkeit, Haftung und Beweisquelle.
6. **Belegkette bauen.** Jede wesentliche Aussage braucht Quelle, Dokument, Fundstelle und Unsicherheitsmarker. Keine Fundstelle erfinden. Wenn Registerauszug, BGH-/EuGH-Entscheidung oder Behördenpraxis nicht abrufbar ist, steht `[zu verifizieren]`.
7. **Risikomatrix erstellen.** Gib pro Punkt aus: Sachverhalt, Rechtsfrage, Norm, Subsumtion, Risikoampel, Rechtsfolge, empfohlene Aktion, Owner, Deadline und Folge-Skill.
8. **Draft oder Review-Gate wählen.** Wenn die Tatsachen reichen, liefere den gewünschten Output. Wenn nicht, liefere eine Information-Request-Liste oder eine Partner-/Organvorlage mit genau den offenen Entscheidungen.
9. **Hand-off vorbereiten.** Überführe Findings in Beschlussentwurf, Board Paper, Registeranmeldung, SPA-Markup, CP-Tracker, Mandantenmail oder Closing Bible. Verweise auf den konkreten Anschluss-Skill unten.
10. **Abschlusskontrolle.** Prüfe: keine ungeprüften Aktenzeichen, keine BeckRS-Blindzitate, keine automatische Außenkommunikation, keine vertraulichen Informationen außerhalb des Need-to-know-Kreises.
## Prüfraster im Gutachtenstil
**Obersatz:** Zu prüfen ist, ob der im Skill bearbeitete Corporate-Schritt gesellschaftsrechtlich wirksam, registerfähig, organschaftlich vertretbar und für die Mandatsseite praktisch umsetzbar ist.
**1. Mandats- und Rollenrahmen.** Zunächst muss feststehen, wer vertreten wird: Gesellschaft, Organmitglied, Gesellschafter, Investor, Käufer, Verkäufer oder Konzernmutter. Ist die Rolle unklar, darf kein parteilicher Beschluss-, Vertrags- oder Verhandlungsoutput als final erscheinen; zulässig ist nur eine neutrale Struktur- oder Fragenliste.
**2. Zuständigkeit, Form und Corporate Authority.** Bei Anteils-, Beschluss- und Strukturmaßnahmen sind Vertretungsmacht, Zustimmungserfordernisse, Mehrheit, Form und Registerlage zu prüfen. Relevanter Kern:
- InsO §§ 15a, 17, 18, 19, 129 ff., 270 ff. für Insolvenzreife, Antragspflicht und Anfechtung.
- StaRUG §§ 1, 9 ff. und 49 ff. für Früherkennung, Plan und Stabilisierung.
- BGB §§ 134, 138, 280, 311 Abs. 2 und 826 für Haftungs- und Sittenwidrigkeitsfragen.
- UmwStG §§ 20 bis 24 und § 8c KStG nur mit Steuerteam verifizieren.
**3. Organ- und Zuständigkeitsprüfung.** Nur wenn der konkrete Arbeitsschritt eine Organentscheidung vorbereitet, Zuständigkeit, Zustimmungsvorbehalte, Interessenkonflikte, Informationsgrundlage und Dokumentation prüfen. Der fachlich passende Haftungs- oder Board-Paper-Skill liefert die dafür einschlägige Rechtsprechung; ARAG/Garmenbeck ist kein Universalanker.
**4. Register- und Gesellschafterlistenlogik.** Nur bei GmbH-Anteilen, Einziehung, Vollmachtskette oder streitiger Legitimation Paragraf 16 und 40 GmbHG sowie Registerstand und materielle Berechtigung getrennt prüfen. Ohne solche Title- oder Legitimationsfrage diesen Prüfstrang auslassen.
**5. Vollzugshindernisse.** Wenn Fusionskontrolle, AWV/FDI, MAR, GwG, Sanktionen, Bankzustimmung, Satzungszustimmung oder branchenspezifische Genehmigungen berührt sind, muss das Ergebnis lauten: Anmeldung erforderlich? Vollzugsverbot? Registerhindernis? Beschlussmangel? Long-Stop-Date gefährdet? Bußgeld-, Nichtigkeits- oder Haftungsfolge?
**6. Subsumtion.** Subsumtion erfolgt dokumentennah. Beispiel: `§ 15 GmbHG notarielle Form erfüllt?` nur bejahen, wenn Entwurf/Urkunde/Notarbestätigung vorliegt. `§ 46 GmbHG Zustimmung erforderlich?` nur bejahen, wenn Satzung, Geschäftsordnung und Maßnahme geprüft sind.
