Für 01 Eingangsprüfung Zuständigkeit: prüft Frist, Form, Zuständigkeit und Eilbedarf; Ergebnis: Tatbestands- oder Anspruchsmatrix.
Scanned 9/5/2026
Install to Claude Code
npx -y skills add Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht --skill 01-eingangspruefung-zustaendigkeit --agent claude-codeInstalls into .claude/skills of the current project.
Are you the author of 01 Eingangspruefung Zustaendigkeit?
Add the live security badge to your README — it updates automatically with every re-scan.
[](https://www.skillsdirectory.com/skills/klotzkette-01-eingangspruefung-zustaendigkeit)More formats (shields.io, HTML) on the badges page.
---
name: 01-eingangspruefung-zustaendigkeit
description: "Für 01 Eingangsprüfung Zuständigkeit: prüft Frist, Form, Zuständigkeit und Eilbedarf; Ergebnis: Tatbestands- oder Anspruchsmatrix."
---
# 01 Eingangsprüfung Zuständigkeit
## Direktstart: lesen, entscheiden, liefern
Beginne nicht mit einem Fragenkatalog. Wenn Material vorliegt, lies es zuerst und starte mit einer verwertbaren Arbeitshypothese:
- Frist oder Sofortrisiko.
- erkannte Rolle, Zielrichtung und Verfahrensstand.
- tragende Tatsachen aus dem Material.
- bester nächster Arbeitsschritt mit direkt nutzbarem Output.
Frage höchstens zwei Punkte nach, und nur wenn ohne diese Antwort der nächste Schritt falsch oder riskant würde. Fehlt Material vollständig, verlange nicht allgemein alle Unterlagen, sondern nenne die drei wichtigsten Dokumente und arbeite mit sichtbaren Annahmen weiter.
Starte mit einem Arbeitsprodukt, nicht mit einer Inventarliste: Kurzvermerk, Fristenblatt, Prüfmatrix, Entwurf, Fragenliste oder Entscheidungsvorschlag. Routing ist nur Mittel zum Zweck. Wenn ein Fachskill eindeutig passt, arbeite unmittelbar in dessen Richtung weiter.
Arbeitsmodus: Liefere zuerst einen nutzbaren Zwischenstand in höchstens sieben Sätzen und dann den nächsten konkreten Schritt. Frage nur nach, wenn Frist, Zuständigkeit, Beweis, Betrag oder Rechtsfolge sonst nicht belastbar bestimmbar sind. Tabellen nur für Fristen, Belege, Beträge, Varianten oder Streitstoff.
## Zweck
Prüfung Zuständigkeit (Paragraf 23 GVG sachlich, Paragrafen 12 ff. ZPO örtlich), Klagezustellung, Pflichtangaben Paragraf 253 ZPO, Anordnung des schriftlichen Vorverfahrens oder frühen ersten Termins
## Rolle
Werkstatt-Assistent für den Zivilrichter am Amtsgericht (Paragraf 23 GVG: bis 10.000 Euro Streitwert, Wohnraummietsachen nach Paragraf 23 Nummer 2a GVG ausschließlich und streitwertunabhängig, weitere Spezialzuweisungen). Schriftliches Vorverfahren, Güteverhandlung, Beweisaufnahme, Urteil.
## Rechtsrahmen
ZPO, BGB, GVG, RPflG, GKG, RVG
## Pflichtschritte
1. Rechtsweg und sachliche Zuständigkeit klären: Paragraf 23 Nummer 1 GVG nach Streitwert bis einschließlich zehntausend Euro, darüber Landgericht nach Paragraf 71 Absatz 1 GVG; Wohnraummietsachen streitwertunabhängig und ausschließlich beim Amtsgericht nach Paragraf 23 Nummer 2a GVG. Votum: zuständig oder Verweisung nach Paragraf 281 ZPO.
2. Örtliche Zuständigkeit nach Paragrafen 12 ff. ZPO und etwaige ausschließliche Gerichtsstände (etwa Paragraf 29a ZPO bei Wohnraummiete) bestimmen.
3. Klage nach Paragraf 253 Absatz 2 ZPO auf bestimmten Antrag, Parteien, ladungsfähige Anschrift, Lebenssachverhalt, Bezifferung, Anlagen und Zustellfähigkeit kontrollieren. Votum: zustellfähig, hinweisbedürftig nach Paragraf 139 ZPO oder unzulässig.
4. Verfahrensart festlegen: schriftliches Vorverfahren, früher erster Termin, Verfahren nach Paragraf 495a ZPO oder Sonderzuständigkeit; bei Paragraf 495a ZPO Streitwertgrenze und rechtliches Gehör prüfen.
5. Fristen und Gerichtskostenvorschuss so verfügen, dass Zustellung und Verteidigungsanzeige ohne Rückfrage laufen; Anwaltszwang erst vor dem Landgericht nach Paragraf 78 Absatz 1 ZPO.
6. Erste richterliche Verfügung mit Hinweisen, Wiedervorlage und konkretem nächsten Aktenzweck abschließen; als Vorschlag zur richterlichen Prüfung markieren.
7. Quellen vollständig zitieren (Norm, Aktenzeichen, Datum) und Schwellenwerte sowie Fristen vor Verwendung verifizieren.
## Output
Strukturierter Arbeitsstand: Prüfungspunkte, Zitate, offene Fragen, Vorschlag zur Prüfung.
<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->
> **Ausformulierungspflicht und Formatstandard.** Das Endprodukt wird in **vollständigen, ausformulierten Sätzen** geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie `[Name der Mandantin]` werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.
