Ordner und Dateiablagen semantisch aufräumen: lokale Regeln und vorhandene Taxonomie erkennen, Dateien inhaltlich zuordnen, zusammengehörige Sets erhalten, klare Vorgänger-/Nachfolgerreihen und Logs archivieren, gemischte gültige und überholte Inhalte per Cut-and-Clue trennen und Löschkandidaten reversibel in einen Prüf-Papierkorb legen. Nutze diesen Skill bei „Ordner aufräumen“, „Dateien sinnvoll einsortieren“, „alte Versionen archivieren“, „Logdateien bereinigen“, „veraltete und gültige Inh...
Scanned 9/4/2026
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---
name: folder-organization
version: 1.1.0
type: protocol
author: Lukas Geiger + OpenAI Codex
created: 2026-08-24
updated: 2026-08-24
description: >
Ordner und Dateiablagen semantisch aufräumen: lokale Regeln und vorhandene Taxonomie
erkennen, Dateien inhaltlich zuordnen, zusammengehörige Sets erhalten, klare
Vorgänger-/Nachfolgerreihen und Logs archivieren, gemischte gültige und überholte Inhalte
per Cut-and-Clue trennen und Löschkandidaten reversibel in einen Prüf-Papierkorb legen.
Nutze diesen Skill bei „Ordner aufräumen“, „Dateien sinnvoll einsortieren“, „alte Versionen
archivieren“, „Logdateien bereinigen“, „veraltete und gültige Inhalte trennen“ oder wenn beim
Aufräumen Geheimnisdateien beziehungsweise Geheimnisse in einer Cloud-Ablage auffallen.
Er funktioniert anbieter- und nutzerneutral allein; erkannte kompatible Module oder
Dateidienste werden nur als optionale Beschleuniger genutzt. Für bereits vollständig
definierte wiederkehrende Sammelregeln stattdessen eine regelbasierte Datei-Automation,
für den Umbau einer ganzen Projektarchitektur einen Pipeline-/Projekt-Optimizer verwenden.
standalone: true
anthropic_compatible: true
bach_compatible: true
bach_origin: false
category: utilities
tags: [ordner, dateien, sortierung, archivierung, versionen, logs, geheimnisse, cloud, cut-and-clue, cleanup, standalone]
language: de
status: active
visibility: public
dependencies:
tools: []
services: []
protocols: []
python: []
provenance:
origin: "custom"
origin_path: null
origin_version: null
origin_repo: "github.com/ellmos-ai/skills"
last_sync_from_origin: null
last_sync_to_origin: null
local_changes_since_sync: false
---
# Folder Organization
## Ziel und Grenze
Erzeuge eine nachvollziehbare Ablage, in der jede Änderung durch lokale Regeln, Inhalt,
Dateibeziehungen oder eine ausdrückliche Nutzerentscheidung begründet ist. Der Skill ist ein
semantisches Ordnungsprotokoll, kein zweites Dateiverschiebeprogramm und keine Pflichtbindung an
einen Anbieter.
Eine Bestandsaufnahme oder Prüfung bleibt read-only. Ein ausdrücklicher Auftrag wie „räume diesen
Ordner auf“ autorisiert sichere, reversible Verschiebungen innerhalb des genannten Bereichs,
sofern keine ungelöste Mehrdeutigkeit besteht. Überschreiben, endgültiges Löschen, Verschieben aus
dem Bereich, inhaltliches Umschreiben oder Aktivieren einer Dauerautomation braucht eine gesonderte
Freigabe.
## Standalone-Kern und optionale Seeds
Beginne immer mit dem Standalone-Kern. Er benötigt nur Lesen, Schreiben, Hashing und gewöhnliche
Dateioperationen. Für eine reproduzierbare Bestandsaufnahme steht
[`scripts/folder_organization.py`](scripts/folder_organization.py) bereit; sichere Defaults und
Überschreibungen stehen in [`config.json`](config.json). Das Skript schreibt standardmäßig nur
auf stdout. `--out` darf ausschließlich eine neue Datei außerhalb des untersuchten Roots anlegen;
vorhandene Ziele werden nicht überschrieben. Seine Log- und Versionsfunde sind Suchhinweise mit
niedriger Konfidenz, keine Freigabe zum Archivieren.