**Zwischenergebnis:** Formuliere als Ampel: grün mit Beleg, gelb mit offener Information, rot mit Handlungssperre. Rot bedeutet im Corporate-Kontext: nicht beschließen, nicht anmelden, nicht signieren, nicht closen oder nicht extern versenden, bevor Partner, Organ oder Spezialist freigegeben hat.
## Output-Module
- **Corporate-Vermerk:** Kurzbild, Sachverhalt, Normen, Subsumtion, Risikoampel, Empfehlung.
- **Beschluss-/Board-Paper-Modul:** Zuständigkeit, Beschlussvorschlag, Informationsgrundlage, BJR-Dokumentation, Anlagenliste.
- **Issue List:** Finding, Quelle, Risiko, Rechtsfolge, Register-/Vertragsfolge, Owner, Deadline.
- **Information Request:** konkrete Fragen an Mandant, Organ, Notar, Registerteam, Steuerberater oder Gegenseite.
- **Matter-Update:** kurzer Eintrag für `history.md` und ggf. Frist-/Owner-Eintrag für `fristen.yaml`.
## Quellen und Zitierregel
Nutze nur frei prüfbare Quellen oder vom Nutzer bereitgestellte/lizenzierte Quellen. Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsdatum, Aktenzeichen und Link auf `dejure.org`, `openjur.de`, `bundesgerichtshof.de`, `bundesverfassungsgericht.de`, `curia.europa.eu` oder `eur-lex.europa.eu`. Keine BeckRS-Alleinzitate, keine anwalt24-Belege, keine erfundenen Randnummern. Quellen-Tags: `[Mandant]`, `[Register]`, `[BGH-Datenbank]`, `[dejure.org]`, `[EUR-Lex]`, `[Web-Recherche - prüfen]`, `[Modellwissen - prüfen]`.
## Hand-Off zu anderen Skills
Nach diesem Skill weiter mit:
- `/corporate-kanzlei:restructuring-starug-insolvenzplan` - wenn StaRUG, Planoptionen oder Insolvenzplanstruktur geprüft werden.
- `/corporate-kanzlei:signing-closing-conditions` - wenn CPs, Closing Deliverables oder Signing Pack koordiniert werden.
## Was dieser Arbeitsgang nicht macht
- Er ersetzt keine Partner-, Organ- oder Mandantenentscheidung über Beschluss, Signing, Registeranmeldung oder Closing.
- Er führt keine automatische Außenkommunikation an Gegenseite, Behörde, Notar, Registergericht, Datenraumteilnehmer oder Mandant aus.
- Er behauptet keine Registerlage, Behördenpraxis oder Rechtsprechung ohne prüfbare Quelle.
- Er vermischt nicht Corporate-Befund, Vertragsrisiko und wirtschaftliche Bewertung; diese Ebenen bleiben getrennt.
- Er trifft keine steuerliche, kartellrechtliche, sanktionsrechtliche oder ausländische Rechtsaussage final ohne Spezialisten-Review.
- Er behandelt vertrauliche Daten nur innerhalb des Need-to-know-Kreises und markiert sensible Informationen für Clean-Room oder Insiderlisten.
## Berufsrechtliche Hinweise
Vor Mandatsarbeit sind Interessenkonflikte nach § 43a BRAO und § 3 BORA, Verschwiegenheit nach § 43a Abs. 2 BRAO, Vergütungsrahmen nach § 49b BRAO und GwG-Sorgfaltspflichten zu beachten. Bei personenbezogenen Daten gelten DSGVO Art. 5, 6, 25 und 32. Bei Drittakten, Datenräumen, Akteneinsicht oder Clean-Room-Material ist der Zweckbindungsrahmen zu prüfen; Material aus einem Mandat darf nicht stillschweigend in ein anderes Mandat übernommen werden.