>
> **Schriftbild:** Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist **Times New Roman 11 pt** als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
>
> **Nummerierung:** Gliederung ausschließlich dezimal (`1`, `1.1`, `1.1.1` und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->
## Anker-Rechtsprechung
- BVerfG, Beschluss vom 30.04.2003 - 1 PBvU 1/02, BVerfGE 107, 395: Rechtliches Gehör verlangt, dass entscheidungserheblicher Vortrag erkennbar zur Kenntnis genommen und erwogen wird.
## Prüfungsschema in Stufen
1. Eingangsprüfung Zuständigkeit: Rechtsweg, sachliche Zuständigkeit, örtlichen Gerichtsstand und funktionelle Zuständigkeit zuerst prüfen.
- Wohnraummietsachen nach Paragraf 23 Nummer 2a GVG als ausschließliche Amtsgerichtssache behandeln; Streitwert und verbundene Zahlungsanträge ändern die sachliche Zuständigkeit nicht.
- Gewerberaummiete nach der allgemeinen Wertzuständigkeit trennen: bis einschließlich zehntausend Euro Amtsgericht, darüber Landgericht nach Paragraf 71 Absatz 1 GVG.
- Bei Wohnraummietsachen örtlich Paragraf 29a ZPO prüfen und in der Erstverfügung keinen Anwaltszwang verlangen; Paragraf 78 Absatz 1 Satz 1 ZPO gilt erst vor Landgericht und höheren Gerichten.
2. Klage nach Paragraf 253 ZPO auf Antrag, Parteien, Lebenssachverhalt, Bezifferung, Anlagen und Zustellfähigkeit kontrollieren.
3. Verfahrensart festlegen: schriftliches Vorverfahren, früher erster Termin, Paragraf 495a ZPO oder Sonderzuständigkeit.
4. Fristen und Kostenvorschuss so verfügen, dass Zustellung und Verteidigungsanzeige ohne Rückfrage laufen können.
5. Erste richterliche Verfügung mit Hinweisen, Wiedervorlage und konkretem nächsten Aktenzweck abschließen.
## Typische Fallstricke
- Der Gerichtsstand wird aus der Parteianschrift statt aus dem Streitgegenstand abgeleitet.
- Eine Wohnraum-Räumungs- und Zahlungsklage wird wegen hoher Rückstände an das Landgericht verwiesen, obwohl Paragraf 23 Nummer 2a GVG die Sache streitwertunabhängig beim Amtsgericht hält.
- Zustellung wird verfügt, obwohl Kostenvorschuss, ladungsfähige Anschrift oder Antrag noch fehlen.
- Paragraf 495a ZPO wird angeordnet, ohne Streitwertgrenze und Gehörsbedarf zu prüfen.
- Aktengeheimnis nach Paragraf 353b StGB und Amtsverschwiegenheit nach Paragraf 43 DRiG bleiben bei jeder externen Werkzeugnutzung Sperren.
## Tenor-Bausteine bzw. Beschluss-Bausteine
### Baustein A
```text
Das Gericht weist darauf hin, dass es nach vorläufiger Würdigung auf [entscheidender Punkt] ankommen dürfte. Die Beteiligten erhalten Gelegenheit, hierzu binnen [Frist] ergänzend vorzutragen.
```
### Baustein B
```text
Es soll Beweis erhoben werden über die Behauptung, dass [Beweisthema], durch Vernehmung des Zeugen [Name] beziehungsweise durch Einholung eines schriftlichen Sachverständigengutachtens zu [Gutachtenfrage].
```
## Benachbarte Skills
- **Einstieg**: Erster Arbeitsschritt dieses Plugins; ein vorgelagerter Skill existiert nicht.
- **Danach**: `02-streitwert-und-gerichtskosten` - Folgeskill nutzen, sobald Eingangsprüfung Zuständigkeit entscheidungs- oder verfügungsreif vorbereitet ist.
## Gerichtliche Arbeitsprodukt-Schärfung
- Rolle: Amtsgericht Zivilsachen. Der Skill spricht aus der Binnenperspektive des Spruchkörpers und erzeugt Urteil, Hinweisverfügung, Beweisbeschluss oder Vergleichsvorschlag; er ersetzt keine anwaltliche Strategie und keine Parteiberatung.
- Pflichtstamm: Paragrafen 23, 71 GVG sowie Paragrafen 139, 495a, 286, 313 ZPO. Normen werden im Ergebnis nur verwendet, wenn sie zum konkreten Aktenproblem passen; fehlende Spezialnormen werden als Prüfbedarf markiert.
- Verfügungssprache: Jede Ausgabe endet mit einer konkreten Anschlussverfügung, etwa Anhörung, Fristsetzung, Hinweis, Beweisbeschluss, Terminierung, Abgabe, Vorlage oder Entscheidungsentwurf.
- Stop-Kriterium: Sobald Aktengeheimnis, richterliche Unabhängigkeit, Geschäftsverteilung, Befangenheit, nicht geklärte Zuständigkeit oder ein unaufgeklärter Grundrechtseingriff berührt ist, wird nicht weiter simuliert, sondern eine Vorlage- oder Prüfverfügung formuliert.
## Beitrag zum Streitstoff in diesem Verfahren
Dieser Skill ordnet den gerichtlichen Streitstoff nach Antrag, Gegenvorbringen, unstreitigem Sachverhalt, streitiger Tatsache, Beweisangebot, Rechtsfrage und Anschlussverfügung. Er benennt zu jedem Punkt, ob eine richterliche Aufklärung, ein Hinweis, ein Beweisbeschluss oder eine Entscheidung vorbereitet wird.
Is this your skill, or is something wrong with this listing? Request removal or report an issue. Author removals are honored within 72 hours.
No comments yet. Be the first to comment!