Die Bibliotheksfassung besitzt erweitertes Katalog-Frontmatter. Falls ein Zielsystem nur portables
Basis-Frontmatter (`name`, `description`) akzeptiert, erzeugt
[`scripts/export_portable.py`](scripts/export_portable.py) eine eigenständige Kopie in einem neuen
Zielordner. Der fachliche Ablauf und alle lokalen Ersatzteile bleiben darin vollständig erhalten.
Entdecke danach Fähigkeiten, nicht Markennamen. Eine vorhandene Integration darf den Kern
verbessern, aber weder Bedeutung noch Berechtigung verändern:
| Benötigte Fähigkeit | Standalone-Ersatz | Optionaler erkannter Seed/Adapter |
|---|---|---|
| Inventar, Hashes, Plan | mitgeliefertes Python-Skript oder native Dateisuche | FolderHome-Planung/Receipts |
| Dokumentinhalt/OCR | vorhandener lokaler Reader; sonst `unreadable/review` | doc-services oder gleichwertiger Extraktor |
| Cloud-/Lock-sichere Operationen | native Operation mit frischem Zustandscheck | FileCommander oder provider-eigener Adapter |
| Wiederkehrende stabile Regeln | Konfiguration als Vorschlag ausgeben | file-collect-sort-action oder gleichwertige Automation |
| Hinweise neu indizieren | auffällige CLUE-Marker im Text | Gardener oder anderer lokaler Indexer |
Ellmos-Komponenten sind damit **Grounding Seeds**: Wenn ihre Fähigkeiten verfügbar und für den
Auftrag freigegeben sind, nutze ihre stärkeren Gates. Fehlen sie, führe denselben fachlichen Ablauf
heuristisch und mit den Ersatzteilen dieses Skills aus. Keine externe Übertragung nur deshalb, weil
ein lokaler Reader fehlt.
## Vorgehen
### 1. Root, Regeln und Modus bestimmen
- Den kleinsten gemeinsamen Ablageroot wählen; nicht aus Bequemlichkeit einen ganzen Benutzer- oder
Cloud-Root scannen.
- Steuerdateien im Root und aufwärts lesen, etwa `AGENTS.md`, `CLAUDE.md`, `README.md`,
`START.md`, Namensregeln, Register, Manifeste und Locks.
- Modus festhalten: einmalige semantische Ordnung, Archivpflege, Logpflege, Cut-and-Clue oder
Vorbereitung einer wiederkehrenden Regel.
- Bestehende Zielordner und ihre reale Verwendung sind stärker als eine erfundene Idealtaxonomie.
### 2. Geheimnis-Policy vor jedem Inhaltszugriff
Vor dem Öffnen oder Hashen Namen gegen `secret_policy.protected_name_patterns` und die Ausschlüsse
in `config.json` prüfen. Geschützte Dateien wie `.env`, private Schlüssel oder Credential-Dateien
nur über Pfad und Metadaten erfassen; ihr Inhalt darf nicht in Modellkontext, Bericht oder Log
gelangen. `--hash-all` hebt diese Grenze nicht auf. Wird in einer gewöhnlich lesbaren Datei
zufällig ein Geheimnissignal erkannt, Inhaltsausgabe stoppen und nur die Signal-ID melden.
Liegt der Fund vermutlich in einem Cloud-/Sync-Root, greift die konfigurierte `cloud_action`.
Standard ist `localize-after-approval`: lokales Ziel außerhalb aller Sync-Roots und restriktive
Berechtigungen belegen, Dry-Run und Freigabe einholen, Datei opak kopieren und intern per Hash
prüfen, erst dann die Cloud-Quelle wiederherstellbar ersetzen und einen nicht geheimen Pointer
hinterlassen. Ohne gesetztes `local_secret_root` oder bei gefährdeten Laufzeitreferenzen blockieren.
Die vollständige Transaktion, Pointermodi (`control-file`, `sidecar`, `placeholder`), lokale
Pointer-Map, Rotationshinweise und harten Blocker stehen in
[`references/secrets-policy.md`](references/secrets-policy.md). Geheimnisverdächtige Dateien bis
zur Policy-Entscheidung aus normaler Sortierung, Archivierung, Cut-and-Clue und Papierkorb nehmen.
