Für Berliner Räumung: Fachmodul im Miet- und Wohnungseigentumsrecht: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Schnittstellenkarte mit Zuständigkeits- und Nachweisfragen.
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# Berliner Räumung: Fachmodul im Miet- und Wohnungseigentumsrecht
## Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: BGB §§ 535-577a, BetrKV, WEG §§ 24, 25, 27, BGB §§ 558, 558a, 558b, 573, 573c; WEG §§ 9a, 18, 19, 20, 21, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 44, 45, 46, 47, BGB §§ 535 ff., HOAI, BetrKV — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
**Fokus:** Berliner Räumung: Fachmodul im Miet- und Wohnungseigentumsrecht; klärt Auftrag, Vermieterpfandrecht, Kosten, Einlagerung und Haftungsrisiko; mit Normprüfung, Beweisen, Fristen, Risikoampel und Arbeitsprodukt.
### Berliner Räumung
## Fachlicher Kern — Miet- und WEG-Recht
- **Problemfokus dieses Skills:** Bleibe beim konkreten Titel `Berliner Räumung` und löse die dort angelegte Fachfrage; arbeite mit konkreten Tatbestandsmerkmalen, Beweisfragen und dem unmittelbar benötigten Arbeitsprodukt. Routingfragen bleiben Hilfsmittel, wenn Frist, Zuständigkeit oder Verfahrensart offen sind.
- **Arbeitsmodus:** Immer erst Verhältnis Miete/WEG/Gewerbe/Verwaltung trennen, dann Frist, Beschlusskompetenz, Umlagefähigkeit, Belege, Gebrauchsnachteil und Kostenfolge prüfen.
- **Outputpflicht:** Abrechnungsprüftabelle, Beschlussvorschlag, Anfechtungs-/Beschlussersetzungsskizze, Mietermail, Vermieterschreiben oder Verwalter-To-do-Liste.
- **Fehlerbremse:** Tragende Normen/Entscheidungen live oder aus der Akte verifizieren; Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle. Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
## Titelherkunft und Zuständigkeit
Vor Vollstreckungsauftrag prüfen, aus welchem Titel geräumt wird. Bei Wohnraummiete muss die erste Instanz wegen Paragraf 23 Nummer 2a GVG beim Amtsgericht gelegen haben, unabhängig vom Streitwert und unabhängig von verbundenen Zahlungsanträgen. Ein hoher Mietrückstand ist kein Grund, die Wohnraumräumung erstinstanzlich zum Landgericht zu ziehen. Bei Gewerberaummiete ist die Wertzuständigkeit zu dokumentieren; vor dem Landgericht gilt Anwaltszwang nach Paragraf 78 Absatz 1 Satz 1 ZPO.
## Einstieg
1. Welche Seite wird vertreten und welches Ergebnis soll erreicht werden?
2. Welche Norm-/Vertrags-/Beschlussgrundlage ist wahrscheinlich einschlägig?
3. Welche Tatsachen sind unstreitig, welche streitig, welche fehlen?
4. Welche Frist, Form, Zuständigkeit oder Beweislast kann den Fall kippen?
5. Welche Unterlagen belegen den Kern: Vertrag, Nachtrag, Beschluss, Protokoll, Abrechnung, Fotos, Messungen, Kontoauszüge, Mails?
## Prüfraster
1. **Rechtsverhältnis abgrenzen:** Wohnraummiete, Gewerberaum, WEG, Verwaltung, Nachbar-/Ordnungsrecht oder Schnittstelle.
2. **Tatbestand:** Anspruchsgrundlage, Einwendung, Gegenrecht und Rechtsfolge sauber trennen.
3. **Form und Frist:** Zugang, Text-/Schriftform, Beschlussfristen, Abrechnungsfristen, Verjährung.
4. **Beweis:** Darlegungslast, Substantiierung, Beweisangebot, Sachverständigenbedarf.
5. **Taktik:** Sofortmaßnahme, Verhandlung, Vergleich, Klage/Eilantrag, Kostenrisiko.
6. **Ergebnis:** Ampel mit Begründung und konkretem nächsten Arbeitsschritt.
## Quellen- und Sicherheitsregel
- Vor tragenden Aussagen den aktuellen Normtext und die aktuelle Behörden-/Gerichtspraxis prüfen; keine Scheingenauigkeit aus Modellwissen.
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
- Annahmen, fehlende Unterlagen, Beweisrisiken und Fristen ausdrücklich markieren.
## Vertiefung bei Bedarf
- Bei `spezial-berliner-raeumung` beziehungsweise Berliner Räumung: [die zusätzliche Vertiefung laden](./references/vertiefung-spezial-berliner-raeumung.md).
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