## Bisheriger Skill-Kern, integriert und weiterzuverwenden
### Distressed M&A
## Triage — klaere vor Beginn
1. Ist Insolvenzantrag bereits gestellt (insolvency proceedings) oder Vorfeldphase (pre-insolvency)?
2. Verkauf durch: Insolvenzverwalter, vorläufigen Verwalter, oder Gesellschaft selbst (Eigenverwaltung/StaRUG)?
3. Asset Deal oder Share Deal? (Im Insolvenzfall fast immer Asset Deal — Verbindlichkeiten bleiben bei InsoSchuldner)
4. Liquiditaetssituation: Wie viele Tage/Wochen hat der Prozess Zeit?
5. Arbeitnehmer: § 613a BGB; Widerspruchsrecht; Betriebsrat; Sozialplan in der Insolvenz?
6. Sicherheiten: Welche Sicherungseigentuemer, Pfandrechte, Grundschulden sind betroffen?
7. Ausländische Tochtergesellschaften im Konzern: separate Insolvenzen oder Konzernanmeldung?
## Zentrale Normen
- **§§ 159-173 InsO** — Liquidation; Verwertung der Masse; Forderungsanmeldung
- **§§ 80, 148-161 InsO** — Insolvenzeroe ffnung; Verwaltungs- und Verfuegungsbefugnis des Verwalters
- **§§ 129-147 InsO** — Insolvenzanfechtung; §§ 133, 130 InsO Vorsatz- und Deckungsanfechtung
- **§ 179a AktG** — Zustimmung HV bei Uebertragung des gesamten Gesellschaftsvermoegen bei AG
- **§§ 21-34 StaRUG** — Restrukturierungsrahmen; Stabilisierungsanordnung; kein Vollstreckungsschutz ohne Anordnung
- **§ 613a BGB** — Betriebsuebergang; Haftung Erwerber für Altverbindlichkeiten (Ausnahmen in Insolvenz)
- **§§ 125-128 InsO** — Interessenausgleich; Sozialplan; Namensliste; erleichterte Kuendigung
- **§ 35 InsO** — Insolvenzmasse; was faellt dazu?
## Distressed M&A: Prozessstruktur
| Phase | Dauer | Inhalt | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Screening/Erstkontakt | 1-2 Wochen | Insolvenzverwalter kontaktieren; NDA; Process Letter | Zeitdruck; keine Exklusivitaet |
| Erste Analyse | 1-2 Wochen | Reduzierter Datenraum; Kurz-DD; Arbeitnehmer-Check | Informationen lueckenhaft |
| Indikatives Angebot | 1-3 Tage | IOI/Non-Binding Offer; Kaufpreisrahmen | Verwalter hat Massemaximierungspflicht |
| Detaillierte Verhandlung | 1-2 Wochen | APA/Asset Purchase Agreement; Schedules | Haftungsausschluss maximal |
| Signing & Closing | 1 Woche | Closing meist = Signing; kein Vollzug-Vorbehalt | Schnell; Masseverwertung |
## Distressed M&A: Asset Deal Besonderheiten
Im Gegensatz zum normalen M&A ist im Distressed-Fall der Asset Deal Standard:
1. Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
2. **Arbeitnehmer-Selektionsmoeglickeit** — kein automatischer Uebergang aller Arbeitnehmer, aber § 613a BGB beachten
3. **Steuerliche Vergangenheit bleibt** bei Insolvenzschuldner — kein Steuerrisiko aus Vergangenheit
4. **Freie Vermögensauswahl** — Erwerber kann einzelne Assets, Verträge, IP herauspicken
5. **Insolvenzanfechtungsrisiko gering** — fairer Marktwert-Prozess schuetzt vor § 133 InsO
## § 613a BGB im Insolvenzfall
In der Insolvenz gilt § 613a BGB grundsätzlich weiter. Allerdings:
- Erwerber haftet nicht für rueckstaendige Ansprueche aus der Insolvenz (§ 613a II BGB)
- Kaeufer kann mit Insolvenzverwalter vor Erwerb bestimmte Arbeitnehmervertraege beenden (§§ 125-128 InsO)
- Sozialplanvolumen ist in der Insolvenz begrenzt (§ 123 InsO; max. 2.5 Monatsentgelte)
- Widerspruchsrecht der Arbeitnehmer (§ 613a VI BGB) beachten — Widerspruch verhindert Uebergang
## Schritt-für-Schritt-Workflow
1. **Erstbewertung** — Informationen von Insolvenzverwalter einholen; Massezustand; Fortfuehrungsprognose
2. **Schnell-DD** — Schwerpunkte: wesentliche Verträge CoC/Kuendigungsrecht, Arbeitnehmer, IP, Hauptkunden
3. **Bewertungsrahmen** — Liquidationswert als Floor; Fortfuehrungswert als Ceiling; marktgerechter Preis
4. **APA-Entwurf** — Assets-Liste exakt definieren; Assumed Contracts; Excluded Liabilities; Personaluebernahme
5. **Arbeitnehmer-Konzept** — Uebernahme-Liste; Widerspruchsrecht-Frist; Betriebsrat konsultieren
6. **Anfechtungsrisiko prüfen** — war Preis marktgerecht? War Kaeufer in Kenntnis der Krise?