### 3. Bestand und Beziehungen erfassen
Erfasse Pfad, Größe, Änderungszeit, Typ und – soweit verhältnismäßig – SHA-256. Lies bei
mehrdeutigen Dokumenten Inhalt oder Metadaten. Unlesbare Binärdateien bleiben ausdrücklich
ungeklärt; Dateiname und Endung allein rechtfertigen keine irreversible Aktion.
Behandle zusammengehörige Dateien als Set: Sprachfassungen, Quelle/Export, Markdown/PDF,
Dokument/Assets, Daten/Skript/Ergebnis, Anhang/Hauptdatei sowie Vorgänger/Nachfolger. Prüfe vor
einer Verschiebung Links, Manifeste, Includes, Codeverweise und Register.
Für die detaillierte Evidenz- und Konfidenzmatrix bei schwierigen Beständen
[`references/heuristics.md`](references/heuristics.md) lesen.
### 4. Zielstruktur und Einzelentscheidungen planen
Die Zielstruktur aus Zweck, bestehenden Regeln und tatsächlichen Clustern ableiten. Der Root ist
eine Routingfläche, kein Dauerlager. Keine pauschalen Ordner wie `_Sonstiges` anlegen, wenn der Fund
inhaltlich ungeklärt ist; dafür `review/` oder eine Entscheidungsliste verwenden.
Jede geplante Änderung enthält mindestens:
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Quelle | exakter relativer Pfad und optional Hash |
| Ziel/Aktion | `keep`, `move`, `rename`, `archive`, `trash-review`, `cut-and-clue`, `review` |
| Begründung | Regel, Inhalt, Beziehung oder Versionsbeleg |
| Konfidenz | hoch, mittel oder niedrig |
| Nebenwirkung | betroffene Links, Sets, Register oder Automation |
- **Hoch:** explizite lokale Regel, eindeutiger Manifestbezug oder klar belegte Nachfolgereihe.
- **Mittel:** starke inhaltliche Passung oder bestehendes Cluster, aber keine explizite Regel.
- **Niedrig:** nur Name, Endung, Änderungszeit oder unsichere Ähnlichkeit. Nicht automatisch bewegen.
Vor der Mutation einen vollständigen Dry-Run liefern. Kollisionen, Symlinks, Cloud-Locks,
unlesbare Dateien und Ziele außerhalb des Roots blockieren die jeweilige Aktion.
### 5. Versionen und Logs archivieren
Eine alte Datei nur dann als Vorgänger archivieren, wenn die Reihe durch mehrere Signale belegt
ist: Versions-/Datumskennung, interne Versionsangabe, hohe Inhaltsüberlappung, passender Zweck und
ein eindeutig gültiger Nachfolger. Änderungszeit allein reicht nicht. Referenzierte Beweisstände
und freigegebene Veröffentlichungen bleiben erhalten.
Bei Logs zwischen aktivem Laufzeitlog, Audit-/Beweislog und rotierbarem Verlauf unterscheiden.
Aktive oder noch geschriebene Logs nicht bewegen. Alte abgeschlossene Logs nach lokaler Konvention,
sonst etwa unter `_archive/logs/<jahr>/`, mit Hash und Ursprungsort archivieren. Komprimierung ist
eine eigene Entscheidung; Archivierung bedeutet nicht automatisch Löschung.
### 6. Cut-and-Clue anwenden
Enthält eine Datei zugleich gültige und überholte Inhalte, ist blindes Verschieben ebenso falsch
wie vollständiges Beibehalten. Dann gültige Inhalte in neue kanonische Datei(en) **schneiden** und
im alten Material sowie gegebenenfalls direkt an der Problemstelle einen maschinenlesbaren
**Clue** zu Status, Grund und Nachfolger hinterlassen. Erst nach Vollständigkeitsprüfung das
Original archivieren.
Die Marker, Regeln für `[sic]`, Binärdateien und den Schutz vor Geschichtsverlust stehen in
[`references/cut-and-clue.md`](references/cut-and-clue.md). `[sic]` kennzeichnet einen bewusst
zitierten Fehler; für Überholtheit `OUTDATED` oder `SUPERSEDED` verwenden.
### 7. Prüf-Papierkorb statt Löschen
Löschkandidaten innerhalb des Roots in einen Laufordner wie `_trash_review/<run-id>/` verschieben.
Relative Struktur erhalten und `MANIFEST.md` oder `RESTORE.json` mit Quelle, neuem Pfad, Hash,
Grund und Zeitpunkt schreiben. Nichts daraus automatisch endgültig löschen. So kann der Nutzer den
gesamten Lauf prüfen und später selbst entfernen oder zurückrollen.
Liegt eine überwachte Eingangsablage vor, Papierkorb und Archiv außerhalb ihres Scanbereichs
anlegen, damit keine Selbstfütterung entsteht.
### 8. Ausführen und nachweisen
- Direkt vor jeder Aktion Quelle, Hash, Ziel und Ziel-Nichtvorhandensein erneut prüfen.
- Niemals überschreiben; bei Kollision blockieren oder einen ausdrücklich geplanten neuen Namen
verwenden.
- Nach dem Lauf Zielbestand lesen, Hashes vergleichen, alte Pfadnamen in Referenzen suchen und
betroffene Register aktualisieren.
- Nur selbst erzeugte leere Ordner entfernen. Für jede Mutation Rückweg oder Manifest erhalten.
- CLUE-Markierungen bei vorhandenem lokalen Indexer neu indizieren; ohne Indexer bleiben sie als
normaler, auffälliger Text wirksam.
## Kurzbeispiele
- `bericht_v1.md` und `bericht_v2.md`: zunächst nur als mögliche Versionsreihe markieren. Erst
interne Version, Inhalt und Referenzen entscheiden, ob `v1` wirklich archiviert werden darf.
- `konzept.md` enthält gültige Regeln und überholte Abschnitte: gültige Substanz vollständig in
eine neue kanonische Datei übernehmen, byteidentisches Original sichern und Clues/Sidecar mit
Nachfolger anlegen.
- `.env` in einem Sync-Root: nicht öffnen oder in den Bericht kopieren. Policy-Plan erzeugen; ohne
belegtes `local_secret_root`, Freigabe und sichere Laufzeitumstellung keine Datei verändern.
## Lernen und Automatisierung
Nutzerkorrekturen als Regelkandidaten sammeln, niemals still in Regeln befördern. Erst wenn ein
Muster wiederholt bestätigt, konfliktfrei und klar begrenzt ist, daraus eine wiederkehrende
Automation vorschlagen. Jede neue oder geänderte Automation braucht erneut Dry-Run und Freigabe.
## Abschlussbericht
Zusätzlich zu Bestand, Aktionen, Archiven, Papierkorb, Cut-and-Clue-Nachfolgern und offenen
Entscheidungen alle Geheimniskandidaten ausschließlich über Pfad/Signal-ID, ihren Policy-Status,
blockierte oder freigegebene Cloud-Auslagerungen, Pointermodus und Readback nennen. Niemals Werte,
lokale Geheimnispfade oder sensible Kontextzeilen wiedergeben.
Nenne Ausgangsbestand, ausgeführte und blockierte Aktionen, Archiv- und Papierkorbpfade,
Cut-and-Clue-Nachfolger, aktualisierte Referenzen, Hash-/Readback-Ergebnis, offene Entscheidungen
und vorgeschlagene wiederkehrende Regeln. Eine Planung ist keine ausgeführte Ordnung.
## Verwandte Skills
- Regelbasierte Datei-Automation: für bereits bekannte, wiederkehrende Quelle-Muster-Ziel-Regeln.
- Pipeline-/Projekt-Optimizer: für den strukturellen Umbau eines ganzen Projekts oder Stacks.
- Tidy-up/Maintenance: für Sitzungsabschluss, Registerpflege und temporäre Projektdateien.
- Folder-Flattening: nur wenn die ausdrücklich gewünschte Transformation das Einebnen ist.
## Changelog
### 1.1.0 (2026-08-24)
- Konfigurierbare Geheimnis-Policy mit Nicht-Öffnen geschützter Dateinamen, redigierter
Zufallserkennung und transaktionaler Cloud-Auslagerung samt lokalem Mapping und nicht geheimem
Pointer ergänzt.
### 1.0.0 (2026-08-24)
- Anbieter- und nutzerneutraler Erststand mit Standalone-Skript, optionalem Seed-Prinzip,
semantischer Sortierung, Versions-/Logarchivierung, Cut-and-Clue und Prüf-Papierkorb.
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