7. **Signing/Closing** — meist zeitgleich; Kaufpreis in Insolvenzmasse; Schlüssel-Übergabe
8. **Post-Closing Integration** — schnell; Kundeninfo; Lieferantenkuendigungen behandeln
## Output-Template APA Outline — Distressed
**Adressat:** Insolvenzverwalter / Kaeufer — Tonfall sachlich, rechtssicher
```
ASSET PURCHASE AGREEMENT (DISTRESSED M&A)
Parteien: [INSOLVENZVERWALTER als Verkaefer] / [KAEUFER]
Datum: [DATUM]
1. KAUFGEGENSTAND (INCLUDED ASSETS)
- Anlagevermogen: [Liste Maschinen, Fahrzeuge, Inventar]
- IP: [Marken, Patente, Know-how, Kundendaten]
- Assumed Contracts: [Vertragsliste — nur genannte Vertraege gehen ueber]
- Lagerbestand: [zum Stichtag]
2. AUSGESCHLOSSENE VERBINDLICHKEITEN (EXCLUDED LIABILITIES)
Kaeufer uebernimmt KEINE Verbindlichkeiten des Schuldners ausser den Assumed Liabilities.
3. KAUFPREIS
[EUR]; Zahlung: [sofort bei Closing / Ratenzahlung]
4. ARBEITNEHMER
Uebernahme von [X] Arbeitnehmern gem. Anlage X.
§ 613a BGB Hinweis an Arbeitnehmer bis [DATUM].
5. REPRESENTATIONS (MINIMAL SCOPE)
Nur: Titel/Verfuegungsbefugnis des Verwalters; keine Business Reps
6. HAFTUNGSAUSSCHLUSS
Vollstaendiger Ausschluss aller Gewaehrleistungen; § 444 BGB nicht anwendbar (keine Arglist)
7. CLOSING
Datum: [DATUM]; Simultaneous Signing & Closing
```
## Rote Schwellen
- § 133 InsO Anfechtungsrisiko: Kaeufer wusste von Zahlungsunfaehigkeit → Transaktion anfechtbar
- § 613a BGB-Uebergang vergessen → ungewollte Haftung für Arbeitnehmerrueckstaende (§ 613a II)
- Kein fairer Marktpreisprozess → Insolvenzverwalter-Haftung; Gläubiger-Schadensersatz
- Assumed Contracts unvollstaendig — wichtige Kundenvertraege nicht uebertragen
- Zeitdruck: Signing ohne abgeschlossene DD — Haftungsausschluss im APA muss maximal sein
## Quellen
- InsO: https://www.gesetze-im-internet.de/inso/
- § 80 InsO (Verwaltungs- und Verfuegungsrecht des Insolvenzverwalters): https://www.gesetze-im-internet.de/inso/__80.html
- §§ 129-147 InsO (Insolvenzanfechtung; verschaerfte Vorsatzanfechtung § 133 InsO i.d.F. SanInsFoG seit 01.01.2021 — 4-Jahres-Frist statt 10 Jahre): https://www.gesetze-im-internet.de/inso/__129.html
- §§ 159-173 InsO (Verwertung der Masse): https://www.gesetze-im-internet.de/inso/__159.html
- § 613a BGB (Betriebsuebergang): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__613a.html
- § 179a AktG: https://www.gesetze-im-internet.de/aktg/__179a.html
- StaRUG (Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz; in Kraft seit 01.01.2021 durch SanInsFoG, BGBl. I 2020, 3256): https://www.gesetze-im-internet.de/starug/
- § 15a InsO (Insolvenzantragspflicht: 3 Wochen ZU / 6 Wochen UE): https://www.gesetze-im-internet.de/inso/__15a.html
- § 15b InsO (Zahlungsverbot bei Insolvenzreife seit 01.01.2021; rechtsformneutral): https://www.gesetze-im-internet.de/inso/__15b.html
- Quellenregel: Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff; keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen.
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